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48. Christbaumabräumen der Untersiggenthaler Turner in Würenlingen

Martin Giedemann
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Bild: Martin Giedemann

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(chm)

48. Christbaumabräumen der Untersiggenthaler Turner in Würenlingen

Untersiggenthal / ZVG / mg

Die Legende erzählt, dass einige Untersiggenthaler Turner sich mal zu später Stunde im Übermut über den reich geschmückten Christbaum im Restaurant Frohsinn zu Würenlingen hermachten. Dies war der Ursprung einer sympathischen Tradition in der Altjahrwoche und zeigt auch die freundschaftliche Verbundenheit der Nachbardörfer Würenlingen und Untersiggenthal.

Trotz der Einschränkungen durch COVID trafen sich am Donnerstagabend nach Weihnachten 16 Männerturner beim alten Schulhaus Untersiggenthal zum mittlerweile 48. Christbaumabräumen. Bei ungewohnt warmen Temperaturen, man brauchte kaum eine Jacke, wurde losmarschiert. Konsequent wie die Turner nun mal sind, wählt man den kürzesten Weg über den Siggenberg. Der «Haken» dabei: es ist eine dreistellige Zahl an Höhenmetern zu überwinden. Genug Zeit also, für allerlei interessante Gespräche unter seinesgleichen. Schliesslich kündigten immer mehr Lichter an, dass wir uns dem Dorf Würenlingen näherten. Die Wirtsleute Marcel und Marie-Therese Meier vom Restaurant Frohsinn bereiteten uns einen herzlichen Empfang. Bei einem feinen Znacht und fröhlichem Beisammensein ging die Zeit wie im Flug vorbei. Schliesslich der Top Act: das «Plündern» des reich mit Süssigkeiten geschmückten Christbaums. Ein «Job» der normalerweise Sache der «Neuen» im Turnverein ist. Da diesmal aus bekannten Gründen weniger Turner dabei waren, fiel diese Ehre den beiden verdienten Turnern Werni Fischer und Peter Kim zu. Kurz vor Mitternacht war es Zeit für den Aufbruch zum Heimweg über den Siggenberg zurück nach Untersiggenthal. Der Turnverein wäre nicht der Turnverein, wenn es nicht noch eine kleine Überraschung gäbe: Unser Präsi Beni Haller organisierte einen nächtlichen Zwischenhalt auf der Passhöhe bei der Rotchrüzhütte. Es gab für Jeden einen feinen Nussgipfel und einen kräftigen Kafi. Nach und nach wanderte die Turnerschar ins nächtliche Dorf hinab nach Hause. Martin Giedeman

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