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„Hoffnung“ nach Indien schicken

Silvana Gut
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Frau sein, ist gefährlich in vielen Länder der Welt. Indien gehört zu diesen Ländern. Die schlechte medizinische Versorgung, Gewalt und Armut machten Indien zu einem schlechten Vorbild in der Welt. Nach dem Gesetz sind Frau und Mann auch in Indien völlig gleichgestellt. Durch spezielle Gesetze wie Abschaffung des Mitgiftzwangs (1961), bezahlten Mutterschaftsurlaub, Abschaffung der Kinderehen und Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches (1971) wurde versucht, die Situation zu verbessern. Diese Gesetze umzusetzen, ist jedoch nur durch einen Bewusstseinswandel in der Öffentlichkeit und durch ein entschlossenes Eintreten der Frauenbewegung möglich.

Am 23. März drückte die katholische Pfarrei in Sarmenstorf ihre Solidarität zu diesen Frauen durch eine gemeinsame Mahlzeit aus. Die Kirchenpflege hat entschieden, mit dem Ertrag des Suppentages 2014 ein Heim in Indien zu unterstützen. Dabei ist der Betrag von Fr. 2094.30 gesammelt worden. Der Erlös wird für die medizinische Versorgung im „Haus der Hoffnung“ verwendet, einem Armenheim in Chakkupallem, Kerala, Indien. Das Heim ermöglicht 20 Frauen ein schönes und würdiges Leben, das sie bisher so nie gehabt hatten. Die Frauen leiden an psychischen Problemen oder sind hochbetagt und entsprechend schwach. Das „Haus der Hoffnung“ wurde am 5. März 2005 von den Schwestern von der Imitation Christi (S.I.C) eröffnet. Es will armen, einsamen, behinderten oder kranken Frauen Gottesliebe und Geborgenheit schenken. Zurzeit kümmern sich vier Schwestern um die 20 Frauen aus verschiedenen Religionen und Konfessionen.

Der Suppentag wird von einem Komitee koordiniert, die Arbeiten sind jedoch auf viele verschiedene Gruppen und Vereine aufgeteilt. Alle haben ihre ganz spezifischen Aufgaben und der Suppentag gehört seit Jahren als feste Eintragung in den Kalender. Nur Dank den vielen Helfern und Kuchenstifterinnen ist es möglich, dass ein so grosser Betrag weitergeleitet werden kann. Es ist ein kleiner Tropfen auf dem heissen Stein, doch es ist ein bisschen Hoffnung.

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