Leserbeitrag
Delegiertenversammlung der Ökumenischen Paarberatung der Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen

Neues Co-Präsidium an der Delegiertenversammlung der Ökumenischen Paarberatung der Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden am 25. April 2018 in Rheinfelden

An der letztjährigen Delegiertenversammlung kündigten Kurt Adler und Elisabeth Keller an, dass sie an der heutigen DV, am 25. April in Rheinfelden, ihr Co-Präsidium abgeben werden. Und so führte Kurt Adler ein letztes Mal auf gewohnt kompetente und amüsante Weise durch den Abend. An ihn und Elisabeth Keller ging ein grosses Dankeschön von der frisch gewählten Co-Präsidentin Claudia Rohrer, die zusammen mit Roger Leuenberger das Co-Präsidium weiterführen wird. Beide arbeiten schon länger im Vorstand mit. Für die frei gewordenen Plätze fanden sich mit Monika Lauper, katholische Seelsorgerin aus Rheinfelden und Luzia Senn, tätig in der Gemeindekanzlei Mettauertal, zwei kompetente Frauen. Neben den Wahlen und den Berichten aus Vorstand und Fachstellen wurden die einwandfrei geführte Rechnung 2017 und das Budget 2018 genehmigt. Nach den Geschäften gab die Paartherapeutin Margrit Schmidlin einen interessanten Einblick in ihre Arbeit. Sie nahm die anwesenden Delegierten mit auf den Weg eines Paares, natürlich auf anonymisierte Weise. Alle staunten, wie eine Beziehung, deren Zustand nach einer ersten Einschätzung nicht sehr hoffnungsvoll aussah, mithilfe der Paartherapeutin wieder auf einen guten Weg kommen konnte. Methoden, Ideen für einen guten Umgang und Krisenbewältigung, ein langer und mühevoller Weg wurde lebendig. Am Ende zeigte sich, dass dieses Paar gelernt hatte, mit seinen Problemen so umzugehen, dass wieder ein Miteinander möglich ist. „Ein solches Ergebnis ist der schönste Lohn meiner Arbeit!“, sagte Schmidlin, und fuhr fort: „Nicht immer verlaufen unsere Beratungen in diesem Sinne erfolgreich. Aber Erfolg kann auch bedeuten, wenn ein Paar mit unserer Hilfe wenigstens eine respektvolle Trennung durchführt und nicht noch grössere Verletzungen enstehen, als eine Trennung ohnehin schon bedeutet.“ Zum Schluss wurde den Kirchgemeinden herzlich gedankt, die gemeinsam die Ökumenische Paarberatung finanzieren. Das macht es möglich, auch finanzschwachen Paaren wie dem Beispielpaar kompetente Beratung anbieten zu können. Dieses Paar hätte sich sonst niemals diesen Weg leisten können – und wäre vermutlich heute getrennt.

Aktuelle Nachrichten