Früher hat er Brücken unterhalten, heute kümmert sich um das sexuelle Wohlbefinden seiner Klientinnen. Juan Primero ist Callboy.

Wie sich die Arbeit mit seinem Familienleben vereinbaren lässt und welche Frauen seine Liebesdienste in Anspruch nehmen, erzählte er in der Sendung «TalkTäglich» auf Tele Züri.

«Diese Schweizer Doppelmoral»

«Wenn eine Frau diesen Job macht, da haben alle das Gefühl, die macht das nicht freiwillig, da steckt Menschenhandel dahinter, Zwangsprostitution», sagt er. Bei Männern hingegen nehme das niemand an, diese Schattenseiten gibt es laut ihm auch nicht. «Warum auch immer.»

Angefeindet wird der Callboy trotzdem. Das liegt laut Juan Primero am falschen Bild von seinem Beruf. Und: «Das ist diese Doppelmoral, die der Schweizer hat – man lehnt alles ab, was damit zu tun hat, aber eigentlich interessiert man sich schon dafür.»

«Studentinnen, Seniorinnen, Mütter»

Verändert habe sich seine Kundschaft. Seien dies früher vor allem ältere und wohlhabendere Frauen gewesen, heute sei die Bandbreite grösser: «Studentinnen, Seniorinnen, Verheiratete, Mütter aus allen sozialen Schichten.»

Brückenmeister der Stadt Zürich war er zuletzt, bevor er sich ganz auf sein Hobby konzentriert hat. Sein mittlerweile über 20 Jahre alte Sohn akzeptiert seinen Job: «Er sagt, Papi, ich finde das gut, mach du, was du gern machst.» (smo)

Sehen Sie hier die Sendung in voller Länge:

Vom Bauarbeiter zum Callboy