Geniessen

Spiesse für Patrioten, Kinder und die LGBTQ-Community: So geht grillieren nach Corona

Jetzt sehen sie lecker aus – aber davor waren sie bunter: Hackbällchen abwechselnd in Zucchetti und Karottenstreifen eingepackt. In den Alufolie-Päckchen daneben garen das übrig gebliebene Rüst-Gemüse und Grillkäse.

Jetzt sehen sie lecker aus – aber davor waren sie bunter: Hackbällchen abwechselnd in Zucchetti und Karottenstreifen eingepackt. In den Alufolie-Päckchen daneben garen das übrig gebliebene Rüst-Gemüse und Grillkäse.

Schön aufgereiht und mit Witz: Mit diesen Spiessen begrüsst man Freunde zurück am Grill.

Anheizen und schnell eine Wurst grillieren? Das genügt jetzt irgendwie nicht. Vielleicht im August dann. Jetzt aber ist es ein Fest: Endlich stehen die Freunde wieder unter dem Sonnenschirm, eher hungrig auf Klatsch als auf Kalorien, denn von Letzteren gab es im Lockdown reichlich.

Es gilt also, die Augen gluschtig zu machen. Die Grillade der Stunde: Spiesse. Es geht nicht nur darum, dass man mit einer Handbewegung nebst Fleisch auch gleich Gemüse in mundgerechten Stücken auf den Teller legen kann. Bei unseren Spiessen geht es um die symbolträchtige Farbabfolge. Und um den Witz.

Der Päckli-Spiess

© Sabine Kuster

Die eintönig braunen Hackbällchen (Hackfleisch, Ei, etwas Mehl und Gewürze) bekommen Farbe und Vitamine, wenn sie eingepackt werden: Dazu von einer Karotte und Zucchetti mit einem Sparschäler Streifen abschneiden und sie um die Bällchen wickeln. Eines orange, eines grün und so weiter auf den Spiess stecken.

Unbedingt vor dem Grillieren dem Gast präsentieren, denn – zugegeben – danach dominiert wieder das Braun.

Der Regenbogen-Spiess

© Sabine Kuster

Mit einem Gemüsespiess in Regen­bogenfarben, der Farben der LGBT- Community (lesbisch, gay, bisexuell, transgender) bekennt der Grillmeister ­Farbe.

Diesen Spiess kann man auch der ­Einhorn-begeisterten Nichte aufschwatzen, die sonst bei Gemüse die Nase rümpft. Die richtige Farbabfolge erreicht man mit Mini-Auberginen, normalen Auberginen, Zucchini, ­gelben Peperoni oder Mais, Karotten und Cherry-Tomaten.

Schön wirds, wenn alle Scheiben dieselbe Grösse ­haben. Karotten und Mais sollten vorge­kocht werden. Den Spiess würzen, mit Öl beträufeln und mit Alufolie umwickeln.

Der Wespen-Spiess

© Sabine Kuster

Gelb-Schwarz sollen die Ringe sein und der Grösse nach geordnet: Mais vor­kochen und zusammen mit Auber­ginenscheiben, die man am besten ­etwas länger in Olivenöl mariniert hat, in Alufolie packen.

Zebra ohne Spiess

© Sabine Kuster

Eine Aubergine mehrfach einschneiden, sodass dünne Schnitze heraus­fallen, die Aubergine aber noch zu­sammenhält. Die Schlitze würzen, dann mit weissem Grillkäse füllen, mit Öl beträufeln und in Alufolie ein­wickeln.

Der Patriotenspiess

© Sabine Kuster

Mit Grillkäse und Cherrytomaten ist ein eidgenössischer Spiess einfach und sehr schnell ­gemacht. Es lassen sich praktisch alle Landesfarben in ­Gemüse finden. Dabei kann die Aubergine wahlweise das Schwarz darstellen oder das Blau.

Aber vielleicht lohnt es sich gar nicht, stur eine Idee zu verfolgen. Besonders gut schmeckt nämlich gelb-weiss-grün alias Mais/Grill­käse/­Zucchetti. Und ohne Spiess, aber in Alufolie verpackt und aufgereiht, wirds am leckersten.

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