Leserbeitrag
Ja zur Waldinitiative am 25. November 2019

urs jost
Drucken
Teilen

Bald stimmen wir im Kanton Aargau ab zur Waldinitiative. Statt 4 wie bisher, sollen 16 Millionen jährlich für Leistungen die zugunsten vom Wald erbracht werden in Form von Leistungsaufträgen des Kantons vergütet werden. Die Aufwendungen für Hege und Pflege stiegen in den letzten Jahren merklich, im 2018 mit der langen Trockenzeit werden keine Ausnahme machen. Die Erträge aus dem Holzhandel haben sich in den letzten 28 Jahren halbiert. Sie erholen sicht nicht. So geht die Waldrechnung nirgends auf. Dieses Jahr müssen viele Fichten herhalten, da der Borkenkäfer wütet wie noch selten (zu lange zu warm). Das drückt noch mehr auf die Erträge. Auch künftig ist nicht damit zu rechnen, dass das Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag sich erholen wird. Den Wald zu vernachlässigen liegt schon gar nicht drin. Der Grosse Rat beschloss dass Aufsichts-, Vollzugs- und Kontrollaufgaben mit max. 2,5 Millionen abgegolten sein sollen. Somit soll alles ins Lot kommen. Diese Meinung vertreten die Förster nicht, die ausgezeichnete Arbeit leisten, davon konnte ich mich im unteren Fricktal eingehend überzeugen. Persönlich schätze ich ihre Arbeit sehr, die Zusammenarbeit ist überzeugend. Stimmen Sie bitte JA, der Wald hat es nötig. Damit übernimmt auch unsere Generation die Verantwortung war, für die unsere Vorfahren schon eingestanden sind. Vereinzelt hörte ich Stimmen von Giesskannenprinzip, vergolden, Geld von der Bildung wegnehmen. Sicher nicht, das liegt ja sowieso nicht drin. Der Kanton kennt das Prinzip der Leistungsaufträge auch in der Gesundheitspolitik, also dürfen wir das Vertrauen haben, dass er die entsprechende Verantwortung für den Wald übernimmt. Da gibt es wohl keine Zweifel.

Urs Jost, Rheinfelden

Aktuelle Nachrichten