Leserbeitrag
Frühlingskonzert des Männerchors

Marcel Siegrist
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Nein, nicht die Einladung zu Kaffee und Kuchen oder der „Gratiseintritt mit Kollekte“ waren ausschlaggebend, für das erfolgreiche Frühlingskonzert des Männerchors Hunzenschwil-Schafisheim. Nachfolgend ein Versuch aufzuzeigen wo der Erfolg zu suchen ist.

Es stimmte einfach Alles – der Zeitpunkt, das Wagnis Chorgesang und Orgelklänge miteinander zu verbinden, die Auswahl der Lied- und Musikstücke, die Solisten und Akteure, viele intensive Probestunden, das Engagement jedes einzelnen Chormitgliedes, die unzähligen Einladungen, welche in die Briefkästen verteilt und in persönlich adressierten Umschlägen verschickt worden sind. Und da waren die Konzertbesucher, welche viele positive Feedbacks zum Konzert gaben!

Also durften die zahlreichen Zuhörer - die Kirche Hunzenschwil war bis auf den letzten Platz besetzt - ein unterhaltsames und spannendes Konzert in vier Themen gegliedert geniessen.

Erster Teil: „Volkstümliche Musik“: Die zwei Toggenburger Hausorgeltänze sowie die traditionellen Appenzeller Tänze , vorgetragen von Christian Gautschi an der Orgel, erfüllten den Kirchenraum und brachten die Zuhörer „in Stimmung“. Dazwischen, sozusagen als Kontrast zur Orgel, der Männerchor mit „Dorma bain“, notabene romanisch gesungen, mit dem Baritonsolo „Buna not dorma bain“ aus den eigenen Reihen vorgetragen, sowie dem lüpfigen „Vo Luzärn uf Wäggis zue“ mit nicht allzu einfachen Übergängen, rundeten den ersten Teil ab.

Zweiter Teil: „Filmmusik“: Dass an der Orgel „Miss Marple Theme“, „Jurassic Park“ oder „Moon River“ gespielt werden können, bewies Christian Gautschi. Feinfühlig, präzise und hervorragend interpretiert, nahm er die Zuhörer mit auf eine „Filmreise“. Dazwischen bewies der Männerchor seine Vielseitigkeit mit „The Rose/Die Rose“ aus dem gleichnamigen Film, ruhig und ausdrucksstark vorgetragen.

Dritter Teil: „Schlager“: Der Mix aus Orgel und Chor gelang hier besonders gut. Der Chor wagte sich mit „Rot sind die Rosen“ an die Volksmusikgrössen wie das Alpentrio Tirol oder Semino Rossi heran und intonierte das Stück sauber und überzeugend. Mireille Mathieu‘s „Akropolis adieu“ auf der Orgel gespielt, war ebenso ein Genuss für die Zuhörer. Der Höhepunkt im Schlagerteil war das „Ave Maria der Berge“. Die Männerstimmen liessen die Glocken klingen und das Sopransolo, gesungen von der Dirigentin M.Th. Hermann, erfreute die Zuhörer so, dass sie mit langandauerndem Applaus dankten.

Vierter Teil: „Musik aus Oper und Operette“: Nochmals konnten Chor und Organist alle musikalischen Register ziehen! Was gibt es schöneres, als den Gefangenenchor aus Nabucco, vorgetragen von einem Männerchor? Vom Pianissimo im ersten Teil steigerte sich der Chor zum Fortissimo bei „Arpa d’ôr dei fatidici vati“ um anschliessend ins Pianissimo zu gehen, dazu das hervorragende und ausdrucksstarke Vorspiel und die Chorbegleitung des Pianisten – einfach ein musikalischer Hochgenuss! Nochmals kam die Orgel zum Einsatz und Ch. Gautschi zeigte mit dem Stück „Trau – Schau – Wem“ von Johann Strauss Sohn einmal mehr, dass Walzerklänge an der Orgel sehr stimmungsvoll und operettenhaft möglich sind. Den Abschluss des vierten Konzertteiles und zugleich des Frühlingskonzertes bildete der Jägerchor aus dem Freischütz. Dieses lebhafte Stück intonierte der Chor kräftig und ausdrucksstark, untermalt von der Orgel als Begleitung.

Damit solche Konzerte, die offenbar ein breites Publikum ansprechen, eine Fortsetzung haben, braucht der Chor neue Sänger. Der Männerchor probt jeden Mittwochabend von 20:00 bis 21:45 Uhr in der Aula des Schulhauses Hunzenschwil. Kommen Sie vorbei oder kontaktieren Sie unseren Präsidenten, Helmut Dorer, 062 891 65 23.

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