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Rettungsdienst der Solothurner Spitäler AG

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Einsatz RD

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Jeder hat sich bestimmt schon einmal gefragt, wie ein Arbeitstag eines Rettungssanitäters aussieht und welche Erfahrungen er schon gemacht hat. Peter von Arx, Rettungssanitäter und Standortleiter im Bürgerspital Solothurn arbeitet seit 24 Jahren bei der Solothurner Spitäler AG (soH) und hat uns diese Fragen beantwortet.

Im Bürgerspital arbeiten 45 Rettungssanitäter inkl. Studierende. Es gibt 2 Arbeitsschichten, die Tages- und Nachtschicht. Diese dauern jeweils 12 Stunden von 7 Uhr morgens bis 19 Uhr oder von 19 Uhr bis 7 Uhr. Werden Schichten gewechselt, muss zuerst der Übergaberapport stattfinden. Das heisst, das Material im Ambulanzfahrzeug muss kontrolliert und eventuell müssen fehlende Sachen wie zum Beispiel Spritzen aufgefüllt oder bestellt werden. Tritt ein Notfall ein, rücken pro Fahrzeug zwei Rettungssanitäter aus, pro Ereignis eine Ambulanz. Die meiste Ursache für ein Ausrücken ist jedoch die Verlegung von Patienten und „nur“ 25 - 30 % sind Notfälle die meisten wegen Herzkreislaufstörungen. An einem Tag hat man ca. 18 Einsätze. Auf das Jahr gerechnet ergibt das ca. 5 000 Einsätze.

Peter von Arx gefällt an seinem Beruf vor allem, dass man mit einfachen Aufwendungen in kurzer Zeit einem Verunfallten die Schmerzen nehmen kann oder auch die Momente, wenn er mit einem Teddy-Bär Kinder zum Lachen bringen kann. Ein sehr eindrücklicher Moment von Peter von Arx war die Massenkarambolage 2003 in Oberbipp. Weil er der Unfallleiter war und er alles von A–Z koordinieren musste. Das Einsatzgebiet der Rettungssanitäter der Solothurner Spitäler AG ist über 56 Gemeinden verteilt, das entspricht ca. 100 000 Einwohnern. Die Vorgabe ist, dass man in 90 % der Ereignisse innert 15 Minuten den Ort des Geschehens erreichen muss. Mit 92 %, welche der Rettungsdienst der soH erreicht, ist diese Vorgabe eingehalten.

Für die Rettungssanitäter wird es immer wie schwieriger an das Zielort zu gelangen, weil es immer wie mehr Baustellen und schmalere Strassen gibt. Und da moderne Fahrzeuge gegen aussen eine hohe Schallisolation haben, nehmen Autofahrer die Sirenen weniger wahr.

Die Retter müssen unverletzt und lebendig am Einsatzort ankommen.

Zitat Denn ein verunfallter Retter rettet niemanden mehr.