Leserbeitrag
Bergretter Bruno Jelk referierte in Laufenburg

Alois Kiser
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Viel interessiertes Publikum Voll besetzte Katholische Kirche in Laufenburg
Bruno Jelk als Helfer in der Not im Nepalesischen Hochland nach dem verheerenden Erdbeben
Retter in der Not in Nepal uneigennützige und spontane Hilfe direkt vor Ort

Von den Alpen bis zum Himalaja

Der bekannte Bergretter Bruno Jelk zog die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer in Laufenburg im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ in seinen Bann!

Viele kennen ihn von Fernsehsendungen und als den bekanntesten Bergretter in den Alpen. Wenige aber wussten, dass der bald 73 Jährige überall auf der Bergwelt angefordert wird, wo es Hilfe braucht!

30 Jahre lang war Bruno Jelk Rettungschef in Zermatt und in dieser Funktion Tag und Nacht für in Not geratene Menschen da. Hunderten hat er während dieser Zeit das Leben gerettet, musste leider aber auch viele Tote bergen.

Auch andernorts auf dieser Welt, überall wo es Berge gibt, steht Bruno Jelk als Spezialist mit Rat und Tat zur Seite. So auch bei einem unfassbaren Lawinenunglück im Pakistanischen Karakorum, wo im April 2012 hundertfünfunddreissig Menschen unter den Schneemassen begraben wurden und Jelk vom DEZA zur Koordination und Leitung vor Ort aufgeboten wurde.

Seit der verheerenden Erdbebenkatastrophe in Nepal im Frühjahr 2015, weilt Jelk auch immer wieder für einige Zeit im Nepalesischen Hochland und leistet mit seinen Freunden Hilfe vor Ort. Dort traf der Nepalkenner im Juni 2015 verheerende Zustände an. „Prägende Erinnerungen und eindrückliche Momente werden in unseren Köpfen lange präsent bleiben. Die Bergbevölkerung muss definitiv viel ertragen und verarbeiten. Auch für uns ist diese Situation eine sehr anspruchsvolle, noch nicht vollendete Herausforderung“, erzählt Bruno Jelk.

Ohne langjährige Nepal-Erfahrung und Connection – die Air Zermatt bildete in Nepal Rettungsflieger und –fachleute aus – wäre eine solche Hilfsmission auf privater Basis kaum realisierbar.

Überaus spannend war die von Bruno Jelk live kommentierte Media-Show in der gut besetzten Katholischen Kirche. Herrliche Berg- und Landschaftsbilder wechselten ab mit Fotodokumenten von dramatischen Rettungen in der Bergwelt um Zermatt, mit dem Matterhorn im Mittelpunkt. Seine kommentierten und auf Fotos festgehaltenen Einsätze auf dem riesigen Lawinenkegel in Pakistan, in Sotschi vor- und während der Olympiade und in den vom Erdbeben stark betroffenen Bergdörfern in Nepal, liessen die Besucherinnen und Besucher erahnen, wie machtlos und klein der Mensch gegenüber Naturgewalten und –gefahren ist.

Beim anschliessenden Apéro im Johannes-Saal konnte der sympathische Retter aus Zermatt noch viele persönliche Fragen der Anwesenden beantworten.

Die Kollekte ergab den überaus erfreulichen Betrag von Fr. 1600.--, welcher unbürokratisch und direkt für den Wiederaufbau von Schulhäusern und Wasserleitungen in den abgelegenen Tälern in Nepal verwendet wird. Bruno Jelk und der Pfarreirat Laufenburg bedanken sich ganz herzlich für die grosszügigen Spenden und versichern, dass jeder Franken der notleidenden Bergbevölkerung zugute kommt!

Mehr zum Projekt „Erdbebenhilfe Nepal“ siehe unter: http://www.earth-c-air.com/

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