Nur weil eine Gruppe älterer Menschen zusammen ist, heisst das nicht, dass sie miteinander interagieren. Das sagt Paul Parlby von der Organisation «Crossroads Together». Er weiss: Einsamkeit und Depression sind echte Probleme in Pflegeheimen. 

Und so hat «Crossroads Together» ein auf den ersten Blick etwas seltsames Projekt ins Leben gerufen: Die Organisation bringt die Senioren mit Küken und Hühnern zusammen. Die Idee: Die Heime halten Hühner und die Bewohner kümmern sich mit Hilfe des Personals um die Tiere.

«Die Senioren haben Verantwortung und eine Aufgabe zu erledigen – das gibt ihnen eine neue Perspektive und hilft ihnen, im Geiste aktiv zu bleiben», sagt Paul Parlby. Gleichzeitig sie die Haltung der Hühner unkompliziert. «Das Pflegepersonal ist sehr beschäftigt, wir wollten ihnen keine grosse zusätzliche Arbeit machen.»

Der Einblick in ein Heim, das an dem Projekt mitmacht, zeigt: Die Idee scheint zu funktionieren. «Die Hühner haben mein Leben besser gemacht», sagt etwa eine Bewohnerin überzeugt. Ihr gelinge es, die Sehnsucht nach den Menschen, die sie vermisse, auf die grossen und kleinen gefiederten Tiere zu übertragen. «Ich bin froh, dass wir sie haben.»

Zudem helfe die gemeinsam Arbeit den Senioren, das Pflegepersonal, aber auch andere Bewohner besser kennen zu lernen. Oder sich vielleicht sogar mit jemandem anzufreunden. (smo)