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Bergwandergruppe Olten

Werner Studer
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Bild: Werner Studer

Bild: Werner Studer

(chm)

Bergwandergruppe Olten

Wanderung von Aeugst a. Albis zum Türlersee und weiter zum Seleger Moor

Nach einer langen Coronapause traf sich am 31. Mai 2021 beim Bahnhof Olten eine stattliche Anzahl Wanderlustige zur Wanderung an den Türlersee und ins Seleger Moor. Die Wiedersehensfreude war gross, konnten wir uns doch seit dem letzten September nicht mehr im grösseren Rahmen zu Wanderungen treffen.

Ausgerüstet mit Masken, die Meisten sind auch bereits geimpft, fuhren wir via Zürich-Altstätten und Affoltern nach Aeugst am Albis. Uns erwartete schönstes Wanderwetter. Nach einem leichten Anstieg durch Aeugst kamen wir bald in den Wald. Dort erwartete uns ein längerer Abstieg über eine Treppe hinunter an den Türlersee. Es war ein schöner Anblick, der friedliche See, das frische Grün der Wälder und Matten und der wolkenlose, stahlblaue Himmel.

Nach einer Stunde kehrten wir im Restaurant Erpel zum Start-Kaffee ein. Auf der grossen Gartenterrasse konnten wir uns für den nächsten Teil der Wanderung stärken. Natürlich wurde die Gelegenheit zum Plaudern rege genutzt.

Über angenehme Wanderwege, vorbei an frisch duftenden Feldern mit frisch gemähtem Gras, gelangten wir zum Seleger Moor. Dieses liegt eingebettet in eine leicht hügelige Landschaft mit umliegenden Wäldern. In südlicher Richtung sieht man in die noch bis weit hinunter verschneiten Voralpen.

Das Rifferswiler Hochmoor, wie es eigentlich heisst, entstand vor Tausenden Jahren aus dem Zusammentreffen von Reuss- und Lindtgletscher. Während dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde Torf zum Heizen gestochen. Für längere Zeit versank das Gebiet in einen Dornröschenschlaf. 1953 entdeckte Robert Seleger als Projekt- und Bauleiter einer grossen Blumenausstellung in Zürich besonders gewachsene Föhren. Beim Ausgraben stellte Seleger fest, dass der Boden die gleiche Beschaffenheit hat wie in den Rhododendren-Anbaugebieten in Holland und Norddeutschland.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die eingepflanzten Rhododendren überlebten das frostige Winter-Klima nicht, kaufte Robert Seleger in der ganzen Welt frostresistente Pflanzen ein. So entstand ein toller, sehenswerter Park. In vielen Farben leuchten die Blüten von Rhododendren und Azaleen und in Weihern und Teichen gedeihen Seerosen. Unzählige Frösche liessen ihre Hochzeitsrufe ertönen. Auf einem Seerosenblatt sonnte sich sogar eine Ringelnatter. Ob jeder Frosch den Sommer noch erlebt?

Nach rund 2 ½ Stunden machten wir uns dann auf den Heimweg. Vielen Dank an die Wanderleitung Helena und Werner Studer für den schönen und interessanten Wandertag. Wir freuen uns auf die kommenden Wanderungen.

Programm und Information: www.bergwandergruppe-olten.ch

Auskünfte unter 079 570 05 02 oder wernerstu@bluewin.ch

Walter Mägerli