Leserbeitrag
Film: Von der Qual der Studienwahl

Georg Modestin
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Die Bezirksschule Windisch dient als Szenerie für einen Kurzfilm, in dem Fragen, mit denen Jugendliche konfrontiert sind, auf doppelbödige Weise dramatisiert werden.

Der rote Teppich ist eingerollt, der Lichthof dient wieder seiner gewohnten Bestimmung, der Premierenzauber hat sich verflüchtigt. Was bleibt, ist der rund halbstündige Spielfilm „Choices“ über die Qualen der Studienwahl, mit der sich viele Jugendliche herumschlagen. Treibende Kraft hinter dem Filmprojekt ist Michèle Bachmann alias Michèle Dee, Sprachlehrerin und Schultheaterleiterin an der Bezirksschule Windisch, welche die Ideen ihrer Schauspielerinnen kanalisiert hat. Letztere, eine Gruppe von sechs ehemaligen Theaterschülerinnen an der Bezirksschule, die ihrer Leidenschaft nach dem Schulaustritt treu geblieben sind, werfen grundlegende Fragen auf, die sich den Jugendlichen akut stellen und von denen selbst der eine oder andere Erwachsene nicht unberührt sein dürfte: Was soll bei der Wahl meines Weges den Ausschlag geben? Die „innere Bestimmung“? Glamour? Geld? Das Ergebnis der Arbeit lässt sich sehen, und zwar in der launigen Form einer „klassischen“ Tragödie in fünf Akten, in der zwei Spielebenen geschickt miteinander verschränkt werden: Auf einer Ebene quält sich die Protagonistin immer heftiger mit ihrer Berufswahl herum, auf einer zweiten Ebene agiert nach griechischer Manier ein Chor, der das Geschehen kommentiert und sich gleichzeitig über die Schauspielerei an sich und das Genre der Tragödie auslässt. Die Schauplätze der Ereignisse sind das Amphitheater und die Bezirksschule von Windisch, wobei die Bez. für die Dauer des Filmes zu einem Gymnasium mutiert.

Der Link zum Film:

www.youtube.com/watch?v=7adFYQYX6HI

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