Gesundheit
Brauchen Sie Ihr Gehirn im Job, sinkt das Demenz-Risiko – je früher, desto besser

Mental anspruchsvolle Jobs leisten einen bedeutenden Einfluss zur Verzögerung einer Demenzerkrankung. Das fanden amerikanische Forscher erstmals heraus. Und: Auch schon in jungen Jahren zahlt sich Gehirnakrobatik fürs Alter aus.

Lukas Scherrer
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Geistige Aktivität in jungen Jahren vermindert das Demenzrisiko. (Symbiolbild)

Geistige Aktivität in jungen Jahren vermindert das Demenzrisiko. (Symbiolbild)

Keystone

Komplizierte Dokumente in technischem Kauderwelsch anfertigen, komplexe Produktionsabläufe koordinieren und gleichzeitig kompetente Ansprechperson für die anspruchsvolle Kundschaft sein: Jobs, die einen mental herausfordern sind wahrlich kein Zuckerschlecken.

Für unser Gehirn jedoch sind sie ein wahrer Segen. Zu diesem Schluss kommen Forscher einer US-amerikanischen Klinik in Minnesota. In einer umfassenden Studie mit rund 2000 Probanden stellten sie fest, dass herausfordernde berufliche Tätigkeiten das Risiko vermindern, im Alter an einer Demenz zu erkranken.

So sollen eine hohe Gehirnaktivität bei der Arbeit, mental anregende Hobbies wie Lesen, Kreuzworträtsel oder Schach sowie eine aktive Beteiligung am gesellschaftlichen Leben den mentalen Abbau des Gehirns um bis zu neun Jahren hinauszögern.

Lange Zeit waren sich Neurologen einig, dass insbesondere Gehirntraining im Alter vor Demenzkrankheiten schützt. Die im Neurologie-Magazin JAMA publizierte Studie gibt nun erstmals darüber Aufschluss, dass auch eine hohe geistige Aktivität bei jungen Menschen einen wesentlichen Einfluss auf das Risiko hat, später an einer Demenz zu erkranken.

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