Eine Schwangerschaft und die Geburt ist eine Belastung für den weiblichen Körper. Frauen, die natürlich gebären, leiden oft unter Inkontinenz, einer Gebärmutter- oder Vaginalsenkung oder Muskelrissen im Unterleib.

Die Geburt weitet auch das Gewebe der Vagina. Dadurch fühlt sich für viele Mütter der Sex nicht mehr gleich intensiv an wie vorher. Das Gesundheitsmagazin «CheckUp» stellt eine neuartige Lasermethode vor, die das Scheidengewebe wieder straffen soll. Und damit wieder Gefühl ins Liebesleben bringen soll.

Noch keine Studie zur Wirksamkeit

Bettina von Seefried ist eine Ärztin, die ihre Patientinnen mit der neuen Methode namens «FemiLift» behandelt. Es seien Frauen, die wegen ihrer Inkontinenz plötzlich Slipeinlagen tragen müssten, oder beim Geschlechtsverkehr nichts mehr spüren, sagt die Zürcher Gynäkologin.

Der Laser führt zu einer thermischen Erwärmung des Vaginalmuskelgewebes. Dadurch wird die Collagen-Bildung angeregt. Das Ergebnis: Die Scheidenwand wird straffer, das Gewebe unter der Harnröhre stabilisiert. Zur Wirksamkeit der Methode gibt es allerdings noch keine repräsentativen Studien.

«Zuerst die Analyse, dann eine Behandlung!»

Sex-Beraterin Caroline Fux ist denn auch skeptisch. Ihrer Meinung nach braucht es vor der medizinischen Behandlung zuerst eine Analyse: Ist das Defizit wirklich körperlicher Natur oder nimmt sich das Paar etwa einfach zu wenig Zeit für den Aufbau einer lustvollen Sexualität? «Einen solchen Missstand mit einer Laser-Behandlung zu kurieren – da bin ich skeptisch, ob das wirklich das richtige Mittel ist», so Fux. (smo)

Sehen Sie die ganze Sendung: immer montags, 18.15 Uhr, auf Tele M1.