tV Nennigkofen-Lüsslingen
Solothurner Teams schwingen oben aus

Felix Wirth
Drucken
Bild: Felix Wirth

Bild: Felix Wirth

(chm)

Am Sonntag, 28. August, fand in Aarwangen die Schweizer Meisterschaft im Jugendkorbball statt. Unter den 48 teilnehmenden Teams in den Kategorien Knaben und Mädchen U14/U16 waren acht aus dem Kanton Solothurn angereist. Am Ende des Tages konnten sich mit Nunningen (U16) und Grindel (U14) zwei Mannschaften aus dem Schwarzbubenland den Schweizer-Meister-Titel sichern.

In der Kategorie Knaben U14 lieferte sich Grindel während der Gruppenphase ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Neukirch-Roggwil TG. Die Direktbegegnung endete mit einem Unentschieden. Nichtsdestotrotz kam Grindel als Gruppenerster in die Finalrunde, wo man trotz zeitweiliger Rückstände als Sieger hervorging. Das anschliessende Finalspiel gegen Menznau LU war lange Zeit ausgeglichen, bis das Solothurner Team wenige Minuten vor Schlusspfiff in Führung ging und diese nicht mehr abgab. Der hart erkämpfte Schweizer-Meister-Titel wurde von der angereisten Fankurve lautstark bejubelt.

Bei den Mädchen U16 musste Erschwil in der Gruppenphase ein Unentschieden und eine Niederlage einstecken. Als Gruppenzweiter konnte das Team trotzdem in die Finalrunde einziehen, wo es sich gegen die Mädchen aus Menznau durchsetzte. Im Final trafen die Solothurnerinnen auf ein starkes Team aus dem bernischen Urtenen. Das Spiel war hart umkämpft und dermassen ausgeglichen, sodass es erst in der Verlängerung und zu Ungunsten von Erschwil entschieden werden konnte.

In der Kategorie Knaben U16 starteten die Teams aus Nennigkofen-Lüsslingen und Nunningen souverän in den Tag. Während sich die Bucheggberger im letzten Spiel der Gruppenphase geschlagen geben mussten, konnte Nunningen alle Partien für sich entscheiden. Beide Teams gingen als Gruppenerster in die Finalrunde. Dort gewann Nunningen souverän mit 6:3 gegen Studen, einer starken Mannschaft aus dem Berner Seeland, und Nennigkofen-Lüsslingen schlug Altnau TG mit 4:0. Im anschliessenden Final konnte Nunningen an seine starke Leistung aus der vorangehenden kantonalen Meisterschaft anknüpfen und besiegte Nennigkofen-Lüsslingen deutlich mit 7:2. Die Begeisterung über den wohlverdienten Schweizer-Meister-Titel war beim Team aus dem Schwarzbubenland riesig. Gross war aber auch die Freude bei der Riege aus dem Bucheggberg: Nachdem man im letzten Jahr den dritten Rang in der Kategorie U14 belegen konnte, waren die Erwartungen, eine Medaille gegen die älteren U16-Teams gewinnen zu können, sehr gering.

Mit zwei Schweizer Meistern und zwei Vize-Schweizer-Meistern schneidet Solothurn überdurchschnittlich gut beim Medaillenspiegel ab. Die Gründe dafür sind vielseitig. Eine grosse Rolle spielen sicherlich sich die langjährige Korbballtradition im Kanton, die ausgeprägte Jugendförderung der Vereine und die vergleichsweise lange Kantonalmeisterschaft, die eine gute Vorbereitung für die Schweizer Meisterschaft erlaubt. Beeindruckend ist letztendlich auch der Zusammenhalt unter den Solothurner Vereinen. Trotz lokaler Rivalitäten und leidenschaftlicher Derbys, die beim Korbballsport gang und gäbe sind, unterstützen sich die Mannschaften beim nationalen Turnier gegenseitig und honorierten den Sieg der kantonseigenen Teams mit «Schwarzbuebe, Schwarzbuebe»-Rufen.

Übersicht über sämtliche Schlussklassierungen der Solothurner Teams:

Mädchen U14: 7. Erschwil, 8. Nunningen

Mädchen U16: 2. Erschwil

Knaben U14: 1. Grindel, 6. Meltingen, 7. Erschwil

Knaben U16: 1. Nunningen, 2. Nennigkofen-Lüsslingen

Bildlegende: Nunningen U16 (weiss) gegen Nennigkofen-Lüsslingen U16 (rot) im Finalspiel

Bildautor: Simon von Gunten