Leserbeitrag
Altersdurchmischtes Lernen (AdL) an der Primarschule Laufenburg

Dieter Deiss-Weber
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AdL3.JPG Amely Braun, Präsidentin des Elternrats, diskutiert mit dem Referenten Philipp Bucher.

AdL3.JPG Amely Braun, Präsidentin des Elternrats, diskutiert mit dem Referenten Philipp Bucher.

Anlässlich einer Info Veranstaltung informierten die Schulleitung und die Schulpflege Laufenburg interessierte Eltern aus Laufenburg und Sulz über die bevorstehende Umstellung der Primarschule.

In seiner Einführung wies Martin Steinacher, Präsident der Schulpflege Laufenburg, noch einmal darauf hin, dass das altersdurchmischte Lernen nichts zu tun habe mit der geplanten Umstellung von fünf auf sechs Jahre Primarschule. Vielmehr sei AdL die logische Folge der bereits umgesetzten Einführung der integrativen Schule. Zielsetzung von AdL sei, besser auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schülern eingehen zu können.

Philipp Bucher, Dozent für Schul- und Unterrichtsentwicklung an der Fachhochschule Nordwestschweiz, informierte die Eltern in einem ersten Teil über das altersdurchmischte Lernen. Bucher stellte fest, dass es die Vielfalt sowie die Heterogenität der Kinder in einer Klasse schon immer gegeben habe. Studien belegten, dass der Entwicklungsunterschied der einzelnen Kinder in einer scheinbar homogenen Primarklasse bis zu drei Jahre ausmache. Beim altersdurchmischten Lernen sei diese Vielfalt bereits vorgesehen. Durch unterschiedliche Lernangebote werde den Bedürfnissen der Kinder Rechnung getragen. Die Lehrperson könne dabei auf den individuellen Lern- und Entwicklungsstand des einzelnen Kindes eingehen. Erfahrungen zeigten, dass sich Kinder in altersdurchmischten Klassen frühzeitig eine hohe Selbst- und Sozialkompetenz aneignen. Die Kinder lernen miteinander, voneinander und nebeneinander, schloss der Referent seine Ausführungen.

Vielfalt beim Lehren und Lernen

Im zweiten Teil berichteten die Lehrpersonen Denise Huber und Franziska Müller von ihren Erfahrungen im Unterrichten in Doppelklassen. Die beiden Lehrpersonen unterstrichen noch einmal, dass ein wichtiges Merkmal die Vielfalt im Unterricht sei. Es gebe nicht nur eine Lehr- und Lernmethode, welche für alle Schülerinnen und Schüler die beste sei. Nur dank dieser Vielfalt sei Lehren und Lernen spannend, bereichernd und nachhaltig!

Abschliessend hielt Judith Zürcher, Schulleiterin der Primarschule Laufenburg, fest, dass es nun Aufgabe der Lehrpersonen sei, diese anspruchsvolle Aufgabe zum Wohle der Kinder umzusetzen. Dabei würden die Lehrpersonen genügend Zeit für gemeinsame Vorbereitungen sowie Auswahl der Arbeitsmittel erhalten. Die Weiterbildungen würden auf den Bereich „Heterogene Klassen“ fokussiert.

Im letzten Teil des Abends hatten die Eltern die Möglichkeit, sich in der von den Lehrpersonen vorbereiteten Ausstellung weitere Informationen und Eindrücke zu verschiedenen Themen abzuholen. Dabei wurden Fragen zum altersdurchmischten Lernen direkt von den Lehrpersonen, der Schulleitung sowie den Schulpflegemitgliedern beantwortet.

Ein spezielles Kinderprogramm „Gemeinsam HANDeln“, gab den Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder an den Infoabend mitzubringen. Diese wurden dort durch Lehrpersonen betreut. Das Angebot wurde rege genutzt.

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