Leserbeitrag
Kein Tag ist wie der andere

Marcel Siegrist
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Ivo Lanter ist seit gut 2 Jahren Hauswart und Aushilfssakristan der katholischen Kirchgemeinde Frick/Gipf-Oberfrick

„Es ist nicht aussergewöhnlich, dass ich an einem Tag bis zu 10 verschiedenen Tätigkeiten aus verschiedenen Berufen verrichten muss“, schmunzelt der gelernte Zimmermann. Da kommt ihm seine langjährige Berufserfahrung als Hauswart, Monteur für Leichtbau in einem Gipsergeschäft und Baumaterialverkäufer natürlich zugute. Ebenso absolvierte er eine 2jährige Umschulung in der Schreinerschule in Solothurn. Ursprünglich kam er als Praktikant nach Frick und ist dann gleich dageblieben.

„Wichtig ist für mich“, so betont Ivo Lanter, „nebst all den Arbeiten, auch den Kontakt mit den Menschen aus der Gemeinde, den Vereinen und Gruppierungen zu bewahren. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich noch etwas länger an meinem Arbeitsort bleibe und den Heimweg nach Obermumpf erst nach Erledigung aller Aufgaben in Angriff nehme. Doch ich tue dies gerne, da das dankbare und positive Feedback und die Rückmeldung sowohl von der Gemeinde wie auch vom Arbeitgeber dies bei weitem wett machen.

Es ist gerade diese Flexibilität, die den engagierten Hauswart auszeichnet und die für diese Tätigkeit unabdingbar ist. Denn obwohl der englische Ausdruck für Hauswart, „facility manager“ anfangs etwas befremdend wirken möge, so hat er durchaus seine Berechtigung. Denn lang ist die Liste all jener Aufgaben, die von ihm unter einen Hut gebracht, beziehungsweise gemanagt werden.

Nebst Reinigungen aller Art, Abfallentsorgung, bei Kirchenanlässen das Besorgen und Bereitstellen von Getränken, Reparaturen im Bereich Strom bis Sanitär, technischen Kontrollen (Belüftung, Heizung, Beleuchtung etc.) gibt es auch noch Büroarbeit zu verrichten, um eine optimale Strukturierung und Organisation der einzelnen Arbeitsabläufe sicherzustellen. Doch gerade diese Vielseitigkeit fasziniert den knapp über Fünfzigjährigen und es gehört zu seinen Stärken, auch in brenzligen Situationen stets einen kühlen Kopf zu bewahren und nach einer Lösung zu suchen.

So ist es Ivo Lanter und der Gemeinde zu wünschen, dass er noch manches Jahr mit seinem Herzblut und Engagement in Frick tätig sein möge.

Patricia Streib

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