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Gemeinde fördert die Verbrauchsreduktion bei Häusern und den Bau von Solarst

Marcel Siegrist
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An der Veranstaltung vom 13. September „Jetzt – energetisch modernisieren und Solarenergie nutzen!“ informierten sich Liegenschaftsbesitzer aus der Gemeinde Windisch darüber, wie sie den Energiekonsum ihrer Häuser senken und mit welchen Förderbeiträgen und Steuerersparnissen sie rechnen können. Der anschliessende Energietag am 14. September zeigte der Bevölkerung auf, wie einfach die Nutzung der Erneuerbaren Energien auf Dächern und im täglichen Leben z.B. mit solarbetriebenen Fahrzeugen ist.

Als Einstimmung in den Energietag wurde ein weltbekannter Stargast in Windisch empfangen. Louis Palmer reiste mit seinem Solartaxi an und hielt ein enthusiastisches Referat über Solarenergie. Er berichtete über seine Reise um die Welt mit dem Solartaxi und über weitere Projekte. Auch er bekräftigte das Engagement der Gemeinde im Rahmen der kommunalen Solarförderung für Photovoltaik-Anlagen. Die Energietage am 13. und 14. September 2013 wurden von der Gemeinde und Energiestadt Windisch gemeinsam mit dem Verein Energie Zukunft Schweiz organisiert. Rund 10 Fachpartner stellten an der Tischmesse im Foyer zudem ihre Dämmstoffe, modernen Wärmeschutz-Fenster und Solaranlagen vor und demonstrierten den Besuchern ihre erfolgreichen Lösungen und Produkte. Als weiterer Höhepunkt gab das Elektrizitätswerk (EW) Windisch, Ueli Bettler, seinen neuen Fördertarif bekannt: Ab dem 1. Januar 2014 erhalten die Betreiber von Solarstromanlagen pro Kilowattstunde, die ins Netz des EW Windisch eingespeist wird, 30 Rappen. Gemäss Heinz Wipfli kann die Energiestadt Windisch damit die Rahmenbedingungen zur Förderung von Solarenergie in der eigenen Gemeinde schaffen.

In kurzweiligen Vorträgen zeigten Experten auf, an welchen Stellen die Wärme das Haus ungenutzt verlässt und wie man sie durch kleine Massnahmen drinnen behält. „Die Dämmung der Heizungsrohre oder der Kellerdecke kann den Energieverbrauch um bereits zehn Prozent senken“ berichtete Markus Amrein von Energie Zukunft Schweiz. Durch energetische Modernisierungen lässt sich in der Regel die Hälfte des Energiebedarfs einsparen. Bund und Kantone unterstützen Baumassnahmen durch zahlreiche Förderungen und Steuererleichterungen, was von Dr. W. Leuthard, Leiter Abteilung Energie im Kanton AG im Rahmen seines Referates über die eidgenössische und kantonale Energiepolitik dargelegt werden konnte. „Bevor man loslegt, muss man jedoch genau wissen, wo die Schwachstellen sind. Hierzu bietet die energieberatungAARGAU, eine Dienstleistung des Kantons Aargau, neutrale Energieberatungen für alle Gebäudebesitzer an. Dabei wird das Gebäude auf Herz und Nieren untersucht. Auf Wunsch werden ein Gebäudeenergieausweis der Kantone „GEAK® Plus“ erstellt und Modernisierungsvorschläge unterbreitet,“ sagte Daniel Twerenbold von energieberatungAARGAU.

Da in der Schweiz ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs zu Lasten des Wohnens geht und die meisten Häuser noch unzureichend gedämmt sind, ist das Sparpotential immens. Angesichts der Klimaerwärmung ist eine Reduktion unumgänglich, da durch das Wohnen grosse Mengen an CO2 emittiert werden. Doch auch aus finanziellen Überlegungen machen energetische Sanierungen Sinn. 2003 musste eine Familie für eine Füllung ihres Heizöltanks mit 3000 Litern Volumen rund 1400 Franken bezahlen. In diesem Jahr waren für die gleiche Menge bereits rund 3000 Franken fällig und in Zukunft rechnen Experten mit noch weitaus höheren Kosten. Energetische Massnahmen helfen somit nicht nur die nationalen CO2-Reduktionsziele zu erreichen, sondern machen Eigenheimbesitzer, Mieter und die Schweiz unabhängiger von Energieimporten. Verknüpft mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage gefördert durch die Gemeinde Windisch trägt jeder einzelne zu den geplanten Massnahmen der Energiestadt Windisch und somit zur Zielerreichung der Energiewende 2050 in der Schweiz bei.Die Energietage in Windisch wurden mit viel Freude und Spass durch kostenlose Führungen durch das Kleinwasserkraftwerk in Windisch abgerundet. Die Fachvorträge können auf der Homepage der Gemeinde Windisch eingesehen werden - www.windisch.ch.

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