leserbeitrag
Waldgang zum Pionierprojekt in der Witi

Lucilia Mendes von Däniken
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Bild: Lucilia Mendes von Däniken

Bild: Lucilia Mendes von Däniken

(chm)

Alle vier Jahre organisiert die Kulturkommission der Bürgergemeinde Bellach einen Waldgang für die Bevölkerung. Diesmal ging es nicht durch den Wald, sondern durch die eher schattenfreie Witi. Dies aus einem speziellen Grund: «Auch die Stadtallmend ist Bellacher Wald», erklärte der Vizepräsident Stefan von Däniken bei der Begrüssung den rund 80 Interessierten. Und er ergänzte: «Dort ist ein Projekt im Gange, das gross ist, so richtig gross.» Gespannt machte man sich auf den Weg zu diesem Waldstück südlich der Bahnlinie. Jonas Lüthy vom Amt für Raumplanung erklärte, was da entstehen soll: «Die Idee ist eine lokale Wiederherstellung der ursprünglichen, vielfältigen Witi-Landschaft mit ihrer typischen Flora und Fauna. Um dies zu erreichen, sind Tümpel, eine Altholzinsel sowie ein Eichenwald geplant. All diese Massnahmen sollen die Artenvielfalt fördern. Was hier entsteht, ist ein Pionierprojekt.» Weiter ging es über Feldwege Richtung Aare. Heidi Ammann vom Infozentrum Witi informierte unterwegs über die Vogelwelt in dieser Region, und an der Aare erzählte sie Spannendes zum Baumeister Biber. Nordwärts ging es dann dem Bach entlang Richtung Bellacher Weiher, wo bei einem letzten Referat über den Schilfgürtel diskutiert wurde.

Einen gemütlichen Abschluss fand der Waldgang beim Weiherhof, wo man bei Speis und Trank das Zusammensein geniessen konnte. Zudem durften sich die Waldgang-Teilnehmenden an Holzböcken – unter der Anleitung des Revierförsters Thomas Studer und einer Lernenden – im «Wedelen»-Machen üben. Vor allem die Kinder hatten Spass an dieser Arbeit und so mancher stellte an diesem Abend mit Freude fest: «So viele Kinder hatte es noch nie an einem Waldgang!»