1. August
So schützen Sie ihren Liebling vor dem Feuerwerk-Stress

Für Vierbeiner ist die Zeit um den 1. August ein Horror. Explodierende Feuerwerkskörper versetzen die Tiere in Panik. Was Hundehalter tun können.

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Wenn draussen die Feuerwerksraketen explodieren, verkriechen sich Leon und Länz am liebsten in den Keller. Die beiden Golden Retriever von Carmen Süess sind keine Ausnahme.

Auch Hund Max wagt sich nach dem 1. August mindestens eine Woche lang nicht mehr aus seinem Versteck, berichtet Sonja Haegetschwiler gegenüber Tele M1. «Es ist eine Katastrophe. Er denkt dann, er müsse sterben», vermutet die Hundehalterin.

Den Hund nicht «verbääbele»

Um den Feurwerk-Stress für die Tiere möglicht gering zu halten rät Valenda Penne von der Tierschutzorganisation «Vier Pfoten», bereits am frühen Abend ein letztes Mal Gassi zu gehen.

Um den Hund etwas abzulenken empfiehlt sie, die Fensterläden zu schliessen und Radio oder TV einzuschalten. Man solle wenn möglich in der Nähe des Hundes sein, ihn aber nicht «verbääbele» und damit in seiner Angst noch bestätigen.

Medizinische Helferlein

Einige Hundehalter schwören auf Homöopathie und Bachblütentropfen. Für die ganz schwierigen Fälle empfiehlt sich ein Gang zum Tierarzt. Denn wie für Menschen gibt es auch für Vierbeiner Beruhigungstabletten.

Tierarzt Hugo Immoos behandelt in diesen Tagen rund 15 bis 20 Hunde, die durch das Feuerwerk übermässig gestresst sind.

Er weiss auch, weshalb der beste Freund des Menschen so empfindlich auf die Knallerei reagiert. «Sie hören in einer viel höheren Tonfrequenz als wir», so der Unterkulmer Tierarzt. Er fühlt mit seinen Patienten. «Die Tiere sind wirklich geplagt.»

Flucht ins Ausland

Die ideale Lösung für die Tiere wäre ein Verzicht auf Feuerwerk. «Das wäre utopisch», weiss auch Valenda Penne. Wünschenswert wäre es für sie aber trotzdem – sowohl für unsere Heim- wie auch unsere Wildtiere.

Viele Hundehalter haben in den vergangenen Jahren eine andere Lösung gefunden: Wer auf die Bundesfeier verzichten kann, reist mit seinem Liebling ins nahe Ausland, wo die Knallerei nicht mehr zu hören ist. (cze)

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