Leserbeitrag
Männerriege besuchte die Grimselstromwelt

Fabienne Schmid
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21 Männerturner reisten am vergangenen Wochenende, bei unsicheren Wetteraussichten, mit der Bahn bis Meiringen und dem Postauto ins Grimselgebiet. Ein erster Höhepunkt bildete die Besichtiung des Innern der Staumauer des Räterichbodensees. Über die Dimensionen und Höhe der Mauern, Hohlräume und Gänge konnte nur gestaunt werden. Mit dem Kleinbus ging es anschliessend 2,7 km in einen Stollen hinein zur Besichtigung der gewaltigen Kraftwerksanlagen. Die Führerin machte viele interessante Angaben im Besucherpavillon und Bergesinnern, über die Werke, den Betrieb und Ausbauprojekte. Die Anlagen der Kraftwerke Oberhasli AG bilden eines der komplexesten Wasserkraftsysteme der Alpen. In zahlreichen Bauetappen entstanden seit der Gründung im Jahre 1925 neun Kraftwerke, acht Speicherseen, 150 km Stollen, Hunderte von Kilometern Rohrleitungen sowie Strassen und Seilbahnen. Jährlich produziert die KWO Strom aus erneuerbarer Wasserkraft für mehr als 1,2 Mio. Menschen. Im Bergesinnern, unweit der faszinierenden Technik befindet sich eine Kristallkluft, die die Besucher erneut zum Staunen brachte. Entdeckt wurde diese 1974 bei Ausbruchsarbeiten für einen Zugangsstollen - Naturwunder und Kraftwort tief im Grimselgranit. Nach einem Fussmarsch über die Staumauerkrone, nun bei sonnigem Wetter, holte das Postauto die Besucher ab und führte sie zur Passhöhe. Im Hotel Alpenrösli standen das Nachtessen, ein gemütlicher Abend und die Übernachtung auf dem Programm. Am Sonntagmorgen musste wegen dichtem Nebel und Nieselregen auf den Spaziergang um den Totensee verzichtet werden. Wieder brachte das Postauto die Ausflügler zu einem weiteren Ausgangpunkt, diesmal für die Bergwanderung zum Gelmersee. Während der gut einstündigen Aufstieges verzog sich der Nebel und abwechslungsweise zeigten sich die Sonne und Wolken, leider immer wieder mit Regenschauern vermischt. Nach einem Aufenthalt stand das abenteuerlichste Ereignis des Tages mit der Fahrt der Gelmerbahn bevor. Mit bis zu 106 Prozent Steigung ist sie die steilste Standseilbahn Europas. Nervenkitzel war bei der Abfahrt garantiert. Ursprünglich als Werkbahn erstellt wurde sie 2001 saniert und für den öffentlichen Verkehr ausgerüstet. Unten bei der Talstation Handeck sorgte die Handeckfallbrücke, welche Aare und Strasse überspannt, mit der Überquerung für einen weiteren Höhepunkt. Diese wurde 2006 erbaut und hat eine Länge und Höhe von je 70 Metern. Nach einem Aufenthalt im nahe gelegenen Hotel reisten die Männerturner per Postauto und Bahn zurück. Vereinsvizepräsident Werner Lanz hatte die Reise nicht nur perfekt organisiert, sondern auch für viele Nachhaltige Eindrücke gesorgt.

Alois Herzog, Gretzenbach

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