Leserbeitrag
Reise der Feuerwehr Obergösgen

Roman Bärfuss
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10 Bilder
Gruppenfoto Die Gruppe nach getaner Arbeit (Schienenvelo).

An einem sonnigen Samstag im September trafen sich 20 aktive und ehemalige Feuerwehrleute der Feuerwehr Obergösgen zu ihrer diesjährigen Reise. Das Ziel der Reise war die Region um die Stadt Bern. Die Reiseleitung plante einen interessanten Ausflug. Auch die Kondition der Teilnehmer wurde geprüft.

Nach einem kurzen Kaffeehalt in der Autobahnraststätte Grauholz traf die Gruppe pünktlich um 9.00 Uhr in Bern ein. Durch zwei Angehörige der Berufsfeuerwehr Bern wurden wir begrüsst. In einer kurzen Einleitung mit einem Film und einer Präsentation wurde uns die Geschichte und der Alltag der Feuerwehr Bern gezeigt.

Die Anstellung eines städtischen Zeugwarts am 1.5.1908 gilt als die Geburtsstunde der Berufsfeuerwehr Bern. Adj Uof Ernst Schneider wohnte nicht nur in der Dachwohnung des Brandwachtlokals an der Nägeligasse, er steuerte das Elektromobil der damaligen Brandwache und war für dessen Unterhalt und das weitere Feuerwehrmaterial verantwortlich. Seit dieser Zeit haben sich die Geräte, Fahrzeuge und die Kleidung geändert. Bei einer Führung durch das neue Gebäude, welches seit Dezember 2014 in Betrieb ist, konnten wir die Gerätschaften und die Fahrzeuge bestaunen. Während einst die Brandbekämpfung über 90% der Hilfeleistungen ausmachte, ist die Situation heute gerade umgekehrt. Um der vielfältigen Palette übriger Einsätze gerecht zu werden, bildet die Berufsfeuerwehr Bern ein Kompetenzzentrum mit über 100 Mitarbeitenden, davon 80 Feuerwehrleute im 24-Stunden-Schichtbetrieb, zahllosen Spezialfahrzeugen und –geräten und einer umfassenden Infrastruktur. Brände, Rettungen, ABC-Wehr, Brandschutz- und Sicherheitsdienst, Elementarereignisse und diverse Dienstleistungen machen ca. die Hälfte der jährlichen ~2‘400 Einsätze aus. Die andere Hälfte setzt sich aus Einsätzen im Zusammenhang mit Insekten und automatischen Brandalarmen ohne Brand zusammen.

Nach der interessanten Führung wurde bereits das Nachmittagsprogramm in Angriff genommen. Nach einem Apero in Laupen, wechselten wir unser Fortbewegungsmittel. Die Gruppe nahm die Schienenvelos in Empfang. Beim Schienenvelo fahren sind Sport, Spiel und Spass dabei. Die Nostalgie-Expedition startet in Laupen, am Bahnweg 1 in der Nähe des Bahnhofes und führt über die stillgelegte Eisenbahnstrecke über 4,5 km bis zum Wendepunkt "Witteberg" in der Nähe des Bahnhofes Gümmenen. Die reine Fahrzeit für die Hin- und Rückfahrt ist max. 1 Stunde. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 12-15 km/h. Dort angekommen, durften wir endlich das wohlverdiente Mittagessen einnehmen. Diverse Salate und Grilladen warteten auf die hungrigen Feuerwehrleute. Nach dem Essen nahm die Gruppe die Retourfahrt nach Laupen unter die Schienen.

Nach einem Zwischenstopp in Murten, nahm die Gruppe die Heimfahrt in Angriff. 4 Teilnehmer wurden in Solothurn abgeladen. Die kleine Gruppe machte die HESO noch unsicher und kehrte erst in den frühen Morgenstunden zurück.

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