Leserbeitrag
Ein Bond für alle Fälle - Krippenspiel in Würenlos

Achim Lück
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Spätestens seit seiner CD "Zimetstärn han i gern" gehören die Lieder und Theaterstücke von Andrew Bond in die Vorweihnachtszeit, wie selbstgebackene Kekse. So führte auch ein Gruppe Kinder und Jugendlicher, unter der Leitung von Andrea Tramm, das Stück "de Himmel chunnt uf d Erde" in der gut gefüllten, reformierten Kirche in Würenlos auf.

Der kleine Engel Zetnael verpasst auf Grund seines fehlenden Heiligenscheins den Abflug des Engelchors zur Krippe, schafft es aber dennoch, nach etwas mehr als 20 Minuten, zusammen mit einem alten Esel, einem Knecht und dem lahmen Hirtenmädchen Zippora im Stall beim Jesuskind anzukommen.

Die von Heidi Frischknecht geschaffenen Kostüme waren wie immer eine Augenweide, wie auch das schlichte und überzeugende Bühnenbild von Heinz Frischknecht. Die Spielenden beeindruckten durch die Darbietung der einzelnen Lieder, die sie ohne professionelle Dirigentin und teilweise mit dem Rücken zur Pianistin Elena Dietrich, die ausgesprochen feinfühlig begleitete, ganz gut meisterten. Schön war auch, dass die Gemeinde mit dem Lied "oh du fröhliche" ins Spiel miteinbezogen wurde.

Ein Wermutstropfen war die ganz neu eingebaute Tonanlage, welche die Stimmen der Spielenden hätte verstärken sollen. Obwohl sich der Tonmeister alle Mühe gab, wurde der Text in den hinteren Reihen leider nicht einwandfrei verstanden, was eindeutig an der Technik lag und zusätzlich dadurch verstärkt wurde, dass ab und zu einzelne Darstellenden mit dem Rücken zum Publikum spielten.

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