Leserbeitrag
Männerturner Unterentfelden in Kroatien

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag

Bilder zum Leserbeitrag

Die Velotruppe des Männerturnvereins Unterentfelden hat für die Veloferien einen besonderen Leckerbissen ausgesucht. „Insel hüpfen“ hiess das Motto. Auf dem Flug nach Zagreb liess uns das geschlossene Wolkenmeer nichts gutes erahnen. In Zagreb wurde der Umstieg vom Flugzeug in den Flughafenbus von einem Platzregen begleitet. Am nächsten Morgen war Kofferschleppen durch Rijeka angesagt. Beim Schiff angekommen, begrüsste uns die Schiffscrew überschwenglich. Einige von uns hatten bereits vor drei Jahren auf dem gleichen Motorsegler „Kasimir“ eine Reise gebucht. Dies hatte einen enormen Vorteil, wir bekamen die besten Kajüten auf dem Oberdeck.

Nach dem Begrüssungsbier hiess es Leine los und wir fuhren zum Ort Malinska auf der Insel Krk. Hier wurden die Fahrräder durch die beiden Reisebegleiter abgeladen und bald hiess es Aufsitzen zur Trainingsfahrt bei schönstem Wetter nach Krk. Am Sonntagmorgen fuhr das Schiff zur Insel Rab. Wie fast bei jeder Insel gab es auch hier ein paar steile Aufstiege zu bewältigen. Einige traten so fest in die Pedalen, dass die Kette riss. .Am späten Nachmittag wurde die schöne Altstadt Rab mit seinen vier Glockentürmen besichtigt. Die andertags befahrene Insel Pag bestach durch ihre Gegensätze mal karg wie eine Mondlandschaft, mal saftige grüne Wiesen.

Dienstag Ruhetag, kein Veloausflug. Dafür stand ein Bus vor dem Schiff, der uns nach Obrovac brachte. Hier fassten Einige Neoprenanzüge und Kanus. Anschliessend paddelten sie durch den Zrmanja-Canyon mit seiner einmaligen Landschaft. Zwischendurch wurden einige Mutproben gemeistert, es waren Wasserfälle bis zu vier Meter Höhe zu befahren. Die Anderen, welche der Kanufahrt gemischte Gefühle entgegenbrachten, wanderten zum letzten Wasserfall, um das Schauspiel zu geniessen. In Zadar stimmen wir uns bei Meermusik und Sonnenuntergang für den Abend ein. In einem romantischen Restaurant liessen wir den Abend ausklingen. Am Mittwochmorgen fuhr der Motorsegler Kasimir eine längere Strecke. Gerade recht um auf Deck die Sonne zu geniessen. Im Hafen vom Mali Losinj nahmen wir die Velos in Empfang und raddelten durch die Pinienwälder in den malerischen Hafenort Veli Losinj.

Am Donnerstag stand die längste Tour auf dem Programm. Nach einer landschaftlich schönen Fahrt, am Hang entlang hoch über dem Meer erreichten wir Osor. Nach einem langen steilen Aufstieg erreichten wir die Hochebene. Für Sonja, Marcel und Walter war das kein Problem. Mit ihrem Miniflyer bewältigten sie die steilsten Anstieg ohne grosse Kraftanstrengung. Oben angekommen machte ein Restaurant Werbung für Spanferkel. Der ideale Ort für das Mittagessen. Im Schattenplatz im Gartenrestaurant liessen wir uns das Mittagessen schmecken. Der letzte Tag verbrachten wir auf der Insel Cres. Auf der Heimfahrt nach Rijeka ankert der Kasimir in einer Bucht, diejenigen die sich abkühlen wollten, konnten nun im klaren Wasser schwimmen. Nach der Ankunft in Rijeka besuchten wir die Altstadt. Dabei stellten wir fest, dass gegenüber von unserem Motorsegler am Abend ein Rockkonzert stattfand. An ein Schlafen vor Mitternacht war nicht zu denken. So mussten wir schweren Herzens das Nachtleben von Rijeka über uns ergehen lassen.

Am Samstagmorgen in der Frühe hiess es Koffer packen. Wir konnten unsere Koffer im Lager der Heilsarmee einstellen, um nachher ungehindert durch die Rijeka zu bummeln. Peter hatte die glorreiche Idee, die Burg zu besuchen um die Aussicht über die Stadt und Hafen zu geniessen zu können. 562 Treppenstufen mussten wir hochgehen und natürlich wieder hinunter. Die kurze Nacht und die tropische Hitze setzten uns zu. Bald standen die Busse am Hafen bereit zur Fahrt zum Flughafen Zagreb. Durch das schöne Wetter und die gute Organisation war die Veloferienwoche auch diesmal wieder ein Hit. Mit einem schönen Flug nach Zürich beendeten wir die Woche. WA

Aktuelle Nachrichten