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Wanderung in der Moorlandschaft Glaubenberg

Madeleine von Arx
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Bild: Madeleine von Arx

Bild: Madeleine von Arx

(chm)

Ungewohnt früh versammelte sich die Wandergruppe der Pro Senectute Olten zu ihrer heutigen Wanderung. Schon die Fahrt nach Entlebuch und vor allem danach mit dem Postauto über den Glaubenbergpass nach Langis bot spektakuläre Ausblicke in die wunderschöne Landschaft der Biosphäre Entlebuch. Die Moorlandschaft Glaubenberg erstreckt sich von der Pilatuskette bis zum Glaubenbüelenpass und ist die grösste dieser Art in der Schweiz. Nach dem Startkaffee begrüsste die Wanderleiterin Annekäthi Hänsli die muntere Gruppe und gab weitere Informationen zum heutigen Tag bekannt. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Schon wenige Meter nach dem Restaurant tauchte man in die wunderschöne Moorlandschaft des Schlierentals ein und nach 15 Minuten kam das Bergrestaurant Schwendi-Kaltbad in Sicht. Der idyllische Ort hat eine bewegte Vergangenheit: Vor 50 Jahren brannte das Kurhaus vollständig nieder und beendete die Ära des Kur- und Hotelbetriebes. Die Wanderung führte weiter dem Schlierebächli entlang durch nach Torf und Harz riechende Bergföhrenwälder, über sumpfige Weiden und an dunkel schimmernden Tümpeln vorbei. Den moorigen Boden bekamen wir schon bald zu spüren, gab's doch die ersten nassen Füsse. Daran war sicher auch der extrem nasse Sommer schuld. Beim Unteren Schlierental begann dann ein kurzer, aber recht steiler Aufstieg bis zur Alp Rorersmatt. Zwischendurch lag aber ein kurzer Halt zum Naschen von Heidelbeeren durchaus drin. Weiter ging's auf einem breiten Weg und trockenen Fusses bis zum Mittagshalt an einem mit moosbedeckten Steinen idyllisch gelegenen Picknickplatz. Danach begann der Rückweg und führte erst mal abwärts bis zum Loch, dem tiefsten Punkt der Wanderung, um danach wieder stetig gleichmässig zu steigen und nun mehrheitlich an der Sonne. Aber auch das schafften wir, denn unterwegs gab's auch wunderschöne Blumen zu bewundern. Und ein Blick rundherum auf die einzigartige Landschaft lag allemal drin. Ein Teil der Gruppe folgte nun wieder dem Bächlein entlang, die anderen nahmen den breiteren Weg direkt zurück nach Langis. Auch die Rückfahrt nach Sarnen im kleinen Bus war nochmals spektakulär, mit Aussicht auf den Sarnersee und der Vorfreude auf den Schlusstrunk bei Kaffee und feinen Torten. Via Luzern folgte dann die Rückfahrt nach Olten. Das frühe Aufstehen hatte sich gelohnt, denn alle genossen diesen fantastischen Tag in einer einzigartigen Landschaft. (mva)

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