Leserbeitrag
Mehr Platz für Glögglifrosch & Co.

Zeiningen Gemeinde
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Die diversen Weiher im Gemeindegebiet waren trotz jährlicher Pflegemassnahmen durch das Forstamt und den Natur- und Vogelschutzverein stark zugewachsen und die Wasserflächen dadurch stark verkleinert, was den Lebensraum für die Amphibien einschränkte.

Die Naturschutzkommission in Zeiningen ist unter anderem zuständig für die Organisation von Pflege und Unterhalt von Naturschutzobjekten. Für jedes im Naturschutzinventar eingetragene Objekt werden dazu Massnahmen für einen nachhaltigen Schutz und eine fachgerechte Pflege festgelegt.

Im vergangenen Oktober wurden ein ausserordentlicher Pflegeeingriff für die Weiher Haselrusch (Unter Sunneberg), Bättlerchuchi (2 Tümpel), Tschudiweiher und Ellbogenweiher (beide Bärmegge) durch Mitarbeiter des Vereins Naturwerk durchgeführt (Der Verein Naturwerk übernimmt gemeinnützige Aufgaben im Bereich Umwelt-, Natur- und Artenschutz, die von öffentlichem Interesse sind. Dabei werden ebenfalls soziale Verantwortungen gegenüber den Mitmenschen wahrgenommen.) Ausgerüstet mit hohen Fischerstiefeln galt es ins Wasser zu steigen, um das dichte Wurzelgeflecht und den Schlamm von Hand aus den Weihern zu entfernen. Maschinen kamen für diese Arbeit nicht in Frage, da die Weiher mit den üblichen Teichfolien abgedichtet sind und diese beschädigt werden könnten. Das entfernte Material wurde nahe dem Wasser für ein paar Tage zwischengelagert, um allfälligen Kleinlebewesen wie z. B. Libellenlarven, eine Rückkehr in die Tümpel zu ermöglichen.

Finanziert wurden diese Massnahmen aus dem Naturschutz-Budget der Gemeinde Zeiningen und Beiträgen des Kantons Aargau.

Das Projekt konnte erfolgreich abgeschlossen werden und somit steht den diversen Bewohnern wie z. B dem Glögglifrosch (Geburtshelferkröte) wieder mehr Platz in ihrem Lebensraum zur Verfügung.

Naturschutzkommission Zeiningen