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Feierlaune im Solino – Geburtstagsfeier für Jubilare der Gemeinde Boswil

Richard Gähwiler
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(chm)

Nicht alle der Angeschriebenen konnten der Einladung Folge leisten, waren doch alles Jubilare im höheren Alter: 80, 90, 95 Jahre oder älter. Die einen waren bezüglich Mobilität eingeschränkt, andere durch die Zertifikatspflicht und wieder andere hatten etwas Bammel im Kreise der zahlreichen Leute. Es waren schliesslich 14 Jubilare, die auf Einladung der Einwohnergemeinde zu einem Mittagessen im Solino geladen waren. Öfters hörte man den Ausdruck «weisch no» in den Gesprächen, an denen auch Behördenvertreter teilnahmen. Nach den kulinarischen Köstlichkeiten, zum Dessert, waren auch Angehörige und Bekannte der Jubilare eingeladen. So füllte sich die Cafeteria zusehends, alle auch in Erwartung des Geburtstagsständchen der Musikgesellschaft Boswil. Deren Dirigent, Felix Müller, begrüsste auf humorvolle Art die Anwesenden und startete die musikalische Vorführung mit der sanften Melodie von Barbara Streisands «Woman in Love», gefolgt mit einer rhythmischen Steigerung zum Samba «Memories of Sao Paolo». Erwartungsgemäss dann der Geburtstagsmarsch, bevor sich Gemeindeammann Michi Weber zu Worte meldete – nicht nur, um den Musikanten eine Trink-Pause zu gönnen, wie er zu Beginn erwähnte. Er dankte allen Beteiligten und wünschte den Jubilaren weiterhin Gesundheit und Wohlergehen und schliesslich an alle Anwesenden gewandt: «Sie dürfen bestellen, was sie wollen, ich übernehme anschliessend die Rechnung.» Es wurde nicht überbordet, Besucher und Jubilare lauschten viel mehr den weiteren Musikeinlagen, immer mit etwas Witz kommentiert von Dirigent Müller: «Schöne Musik macht Freude», seine Worte zum lüpfigen Marsch «San Carlo», was von den Anwesenden mit Applaus bestätigt wurde. Diese Freude wurde auch von MGB-Präsident Hans Hildbrand bestätigt, und Benedict Stalder dankte im Namen aller Eingeladenen für diesen Anlass, der auf seine Anregung in ähnlicher Art bereits vor Jahrzehnten eingeführt wurde. Es folgten dann weitere Musikstücke – einmal rassig-beschwingt dann wieder ruhig und fein, bis zum spannend-geheimnisvollen Instrumentalstück von «The Pink Panther». Beim «The Wellerman», basierend auf einem alten Seemannslied, animierte Dirigent Müller die Zuhörer zum Klopfen des Taktes, was dann auch lautstark umgesetzt wurde. Mit der eingängigen Melodie von «Jubilissimo» sollte das Konzert dann seinen Abschluss finden, was von den Anwesenden nicht goutiert und mit ausgiebigem Applaus eine Zugabe gefordert wurde. Natürlich hatte Müller damit gerechnet und mit «Heidi» einen Abschluss-Knüller im Repertoire. In aufgeräumter Stimmung, mit abschliessenden Gesprächen und Diskussionen fand der Anlass sein Ende – ein Event, der auch im zukünftigen Jahresprogramm seine Berechtigung hat.

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