Leserbeitrag
Jugendchor Surbtal - Vielseitiges Singweekend trotz Absage Projekt „Music Bubbles“

Sabine Siebenhaar
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Bilder zum Leserbeitrag

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Petra Mayr
Gemeinsames Arbeiten

Gemeinsames Arbeiten

Esther Marley

Zuerst müssen wir Ihnen an dieser Stelle leider mitteilen, dass wir unser Projekt „Music Bubbles“ welches im Januar 2016 aufgeführt werden sollte im Moment auf Eis legen müssen. Dies aufgrund des krankheitsbedingten Ausfalls von Gabriela Martinez, der Leiterin des Zweiten Chors. Wir alle sind zuversichtlich, Ihnen das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren zu können. Für Ihre weitere Unterstützung des Jugendchors Surbtal danken wir Ihnen ganz herzlich.

Trotz dieser Umstände fand vom 4.-6. September 2015 das geplante Singweekend in Vordemwald statt. Bereits beim Eintreffen der Mitglieder und Begleitpersonen am Freitag spürte man die freudige Spannung und das grosse Interesse auf das Bevorstehende. Mit Privatautos und einem Anhänger voll Gepäck, Lebensmitteln, Materialien um an den Requisiten zu arbeiten und Nähmaschinen ging die diesmal etwas kürzere Anreise pünklich um 18.15 Uhr los. In Vordemwald wurden die gegen 70 Kinder, Jugendlichen und HelferInnen bereits vom eingespielten Küchenteam mit einem feinen Zobig erwartet. Nach den ersten Informationen über den Ablauf des Wochenendes und Instruktionen zum Haus konnten die Zimmer bezogen werden. Schon jetzt wurde sicht- und spürbar, wie sich der Zweite Chor der Jugendlichen um die jüngeren Kinder, vom Ersten Chor kümmerte. Danach wurde im Wissen um das bevorstehende Samstagsprogramm auch schon die Nachtruhe eingeläutet.

Schon um 7.00 Uhr wurden die Teilnehmer am nächsten Morgen sanft geweckt. Nach einem reichhaltigen Frühstück übte der Erste Chor die Lieder aus seinem Repertoir und feilte an der Atmungstechnik und Stimmbildung. Währenddessen wurde der Zweite Chor in Gruppen eingeteilt. Diese stellten Perlenketten her, besprayten T-Shirts und Stöcke und malten kleine Bilder für eine Collage. Zudem wurde an den Sängerinnen Mass genommen für die Herstellung von eleganten Kleidern. Danach wurde gewechselt. Jetzt übte der Zweite Chor seine Lieder und der Erste malte an den Bildern für die Collage. Nach einem gesunden Znüni wurden die Sänger/Innen dann in sechs altersdurchmischte Gruppen aufgeteilt. Ihre Aufgabe war es, einen Song so einzuüben und vorzubereiten, dass sie diesen am Abend allen Anwesenden präsentieren konnten. Dazu bekamen sie von der Dirigentin Martina Koch, welche an diesem Wochenende die musikalische Hauptleitung inne hatte, wertvolle Tipps und Anregungen. In ihrer Aufgabe wurde sie von ihrem Lebenspartner und Musiker Jan Krähenbühl unterstützt. Währenddessen wurde von den begleitenden Eltern und dem Vorstand meterweise Stoff zugeschnitten und im Akkord die Kostüme genäht. Für die nötige Stärkung über Mittag und zum Zvieri sorgte wiederum das bewährte Küchenteam, welches uns, wie die letzten Male, wieder sehr verwöhnte.

Natürlich durfte bei so viel geistiger Arbeit auch ein Ausgleich nicht fehlen.So ging es am Nachmittag auf einen Spaziergang durch den Wald, welcher mit lustigen Gemeinschaftsspielen aufgelockert wurde. Danach gab es für alle „freie Zeit“ bis zum Nachtessen, diese nutzten die Grossen für Hausaufgaben und die jüngeren Chormitgliedern für Spiele im Freien. Zum Znacht kam dann der überdimensionale Grill zum Einsatz. Von einem mitgereisten Vater wurden die feinen Würste hervorragend gegrillt, was bei dieser Anzahl keine leichte Aufgabe war. Ein Nudelsalat und gesunde, leckere Beilagen rundeten ein köstliches Abendessen ab. Natürlich durfte wie üblich, auch ein herrliches Dessert nicht fehlen. Um 19.30 folgten dann die Darbietungen der am Nachmittag erarbeiteten Songs. Dies war für alle eine grosse Herausforderung. Die Sänger/Innen sind an dieser Aufgabe jedoch alle gewachsen und haben einen tollen Auftritt abgeliefert. Jede/Jeder kann stolz auf das Geleistete sein!

Am Sonntagmorgen war deutlich zu erkennen, dass der Eine oder Andere wohl gerne etwas länger geschlafen hätte. Aber trotzdem wurde nach dem Frühstück von beiden Chören fleissig weiter an ihrem Repertoir gefeilt und weitere Requisiten hergestellt. Zudem durften die angefertigten Kleider mit Perlenkette oder Federboa probiert werden. So manches Ah, Oh und Lob an die SchneiderInnen und Näherinnen kam dabei über die Lippen der Sängerinnen. Nach dem Mittagessen begann dann das Packen und Aufräumen. Fast bis zur letzten Minute wurde daneben an den Kostümen weiter genäht. Jeder packte mit an, so dass am Schluss noch Zeit blieb zum gemeinsamen Singen. Das Gruppenfoto und das Zvieri, draussen bildete den Abschluss des Weekends. Sichtlich müde aber glücklich stiegen die Chormitglieder danach für die Heimreise in die Autos. Alle waren sich einig, dass sie wieder einmal ein so tolles, lehrreiches und zusammenschweissendes Wochenende gemeinsam verbringen wollen. Zum Schluss danken wir den SängerInnen für Ihren tollen Einsatz und allen freiwilligen HelferInnen die uns in irgendeiner Weise so tatkräftig unterstützt und dieses Wochenende für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Wir hoffen ganz fest, Ihnen schon bald das Ergebnis des Projektes „Music Bubbles“ präsentieren zu können.

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