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Jurawanderung des Touristenclubs Geissfluh Obersiggenthal

Gerd Pfirter
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IMG_3484.JPG wohlverdiente Mittagsrast
IMG_3462.JPG interessanter Felshöcker

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Wir fuhren am 6. September 2014 mit der Bahn über Olten nach Liestal, wo wir mit dem etwas nostalgischen "Waldenburgerli" (Schmalspurbahn) nach Waldenburg gelangten. Nach erfolgter Kaffeestärkung im Bahnhofkiosk begann unter blauem Himmel und angenehmer Temperatur unsere Wanderung über den Rehhag auf den Bölchen. Der Weg führte im Zick-Zack steil hinauf zur Ruine Waldenburg, deren kurze Geschichte unser Tourenleiter erklärte und uns anschliessend auf den Turm der Ruine führte. Ein schöner Ausblick auf das tief unter uns liegende Tal, die Hauenstein-Passtrasse und auf die in etwas dunstigen Konturen der gefalteten Jurahöhen entschädigte uns dafür, dass wir uns eine schmale finstere Treppe hochquälen mussten. Der Wanderweg führte anschliessend über längere Zeit stetig steil aufwärts über die Gerstelflue, den Rehhag und die Lauchflue, an Felsbändern vorbei und über felsige, mit Wurzeln bestückte Höcker. Der ganze Aufstieg erfolgte im schattigen Wald, was verhinderte, dass wir schweissgebadet auf der 1037 m hohen Geissflue ankamen, wo wir auf einer im ersten Weltkrieg erbauten befestigten Beobachtungsstation unseren Picknick an der Sonne auspackten. Vom Gipfel hatten wir eine tolle Sicht tief hinunter auf das friedlich eingebettete Eptingen und die umliegenden Tafeln und Hügel des nordöstlichen Baselbieter-Juras. Die Neugier lockte uns natürlich auch in den Unterstand, wo wir uns das damalige Sodatenleben nicht so komfortabel vorstellten. Weiter ging es an vielen Verteidigungsbauten aus jener Zeit (eine Art "Mini-Machinotlinie") im Auf und Ab durch den Wald und über friedliche Juraweiden zum Klichzimmersattel. Diese Verbindung zwischen Langenbruck und Eptingen kann auch mit dem Auto befahren werden. Auf der Bölchenflue kredenzte "unser Geri" einen selbtgemachten Cassis-Schnaps, um dann gestärkt die letzten 75 Minuten auf der 1915 erstellten Militärstrasse nach Ifenthal hinunter zu gelangen. Und schon fand die 4 1/2 stündige, herrliche Wanderung in guter Kameradschaft und mit einem Durstlöscher im Rest. Pintli ihr Ende. Mit dem Postauto und der Bahn gelangten wir zufrieden nach Baden zurück.

Gerd Pfirter, Tourenleiter

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