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Von Marly via die Abtei von Hauterive nach Posieux

Madeleine von Arx
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Bild: Madeleine von Arx

Bild: Madeleine von Arx

(chm)

An diesem heissen Augusttag konnte sich die Gruppe der Pro Senectute Olten auf eine schöne Flusswanderung im für die meisten eher unbekannten Freiburgerland freuen. Nach dem Startkaffee in Marly begrüsste der Wanderleiter Hansruedi Hofer die Wanderfreunde und gab Details zum heutigen Tag bekannt. Schon nach wenigen Schritten zweigte die Route vom Verkehrsstrom ab und führte durch Wohnquartiere zur Gérine hinunter. Ein breiter Kiesweg, vorbei am Kraftwerk, folgte dem Wasserlauf zuweilen ganz nah, dann wieder etwas weiter weg in idyllischen Auenwäldchen. Schöne Picknickplätze unterwegs luden zum Verweilen ein. Schliesslich mündete das Flüsschen (in diesem Jahr eher ein Fluss), in die wesentlich grössere und wasserreichere Sarine, für uns eine Gelegenheit zu einem Trinkhalt. Der Uferweg führte nun flussaufwärts, meist in schattigen Auenwäldern und auf wurzelreichen, aber gut begehbaren Wegen. Auf schmalen, nur mit Gittern belegten Stegen wird die Wasserlandschaft beim Elektrizitätswerk Hauterive überquert. Bald waren wir beim «hohen Ufer», den aus Sandstein bestehenden senkrechten Wänden angelangt, von welchen der Name «Hauterive» stammt. Für uns war aber nun der Mittagshalt angesagt. Bis zur Abteil waren es danach nur noch wenige Schritte. Die Zisterzienserabtei wurde im 12. Jahrhundert gegründet, 1848 aufgehoben und rund 90 Jahre später wieder von Mönchen besiedelt. Die Kirche ist ein Juwel romanischer Sakralarchitektur, der im 14. Jh. neuerrichtete Kreuzgang ist gotischen Stils. Heute leben hier ungefähr 20 Mönche nach dem Geist der Regel des heiligen Benedikt. Nördlich der Abtei zog sich nun der Wanderweg in einem weiten Bogen hangwärts hoch bis zur Abzweigung nach Posieux, dem Ziel unserer Wanderung. Den Schlusskaffee mit dem feinen Aprikosenkuchen genossen wir nach dem heissen letzten Stück umso mehr im kühlen Gartenrestaurant. Das Postauto brachte uns nach Fribourg und mit dem Zug folgte die Rückfahrt nach Olten. Diese wunderschöne Wanderung durch zauberhafte Auengebiete und in ständiger Begleitung von Flüssen war ein Genuss, unterbrochen von einem kulturellen Höhepunkt. (mva)

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