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Auf den Spuren der Römer in Bözen

Thürlemann Thürlemann
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(chm)

In den drei Tagen vor Auffahrt lernten die Kinder der Primarschule Bözen-Elfingen die Kultur der Römer kennen. Sie bauten römische Häuser, schmiedeten Schmuck, kämpften wie Gladiatoren, kochten feine römische Gerichte und spielten römische Spiele. Die Kinder waren begeistert.

«Ich finde es spannend, zu erfahren, was die Römer vor 2000 Jahren bereits gewusst und welche Techniken sie bereits beherrscht haben», erzählt Lehrperson Selina Spälti, die zusammen mit der 1.- und 2.-Klasse-Lehrerin Tabea Monsch die Römertage an der Primarschule Bözen-Elfingen vorbereitet hat. «Die römische Kultur ist in unserer Gegend sehr präsent. Es kann fast kein Stein versetzt werden, ohne dass man auf römische Spuren stösst», berichtet Spälti weiter. Was Spälti aber besonders fasziniert, sind Rollenspiele und das Eintauchen in fremde Kulturen.

Genau dies wollten Spälti und Monsch den Kindern aus Bözen und Elfingen ermöglichen. «Das Thema gibt enorm viel her», betont Tabea Monsch. «Vieles ist aus archäologischen Forschungen bekannt, sodass wir das Thema anschaulich gestalten können.» Im Herbst 2020 wanderten die Kinder auf dem Römerweg auf den Bözberg. Sie sahen dort die Radspuren auf dem harten Steinweg, und damit die Spuren, die die Römer in unserer Gegend hinterlassen hatten.

Thementage mit Coronaschutzmassnahmen

Während der Thementage blieben die Kinder der gleichen Klassen zusammen. Es wurden keine stufengemischten Gruppen gebildet. Mit dieser Coronavorsichtsmassnahme konnte man die Durchmischung der Klassen klein halten.

Von Atelier zu Atelier

Die Kinder lernten nun die römische Arbeitswelt als Köche, Mosaikhersteller, Architekten, Gladiatoren und Kaufleute kennen. Gekleidet in römische Togas schmiedeten sie beispielsweise eine Bulla oder eine Naluna, das sind goldene Glücksbringer für Mädchen und Knaben. Sie konstruierten ein römisches Bad, kämpften als Gladiatoren und vieles mehr. Am Montagnachmittag machten sie mit Hilfe eines Handys einen römischen Wissensparcours durch Bözen und am Dienstag spielten sie römische Spiele. Das Schulhaus wurde römisch geschmückt. Den Kindern gefiel’s. Sie trugen voller Stolz ihre römischen Glücksbringer und ihren Schmuck. Ein Knabe meinte: «Nach dieser Reise in die Vergangenheit würde ich auch gerne in die Zukunft reisen. Ich würde gerne wissen, wie die Welt in der Zukunft aussieht, aber das kann man leider jetzt noch nicht herausfinden.»

Cornelia Thürleman