turnveteranenvereinigung Fricktal
Turnveteranen pflegten die Kameradschaft in Eiken

Roland Tschudi
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(chm) Nach einjährigem Unterbruch traf man sich wieder.

Zur 73. Fricktaler Herbsttagung der Turnveteranen liessen sich 122 Mitglieder und Gäste von den gastgebenden Turnerinnen und Turnern der Männer- und Frauenriege Eiken verwöhnen.

Roland Tschudi

Eiken. Die Fricktaler Turnveteranen treffen sich an ihrer traditionellen Herbstversammlung jeweils zuerst auf dem Friedhof des Gastgeberortes. Dort gedenkt man der verstorbenen Turnveteranen. Kaplan Stefano Woloitu, Roland Grasser und Präsident Roland Tschudi leiteten die Gedenkfeier würdig. Die musikalische Umrahmung machten Urs Bachofer und Yannik Wey auf ihren Alphörnern.

Im kulturellen Saal wurden in der Fortsetzung für die 122 anwesenden Turnveteranen und Gäste der Apéro und das Mittagessen serviert. In dieser Zeit bietet sich immer reichlich Gelegenheit zum sehr geschätzten Gedankenaustausch. Nach der musikalischen Einleitung durch die Musikgesellschaft Eiken unter der Direktion von Markus Würsch leitete Präsident Roland Tschudi zum geschäftlichen Teil über.

Den Gastgeberort in seiner Vielfältigkeit stellte Vizeammann Markus Zwahlen vor. Über die Turnstrukturen und etliche Spezialitäten in diesem Zusammenhang wusste Ivo Jegge, Präsident der Männerriege, Spannendes zu vermitteln.

Die Mitgliederzahlen sollen wieder steigen

Aktuell zählt die Vereinigung 612 Mitglieder oder 23 weniger als bei der letzten Erhebung. Hier soll der Hebel so angesetzt werden, dass der Abwärtstrend ins Gegenteil umschwenkt, durch vermehrte Gewinnung der Turnerinnen.. Roland Tschudi freute sich in seinem Jahresbericht auch darüber, dass jährlich viele Gratulationsbesuche bei Jubilaren stehen. Für ihn ist das eine «wunderbare Tradition». Die üblichen Veranstaltungen stehen auch im kommenden Jahr wieder im Jahresprogramm. Dazu zählen etwa das Jassen, die beiden Wanderungen, der Besuch der Veteranenlandsgemeinde, die nächste Herbsttagung und vor allem auch das regelmässige Turnen in Zuzgen und in Hornussen «Eifach cho», lautet hier das Motto.

Die Vereinigung steht finanziell auf gesunden Füssen. Dennoch werden die Jahresbeiträge auf neu zwanzig Franken angehoben. Von dieser Erhöhung soll auch das momentan entstehende Sportzentrum in Lenzburg profitieren.

Spannendes vom Sportminister

Für den Aargauer Sportminister Alex Hürzeler ist der Austausch in der Veteranenvereinigung das Richtige. Darum freut er sich auch immer wieder an den Treffen in diesen Kreisen. Die coronabedingten Einschränkungen seien für das Vereinsleben sehr einschneidend gewesen. Viele hätten darunter arg gelitten. Weil die Aktivitäten vieler Vereine für das soziale Leben äusserst wichtig sind, will der Kanton auf breiter Basis unterstützen. Für ihn ist die Impfquote noch deutlich zu tief, will man Massnahmen ganz zurücknehmen. «Es hilft nichts, zu jammern, freuen wir uns an dem, was möglich ist. Nicht schimpfen, sondern impfen», ist seine Devise. Gedanken verliert er auch zum Sportzentrum. Hier will der Kanton zwei Millionen beisteuern.

Ehrungen haben grossen Stellenwert

Grosse Bedeutung haben an der Veteranentagung jeweils die Ehrungen. 39 Veteranen, darunter zwei Frauen, durften für 80 und mehr Jahre eine Flasche Wein entgegennehmen. Der Fricker Ernst Leimgruber war ältester Versammlungsteilnehmer. Seit 1997 leitete der Helliker Kurt Schlienger in Zuzgen Turnstunden. Nun trat er zurück. Seit zwanzig Jahren ist Fritz Gutjahr in Hornussen Ortsgruppenleiter und Dieter Wunderlin leitet die Rheinfelder ebenso lang. Meinrad Schibli gehört dem Vorstand seit zehn Jahren an.

Die Präsidentin des Kreisturnverbandes Fricktal, Mirjam Maurer, überbringt nicht nur die Grüsse ihres Verbandes, sie macht auch ganz tüchtig Werbung für das Kantonalturnfest 2028 in Stein. Sie freut sich, dass die Durchführung der Turnfeste wieder Fahrt aufgenommen hat.

Den Ausklang der Versammlung machten Turnerinnen und Turner der Männer- und Frauenriege mit einer erfrischenden Bühnendarbietung mit ihrem Rollator. (mgt)

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