Gesundheit
Kantonsspital Aarau: 2 Millionen Gewinn zum Jahresabschluss

Produktivitätssteigerung und Massnahmen zur Ergebnisverbesserung zeigen Erfolg.

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Kantonsspital Aarau

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Gesundheit Aargau

Nach dem Verlust im Vorjahr schliesst das Kantonsspital Aarau die Rechnung 2015 mit einem Gewinn von CHF 2 Mio. ab. Zu dieser positiven Entwicklung haben eine Zunahme der Patientenzahlen sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich, der höhere Schweregrad der Behandlungen sowie die zahlreichen Massnahmen zur Ergebnisverbesserung beigetragen.

2015 wurden im Kantonsspital Aarau 27‘443 Patienten stationär behandelt. Dies ist eine Zunahme von 3,4 % gegenüber dem Vorjahr. Im ambulanten Bereich wird ein Plus von 4,8 % verzeichnet. „Diese Wachstumszahlen basieren auf der steigenden Anzahl an Zuweisungen und Notfallpatienten“, erklärt Dr. Robert Rhiner, CEO der Kantonsspital Aarau AG. Der Betriebsertrag ist gegenüber dem Vorjahr um 6,9 % höher ausgefallen, was mit dem zunehmend höheren Schweregrad, bezogen auf die Krankheitsbilder, dem Case-Mix-Index (CMI), begründet wird.

„Das Gesamtergebnis hat sich im Jahr 2015 positiv entwickelt. Neben den verbesserten Patientenzahlen und einem höheren CMI machen sich insbesondere unsere Bemühungen zur Effizienzsteigerung bezahlt“, führt Dr. Robert Rhiner weiter aus. Der EBITDA, eine unternehmerische Kennzahl, die dem Vergleich mit anderen Spitälern dient, beträgt 5,6 % vom Umsatz. Im Vorjahr lag dieser Wert lediglich bei 0,9 %. Der Personalaufwand konnte gemessen am Umsatz um 3,5 % reduziert werden, was Einsparungen von CHF 15 Mio. entspricht.

„Das erfreuliche Betriebsergebnis darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Produktivitäts- und Finanzziele noch nicht erreicht sind“, gibt CEO Dr. Robert Rhiner zu bedenken. „Erst mit einem
EBITDA von 10 % ist die Finanzierung der Erneuerung und Erweiterung des Kantonsspitals Aarau nachhaltig gesichert. Dazu müssen wir unsere Prozesse weiterhin optimieren sowie unsere Leistung steigern, ist sich Robert Rhiner sicher. Schritte in diese Richtung wurden mit verschiedenen wichtigen Grossprojekten gelegt.

Dank der Implementierung der integrierten Unternehmens-Ressourcen-Planung (ERP), SAP basiert, können alle administrativen Supportprozesse und betrieblichen Abläufe im Spital optimiert, vereinheitlicht und effizienter gestaltet werden. Mit der Eröffnung des neuen Kopf- und Neurozentrums sind sechs wichtige Disziplinen nicht nur medizinisch, sondern auch räumlich in neuen Gebäuden (Haus 60 und Erweiterungsbau Haus 4) näher zusammengerückt. Dies bedeutet kürzere Wege für die Patienten, aber auch verbesserte Interdisziplinarität mit entsprechenden Effizienzsteigerungen.

*Zählweise Bundesamt für Statistik (BFS)

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