Leserbeitrag
Live Performance «pro tägi-Song» im Tägi Wettingen

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag
3 Bilder
DSC_0019.jpg
DSC_0046.jpg

Bilder zum Leserbeitrag

Ohne das Tägi-Projekt keine Eisbahn mehr! Falls die Erneuerung der Kunsteisbahn nicht jetzt anhand genommen werden kann, geht Ende Saison 2013/14 die letzte Eisbahn-Saison in Wettingen zu Ende. Gemäss Auflagen der Umweltschutzgesetzgebung müsste die Eisbahn dannzumal geschlossen werden. Hauptbetroffene wären Eishockey und Eiskunstlauf, unsere Schülerinnen und Schüler sowie unsere Bürgerinnen und Bürger, welche die Eisbahn regelmässig benutzen. Für die in den Eissport-Vereinen engagierten und für den Schulsport ist die Kunsteisbahn unabdingbare Voraussetzung zur Bewältigung ihres Hobbys. Die Eissport-Vereine sind sich den Ernst der Lage bewusst und kämpfen für ihren Sport. Mit Aktionen wie heute und folgend am 25. August 2012 im Tägi Wettingen machen die Mighty Beavers auf sich aufmerksam, unter anderem mit einem eigens für diese Veranstaltungen komponierten Song „Es Dach för's Tägi“, mit selbst-bedruckten Schirmen sowie mit Wasserbällen. Am 1. September 2012 engagieren sich die in "pro tägi" beteiligten Sportvereine und Parteien zudem mit einem grossen pro tägi-Fest auf dem Zentrumsplatz für dieses für Wettingen so wichtige Projekt.

Die Mighty Beavers, EHC Wettingen-Baden, wie auch der Eislaufclub Wettingen stehen klar hinter dem Projekt und freuen sich auf eine neue Anlage. Die heutige Situation, dass die Eisfelder nicht überdacht sind, bringen Probleme mit sich, insbesondere bei Schnee und Regen. Etliche Trainings- und Matchabsagen pro Saison sind die Folge. Wegen starker Sonneneinstrahlung sind viele Spiele und Trainings in den Monaten Oktober und März nicht durchführbar. Die Konsistenz und Härte des Eises ist ein entscheidender Grundfaktor, dass das Eis benutzt und bespielt werden kann. Eine Überdachung hätte mitunter auch den Vorteil, dass diese Konsistenz besser kontrolliert werden kann und damit die Verletzungsgefahr erheblich reduziert. Das Eis ist der Lebensnerv der Eissport-Vereine. Ohne Eis kein Eishockey und kein Eiskunstlauf. Hinzu kommt, dass die Infrastruktur der sanitären Anlagen und Garderoben bei den heutigen Mannschaftsgrössen im Eishockey nicht mehr zeitgemäss sind und eine geordnete Spielvorbereitung oft nur schwer möglich ist. Die Eissport-Vereine unterstützen das vorliegende Tägi-Projekt. Auch wenn die vorgesehene Mehrfachnutzung den Eisbetrieb tangieren kann, überwiegen die zahlreichen Vorteile der neu konzipierten Anlage allfällige Einschränkungen des Eislaufsports. Auch der Bevölkerung soll mit der neuen Anlage ein allzeitliches Eislaufen während der Wintersaison ermöglicht werden. Die Eis-Nachfrage durch Kinder und Familien ist ungebrochen hoch.

Der Vorwurf, das Wettinger Stimmvolk habe sich bislang nie zum Tägi-Projekt äussern können, geht fehl. 2007 hatte der Einwohnerrat einen ersten Grundstein gelegt, indem er sich nach Unterbreitung verschiedener Varianten nicht lediglich für die Sanierung und Überdachung der Eisanlage entschieden, sondern sich klar hinter eine Eishalle gestellt hatte. Gegen diesen damaligen Entscheid hätte das Referendum ergriffen werden können, wäre das Volk damit nicht einverstanden gewesen. Bis heute erwuchsen jedoch sämtliche Entscheide des Einwohnerrates zum Tägi in Rechtskraft.

Den Eissport-Vereinen geht es um den Erhalt und den Ausbau ihrer Sportanlagen. Dies ist ein berechtigtes Anliegen. Aber es geht auch darum, die Aspekte des Umweltschutzes und der optimalen Betriebsabläufe in den Vordergrund zu rücken. Diese sind mit diesem Projekt gewährleistet. Es geht nicht bloss darum, die unzulässige Eisaufbereitung zu ersetzen, sondern die ganze Anlage bezüglich Umweltschutz und Betriebsabläufe zu optimieren. Dies sind Investitionen, die sich auf die Länge sicherlich ausbezahlen.

CHF 83.7 Mio. sind ein happiger Betrag. Wäre ein Trennung von Renovation und Sanierung (CHF 36 Mio.) einerseits und Erweiterungsanlagen (CHF 47 Mio.) anderseits möglich und sinnvoll, z.B. durch eine zeitliche Staffelung beim Entscheid und bei der Realisierung? Nein: die Synergien würden zum Teil verhindert, zum Teil beeinträchtigt. Es käme zu zwangsläufigen Fehlinvestitionen und die vorgesehenen Optimierungen würden beeinträchtigt, was sich finanziell negativ auswirken würde: Millionen von Franken würden in den Sand gesetzt! Darum: JA für das vorliegende gesamthafte Projekt.

Pro Tägi Wettingen

Aktuelle Nachrichten