Leserbeitrag
Senioren im Einsatz im Saastal

Philipp Nanz
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Altholz entsorgen

Altholz entsorgen

In der zweiten Juniwoche führte die ref. Kirchgemeinde Meisterschwanden – Fahrwangen einen Arbeitseinsatz in Saas-Grund durch. In enger Zusammenarbeit mit Jan Bumann, Leiter Werkhof, entfernten und entsorgten 8 rüstige Seetater Senioren zusammen mit 6 Senioren aus der Ostschweiz alte, morsch gewordene Zäune. Für diese Arbeit waren 2-3 Tage vorgesehen. Das Seniorenteam packte so geschickt und effizient an, dass schon am Ende des ersten Tages die Aufgabe erfüllt war. Gleich kam die Idee auf, neue Zäune könnten an die Stelle der entfernten eingesetzt werden – eine Aufgabe, die eigentlich erst im September vom Zivilschutz hätte ausgeführt werden sollen. Zudem sollte eine mutwillig zerstörte Feuerstelle beim Kinderspielplatz wieder aufgebaut, ein ausgewaschenes Strassenstück auf der Alp wieder eingekiest und Alpweiden gesäubert werden. Und so packten die Senioren die neu zugeteilten Aufgaben an. Auch wenn das Aufbauen der Zäune etwas länger dauerte als das Abreissen, so waren alle Aufgaben bis Ende der Woche abgeschlossen. Da die Gruppe im Dorfkern beschäftigt war - in früheren Jahren hielten sie sich vor allem auf der Alp oder weit ausserhalb des Dorfes bei ihren Arbeiten auf - wurde deren Tätigkeit von interessierten Augen Einheimischer verfolgt. Und dankende, ja lobende Worte waren mehrmals zu hören. Vom Wetter her hatte es das Team gut getroffen, mehrheitlich Wolken bis Sonne; an zwei Tagen fiel Regen über Mittag, doch der blieb einigermassen erträglich. Die Stimmung untereinander war sehr gut. Die Aufgaben sehen, zielführende Vorgehensweisen überlegen, gekonnt anpacken, einander in die Hand arbeiten – das zeichnete diese Gruppe aus.

Am Schlussabend besuchte Jan Bumann die Gruppe in ihrer Unterkunft im Haus ‚Atlas’. Er erzählte, dass er seinen Kollegen von diesem Team und seinem effizienten und präzisen Arbeiten vorgeschwärmt habe. Und er hob hervor, dass alle im Team keinen Rappen für ihren Einsatz erhielten, ja für Kost und Unterkunft noch selber bezahlten. Da machten seine Kollegen grosse Augen und sagten erstaunt: Was, so etwas gibt es noch?!

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