leserbeitrag
Männerturnverein Derendingen auf Reisen

Martin Reinhard
Drucken
Bild: Martin Reinhard
7 Bilder
Bild: Martin Reinhard
Bild: Martin Reinhard
Bild: Martin Reinhard
Bild: Martin Reinhard
Bild: Martin Reinhard
Bild: Martin Reinhard

Bild: Martin Reinhard

(chm)

Alle Jahre geht der Männerturnverein im August auf Reisen. Dieses Mal waren 33 Männer, Ehefrauen, Gönnerinnen und Gönner mit dabei. Heuer führte uns der viertägige Ausflug mit dem Car der Firma Gast in den Kanton Schaffhausen. Im Hotel Promenade am Altstadtrand von Schaffhausen wurden wir bestens bewirtet und verköstigt. Ein herrlicher, riesiger Hotelgarten am Hang gelegen bot jedem die Möglichkeit, die Flora auf den angelegten Wegen kennen zu lernen. Diverse Bänke luden zum Rasten und Verweilen ein. Da wir alle Tage schönes und warmes Wetter hatten, fand das Apéro sowie das Nachtessen und danach das Zusammensitzen im Garten statt.

Am ersten Reisetag fuhren wir, ohne die Schnellstrassen zu benutzen, via unteren Hauenstein durch die Kantone Aargau und Baselland mit herrlicher Aussicht auf den hügligen Jura nach Frick, wo wir den Kaffeeaufenthalt genossen. Als dann ging es weiter dem Rhein entlang zum Wasserschloss der Schweiz, wo die Aare sich mit dem Rhein vereint. Um die Mittagszeit kamen wir in Schaffhausen an. Am Rheinufer stiegen wir alle aus, um den Nachmittag in der wunderschönen Altstadt von Schaffhausen zu geniessen. In dieser Stadt muss keiner verhungern, überall gibt es Restaurants mit Aussensitzplätzen und so konnte jeder sein Gusto für die Mittagsverpflegung finden. Danach ging es los auf die Erkundigung der Altstadt. Diejenigen, die nicht zum Hotel laufen wollten, konnten den bereitstehenden Car benutzen.

Am zweiten Tag teilten wir uns in drei Gruppen je nach Wander- oder Erholungslust auf. Um die Mittagszeit trafen wir wie bei einer Sternwanderung am Ziel beim Brätliplatz Oberi Egg ein. Leider durften wir kein Feuer wegen der Trockenheit machen. Das Hotel hat uns dafür herrliche Sandwiches gemacht und für das Trinken war auch gesorgt. Der Car hatte sogar einen zusätzlichen Gartentisch mit zwei Bänken dabei. So genossen wir den Nachmittag und eine fröhliche Schar kehrte zurück ins Hotel.

Am dritten Tag fuhren wir mit dem Car nach Deutschland in das nahe der Schweiz gelegene Blumberg, um im Bahnhof Zollhaus die Nostalgie Eisenbahn, sie heisst Sauschwänzle-Bahn, zu bewundern und einzusteigen. Die Bahn wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch die deutsche Wehrmacht für militärische Nutzung im Krieg mit Frankreich erstellt. So fuhren wir auf dem noch erhaltenen Teil der Nostalgiebahn bis nach Weizen. Da die Gegend sehr hügelig ist und man 230 Höhenmeter hinab muss, genossen wir es, über viele Brücken und Kehrtunnels in langsamen Tempo hinunter zu fahren. Hier in Weizen erwartete uns unsere Carchauffeurin Christine.

Die Fahrt ging zurück in die Schweiz auf zum Hintern-Berghof. Wir wanderten auf schönen Wegen über den Hammel hinweg und sahen in das wunderschöne Klettgau hinunter zum Ziel der Siblingerhöhe. Dort erwartete uns der Rest der Gruppe und wir fuhren nach Hallau, um den feinen Wein, der im Klettgau wächst, kennen zu lernen. Bei der Weinkellerei Keller angekommen hiess es, umsteigen auf den Rebenbummler. Dieser Traktor mit zwei Anhängern im Schlepptau war beladen mit Käs und Brot und mit nicht alkoholischen Getränken. Halt fast vergessen! Natürlich auch mit den Weinen, die es zu degustieren galt.

Und schon geht die Fahrt los durch die einmaligen, wunderschönen Hügel von Hallau. Unser Fahrer Herr Keller berichte viel Neues über die Weine, die hier wachsen. Eines ist mir hängen geblieben, das ist die Wurzellänge der Reben, welche erstaunlicherweise ihr Wasser in 15 bis 20 Meter im Boden suchen. Aha, darum hat der Wein in diesem sehr trockenen Sommer kein Problem. Freuen wir uns auf einen sehr guten Weinjahrgang vom Klettgau.

Der vierte Tag. Kofferpacken, im Car verstauen und schon ging es los zum Rheinfall. Wir hatten als Gruppe ein eigenes Schiff gebucht. Einstieg beim Schlössli Wörth, und schon schifften wir Richtung Rheinfall. Zweimal rundum, beim Rheinfall ein bisschen nassgespritzt und natürlich viele Fotos gemacht, geht die Fahrt weiter Richtung Halbinsel Rheinau. Eine wunderschöne Flussfahrt durch die Kantone Schaffhausen und Zürich führte uns zum Wehr, wo eine spezielle Einrichtung dem Boot ermöglicht, die Barrikade zu überqueren. Doch halt! Wir mussten aussteigen, um zu Fuss auf die andere Flussseite zu gelangen. Wieder einsteigen und den Rest der Fahrt geniessen mit schöner Sicht auf die Halbinsel und die Klosterkirche Rheinau. Ein kurzer Spaziergang zum Mittagshalt zum Restaurant Buck, wo wir freudig empfangen wurden. Das Mittagessen genossen wir unter den Bäumen in der Gartenbeiz. Da wir die Ankunftszeit in Derendingen bereits bekanntgegeben hatten, mussten wir leider aufbrechen und das Geniessen des Tages in dem herrlichen Garten abbrechen.

Esthi und ich wurden reichlich für die Organisation und die schönen Tage im Schaffhauserland verdankt. Eine freudige, erholte Reisegruppe konnte ich in Derendingen verabschieden und freue mich schon heute, mit euch im Jahr 2023 wieder auf Reisen zu gehen.

Martin Reinhard