Auf der Strasse

«Ich habe in öffentlichen WCs geschlafen»: Ein ehemaliger Obdachloser erzählt

«Ich habe in öffentlichen WCs geschlafen»

Düsteres Kapitel: Michel Buri nimmt uns mit auf eine Reise in seine Vergangenheit.

Michel Buri war fünf Jahre lang drogenabhängig. Seine Sucht trieb ihn in die Obdachlosigkeit. Anderthalb Jahre lebte der Berner auf Zürichs Strassen. Zurück am Ort des Geschehens schildert er, wie er damals lebte und wo er geschlafen hat.

Die Stadt, das war irgendwie zu viel für Michel Buri. Mitte zwanzig war er damals, als er aus dem Kanton Bern nach Zürich gezogen ist. «Als Landbub war das sehr intensiv», sagt er. 

In der für ihn neuen Anonymität rutschte er in die Drogensucht und landete auf der Strasse. Die Zürcher Langstrasse wurde zu seinem Zuhause.

Wenn er sich dort nicht die Nächte um die Ohren schlug, schlief er in öffentlichen WCs. Oder in der Böschung eines Schulhauses, die er heute noch einmal zeigt. Vor Blicken geschützt legte er sich dort im Sommer ins Gras. «Es kommen schon Erinnerungen hoch», sagt er heute.

Vor sieben Jahren schaffte er den Absprung. Er machte eine Weiterbildung zum Hauswart, hat heute wieder ein festes Zuhause und eine Partnerin. Und er sagt: «Trotz allem, neben all dem Elend und Leid, war das auch eine gute Erfahrung.»

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