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Freiämter Extrembiker sicherten sich Podestplätze in Ligurien

Marcel Siegrist
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Ligurien Sämi Burkart und Markus Meier
Ligurien Sämi Burkart

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Mehr als 140 Mountainbike- Ausdauerspezialisten aus der ganzen Welt hatten sich am dritten Maiwochenende zum Bike- Finale im italienischen Finale Ligure eingefunden, um die erste Weltmeisterschaft im 24- Stunden- Solorennen unter der Organisation der WEMBO (World Endurance Mountain Bike Organisation) auszutragen. Die Freiämter Sportler, Sämi Burkart aus Villmergen und Markus Meier aus Fischbach- Göslikon, ergatterten sich dabei Podestplätze.

Der 18 km lange Kurs in den Bergen, hoch über der Ligurischen Küste, bot nicht nur ein atemberaubendes Naturerlebnis und ein traumhaftes Panorama, er stach vor allem deutlich aus dem Feld der üblichen Endurance- Strecken hervor. Schliesslich führte er fast ausnahmslos über anspruchsvolle Singletrails, die von den Fahrern, neben beinahe übermenschlicher Ausdauer, auch echte Mountainbike- Skills abverlangte. Erholungspassagen auf Forstwegen, wie sie bei anderen 24- Stunden- Rennen gängig sind oder gar geteerte Straßenabschnitte, kannte der Kurs mit seinen über 550 Steigungsmetern pro Runde nicht. Jede Konzentrations- oder Leistungsschwäche auf dieser technisch anspruchsvollen Strecke barg die Gefahr des Stürzens und damit des vorzeitigen Ausscheidens.

Doch gerade diese Herausforderung faszinierte die beiden Freiämter. Vom Start an, um 13 Uhr, fuhr Meier die etwas schnelleren Rundenzeiten alsBurkart. Gegen Mitternacht hatte er dann einen Vorsprung von einer halben Runde auf seinen Kollegen. Auch für die Betreuungspersonen, Doris Meier und Reto Koller, war dieses Rennen ein Vollzeit- Job. Denn ca. alle vierzig Minuten musste einer der beiden Sportler umsorgt und deren Bike gewartet werden. Den Magen und den Appetit im Gleichgewicht zu halten, ist eines der schwierigsten Herausforderungen für die Fahrer an einem solchen Marathon. Fehlt dem Biker die Energie, dann ist für ihn das Rennen aus. Leichtes Unwohlsein verspürten beide in den frühen Morgenstunden. Meier konnte ohne Schlaf durchfahren,Burkartdöste zehn Minuten. Doch mit dem Sonnenaufgang kam auch ihre Energie und das Wohlbefinden zurück.

In den letzten drei Stunden regnete es und die Strecke wurde zu einer gefährlichen Schlittelbahn. Doch Meier undBurkartbehielten beste Laune und fuhren das Rennen ohne grosse Zwischenfälle zu Ende. Gross war auch die Freude über ihre Platzierung, denn hinter dem Sieger ihrer Kategorie, Neil Dall aus Neuseeland, platzierten sichMarkus Meieran zweiter und SämiBurkartan dritter Stelle.

Beide absolvierten in 16 Runden 280 Kilometer und nahmen dabei 9000 Höhenmeter unter ihre Räder. Doch die Strapazen waren schnell vergessen. In Erinnerung bleibt ihnen ein traumhaftes Rennen, die schönsten Singeltrails, der nächtliche Blütenduft und viele schöne Augenblicke

Renninfos unter http://finaleligure2012.com/live-from-finale/

(bst)

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