Leserbeitrag
Personalausflug ins Kraftwerk Grimsel 2

20 Gemeindeangestellte der Gemeinde Gansingen erlebten bei schlechtem Wetter einen spannenden Ausflug in die Grimselwelt.

Marcel Siegrist
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Am Freitag, 7. Mai 2010, war es wieder so weit: 20 haupt- und nebenamtliche Angestellte der Gemeinde Gansingen gingen auf Reisen. Dieser Personalausflug findet alle vier Jahre, jeweils zu Beginn der neuen Amtsperiode, statt. Kurz vor dem Einsteigen in den Car wurden süsse Aufträge verteilt und so durften schon bald nach der Abfahrt in Richtung Haslital die ersten Mitreisenden Kaffee und Nussgipfel servieren. Die gut zweieinhalb Stunden Fahrt im modernen Reisecar waren - auch dank interessanten Informationen des Carchauffeurs zur durchfahrenen Gegend - bei angeregten Gesprächen schnell verflogen und so erreichte man schon bald das erste Ziel, nämlich das Hotel Hof und Post in Innertkirchen. Wirt Chris¬toph Steinacher, welcher aus Gansingen stammt, und seine Frau Monika servierten einen kleinen Apéro. Nun mussten neun Angestellte ihr dichterisches Können unter Beweis stellen und jedem Zurückgebliebenen eine Ansichtskarte schreiben.

Zum Apéro konnte Gemeindeammann Martin Steinacher auch Herrn Ueli Hug von Haslital Tourismus herzlich begrüssen. Haslital Tourismus wie auch das Hotel Hof und Post und weitere Unternehmungen aus der Region Haslital haben die Steuer-Frühzahl-Ak¬tion 2010 der Gemeinde Gansingen grosszügig unterstützt. Der Gemeindeammann nutzte die Gele¬genheit, sich für die Unterstützung der nicht alltäglichen Gansinger Steuer-Frühzahl-Aktion zu bedanken.

Nach dem feinen Mittagessen brach man bald auf, um mit dem Car und der Luftseilbahn durch die noch leicht verschneite Grimsel-Landschaft die Gerstenegg zu erreichen. Dort wartete eine Besichtigung des modernsten Kraftwerkes der KWO, nämlich Grimsel 2, auf die 20-köpfige Schar.

Mit einem KWO-Fahrzeug ging's durch den drei Kilometer langen Stollen zum Kraftwerk Grimsel 2, wo man in die unterirdische Welt eintauchte. In zwei Gruppen wurden die Gansinger Gemeindeangestellten durch das modernste Kraftwerk der KWO geführt. Der Rundgang führte durch eine sehr fortschrittliche Halle mit vier grossen Turbinen und deren Schaltzent¬ralen sowie Büroräumlichkeiten weiter in die Schieberkammer und andere Nebenräume und -gänge, wo unter anderem auch der 200 m lange Notausgangsstollen mit Treppenstufen, soweit das Auge reicht, begutachtet werden konnte. Un¬glaublich, dass in drei Kilometern Tiefe eine solche Anlage gebaut werden konnte. Der Höhe¬punkt der Führung war die Kris¬tallkluft, welche während des Stollenbaus entdeckt wurde und rund 1.5 km im Innern des Grimselmassivs liegt. Es ist die einzige Kluft der Alpen, die in dieser natürlichen Form zugänglich ist.

Nach diesem spannenden Nachmittag führte der Car wieder zurück nach Gansingen, wo man im Restaurant Landhus den Abend beim traditionellen Rehpfefferessen - für einmal etwas später im Jahr - ausklingen liess. Wie jedes Jahr wurde das Reh von der Jagdgesellschaft gespendet. Gemeindeammann Martin Steinacher dankte allen Gemeindeangestellten für die geleistete Arbeit und wünschte ein gutes Gelingen und gute Zusammenarbeit für die neuen Amtsperiode. (msc)

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