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SV Full-Reuenthal 2 Tage im Wallis

Huldrych Egli
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DSC03024.JPG Wanderung zur Hannigalp

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Besuch des eidgenössischen Schützenfestes mit Vereinsreise kombiniert

19 Mitglieder des Schiessvereins Full-Reuenthal nahmen mehr oder weniger erfolgreich am Eidgenössischen in Raron teil. Der Anlass wurde verbunden mit einer Vereinsreise nach Grächen.

(ef) Am Freitag, 19. Juni, bestiegen um 06.20 auf dem Parkplatz bei Erne Bus in Full 16 Schützen mit Gewehr, allerlei Schiessutensilien und einem Gepäck für eine Übernachtung den Bus. Drei weitere Schützen zogen es vor, Privat ins Wallis zu fahren. Von Erne Karl chauffiert, ging es Richtung Eiken auf die Autobahn. Einen Kaffeehalt gab es im Tropenhaus in Frutigen. In Kandersteg war, trotz der halbstündigen Wartezeit, für alle die Welt noch in Ordnung. Ein kleiner Ruck beim Anfahren des Autozuges und der Bus stand auf dem Wagon, trotz angezogener Handbremse, 30 Zentimeter weiterhinten und küsste mit der Anhängerkupplung einen PW. Nach dem Wegfahren erwies sich der Schaden am hinteren Fahrzeug allerdings als nicht sehr gross. Jedenfalls konnte nach Austausch der Formalitäten rasch Richtung Raron weitergefahren werden.

Erschwerte Bedingungen mit Wind

Die strahlende Sonne versprach gutes Wetter und der kräftige Wind erschwerte Bedingungen. Dank der guten Organisation konnten die Gewehrkontrolle und der Munitionsbezug rasch erledigt werden. Etwas schwieriger erwies sich das Finden eines freien Platzes in der Festwirtschaft. Aber auch diese Hürde konnte gemeistert werden. Um 13.15 Uhr bereiteten sich die ersten Schützen im Schiesstand auf den zwei zugewiesenen Scheiben auf den Wettkampf vor und um 13.30 Uhr fiel der erste Schuss. Bis spätestens 19 Uhr mussten die 102 gelösten Stiche, sowie einige Passen Probeschüsse und Nachdoppel geschossen sein. Silvia und Stefan übernahmen das Coaching. Vorerst blieben aber Kranzresultate aus. Den Schützen war die Enttäuschung förmlich anzusehen. Dabei hatten sie sich doch fast alle mit intensivem Training, Reinigung des Sportgerätes, Kauf oder zumindest Anpassung der Schiessbrille oder Nachrüstung des Gewehres mit einer neuen Visierung auf den Schiesstag vorbereitet. An die Schiessrichtung „Süd“ war man sich vom Heimstand zwar gewöhnt, aber mit dem starken Wind und den 100 nebeneinander stehenden Scheiben hatte doch einige mehr zu kämpfen als erwartet. Dazu kamen die an solchen Tagen übliche Nervosität, der innere Druck und vielleicht auch die fehlende Tagesform. Von den 19 Teilnehmenden konnten sich am Ende des Tages 15 Schützen aber mit einem Kranzabzeichen schmücken. Neun mit einem einfachen Kranz, drei mit einem Dreifachen und drei mit einem Fünffachen. Vier gingen trotz aller Anstrengungen leer aus. Stefani Hugo erreichte mit seinen drei gelösten Stichen sogar eine 100-prozentige Ausbeute. Das Resultat beim Sektionsstich blieb mit lediglich 7 Kranzresultaten aber mager. Auch fehlten wirklich hohe Resultate. Mit einem Sektionsschnitt von 82.571 Punkten wird es sicher nicht zu Gold und auch nicht zu Bronze reichen. Über alle 109 Stiche lag die Kranzausbeute bei 45 Prozent. Die detaillierten Resultate können auf der Homepage www.sv-full-reuenthal.ch eingesehen werden. Um 18 Uhr was das Schiessen für alle abgehakt und man freute sich auf den zweiten Teil, die Vereinsreise.

Übernachtung in Grächen

Den zweiten Teil hatte Patrick Erne, zusammen mit seiner Frau Claudia organisiert. Von Raron aus ging es Richtung Visp – Zermatt nach Grächen. Am Steuer sass nun nicht mehr der Chef, sondern die Chefin, welche am Morgen noch als Hostess für das leibliche Wohl der Fahrgäste gesorgt hatte. Nach kurzer Fahrt hatte man den Parkplatz im schmucken Bergdorf erreicht. Nun hiess es Gepäck umladen und zu Fuss das Restaurant erreichen, in welchem das Abendessen bestellt war. Zum Apéro „es Ballon Wysse“ oder ein Bier und zum Essen ein feines Nachtessen mit Vorspeise, Cordon-Bleu und einem Dessert. Anschliessend zogen es einige vor, mit Claudia ins Gästehaus Santa Fee zu pilgern, dort das Bett anzuziehen und sich einzukuscheln. Etwa die Hälfte wollte das Nachtleben von Grächen noch etwas geniessen. Los war einiges, jedenfalls traf die Gruppe erst weit nach Mitternacht im Gästehaus ein und an den Wortfetzen, die beim Morgenessen zu vernehmen waren, ging es teilweise recht hoch und lustig her. Für alle hiess es aber schon bald, Gepäck schultern und zu Fuss zurück zum Bus. Nachdem alles verstaut war, pilgerte die Gruppe zum Dorfplatz. Hier wurde die Schützenschar von einer netten Dame für eine Führung durch das alte Dorf Grächen empfangen. Danach ging es mit der Gondelbahn hinauf zur Hannigalp. Zur Stärkung gab es im Bergrestaurant ein „kaltes Plättli“. Auf der Terasse genossen alle die wärmenden Sonnenstrahlen und trotzten dem zügigen Wind, den sie ja bereits vom Vortag kannten. Wie bereits im Dorf, traf man auch im Bergrestaurant Schützenkameraden anderer Sektionen.

Zu Fuss zurück ins Tal

Auf dem Wanderweg ging es von der Hannigalp zurück ins Tal. Dass Claudia und Patrick den Weg gut kannten und auch sehr gut zu Fuss waren, konnte man aus der Vorankündigung und der Leichtigkeit, wie sie den Abstieg meisterten, erkennen. Andere hatten da doch schon eher Mühe. Nach dem doch steilen und anspruchsvollen Abstieg mit nahezu 500 Meter Höhendifferenz, vorbei an Alpenrosen und den Walliser-Kampfkühen, erreichte die Wandergruppe den kleinen Bergsee. Im idyllisch gelegene Restaurant stärke man sich nochmals mit etwas Süssem, einem Bier oder sonst was Flüssigem. Der Rest zurück zum Parkplatz war wirklich nicht mehr anstrengend. Nun hies es, die in Raron eingelagerten Gewehre abholen und dann via Lötschberg, Bern zurück nach Full.

Ein Thema in Goppenstein

Einige dösten im Bus, andere sinnierten den verpassten Kranzresultaten nach. Einzig beim Verladen in Goppenstein gab es fast nur ein Thema. Jedenfalls wurde dem Verladevorgang grösste Aufmerksamkeit beigemessen. Nochmals wurden Theorien und Thesen über den gestrigen Vorfall aufgestellt. Alles verlief ohne Zwischenfall und Maria chauffierte die Gruppe sicher zurück in das Rheindorf. Das Eidgenössische im Wallis ist Geschichte, Geschichte aber, die allen lange in Erinnerung bleiben wird und noch viel zum Lachen Anlass geben wird.

Auszug aus der Rangliste

(mehr auf www.sv-full-reuenthal.ch)

Sektionsstich:

91 Pt.: Erne Patrick

90 Pt.: Erne Karl

84 Pt.: Stefani Roger,

83 Pt.: Stefani Hugo, Weiss Martin

82 Pt.: Schöni Peter

81 Pt.: Weiss Ruedi

Huldrych Egli, Full

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