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Erfolgreiche Fortbildung der J+S-Experten Kindersport

Ulrich Dysli
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(chm)

Es ist üblich, dass sich die Jugend+Sport-Experten Kindersport aus den Kantonen Solothurn, Bern, Basel und Aargau alle zwei Jahre zu einem zweitägigen Fortbildungsmodul treffen. Unter den gegenwärtigen Umständen mit der Coronapandemie fand der Kurs virtuell statt. 34 Expertinnen und Experten – darunter sieben aus dem Kanton Solothurn – beteiligten sich am sechsstündigen Meeting. Geleitet wurde das Modul von Esther Oswald vom Institut für Sportwissenschaft der Uni Bern, Marco Lorenzetti (Projektleiter Kaderausbildung Abteilung Sport im Kanton Bern) und Pascal Bussmann (Chefexperte Kindersport und Beauftragter für Bewegung und Sport bei der Sportfachstelle Solothurn). Bussmann war für den technischen Support und die Gesamtorganisation mitverantwortlich. «Obwohl wir schon einige rein virtuelle Meetings durchführten, habe ich wegen der Anzahl Teilnehmenden und der grossen Datenmenge einigen Respekt gehabt», schilderte Bussmann. «Schliesslich verhielten sich aber alle sehr diszipliniert und es gab sehr wenige Pannen.»

Der Erfahrungsaustausch ist bedeutsam

Von grosser Bedeutung in einem Fortbildungsmodul der J+S-Experten ist der Erfahrungsaustausch. Trotz der Einschränkungen erhielten die Teilnehmenden laufend Gelegenheit, Fragen zu stellen oder persönliche Ergänzungen anzubringen. Der online stattfindende Kurs beinhaltete auch zwei verschiedene «Breakout Sessions». Das eine Gruppengespräch in bunter Zusammensetzung, das andere nach Kantonen gegliedert, wo Inhalte angeglichen und Organisationen der nächsten Kurse besprochen wurden. Damit die Praxis in diesem virtuellen Kurs doch nicht ganz verloren ging, erhielten die Teilnehmenden zwischendurch kurze Bewegungsaufgaben, welche sie zu Hause selbstständig durchführten.

Gute J+S-Aktivitäten fördern

Esther Oswald machte die J+S-Experten bekannt mit dem neuen Fortbildungsthema «Gute J+S-Aktivitäten fördern», das Motiv, das während zweier Jahre im Zentrum der verschiedenen Weiterbildungen stehen wird. Die promovierte Sportwissenschaftlerin zeigte den interessierten Teilnehmenden anhand praktischer und plausibler Beispiele auf, was die Leitenden im Rahmen ihrer J+S-Tätigkeiten zu einer positiven Entwicklung und Entfaltung von jungen Menschen beitragen können.

Dank grosser Kreativität beim Inhalt und in der Organisation gab es keinerlei qualitative Abstriche. In der Auswertung zollten die Expertinnen und Experten der gesamten Weiterbildung, sowohl was den Lern- als auch den Spasseffekt betrifft, gute Noten.

Die Experten haben nun die Aufgabe, in ihren Kantonen die J+S-Leiterinnen und -Leiter Kindersport mit den nun erworbenen Stoffinhalten vertraut zu machen und weiterzubilden. Es ist zu hoffen, dass die vorgesehenen Leiter- und Fortbildungskurse Kindersport bald auch physisch wieder durchgeführt werden können. «Auch wenn die Durchführungssicherheit überhaupt nicht gegeben ist, sind wir daran, Turnhallen, Theorieräume und Unterkünfte für die nächsten Kurse zu reservieren», sagt Pascal Bussmann und bleibt optimistisch.

Ulrich Dysli