Sternschnuppen

Die Nacht der Wünsche steht bevor: Wir sagen Ihnen, wo sie das Spektakel am besten sehen

Bis zu 160 Sternschnuppen pro Stunde ziehen in diesem August ihre Spur über den Himmel.

Bis zu 160 Sternschnuppen pro Stunde ziehen in diesem August ihre Spur über den Himmel.

Heute Nacht funkelt ein natürliches Feuerwerk am Himmel. Laut Nasa werden bis zu 160 Sternschnuppen pro Stunde über den Himmel streifen. Die «Nordwestschweiz» kennt die besten Aussichtspunkte, um das magische Glitzern am Nachthimmel zu bewundern.

Wer noch unerfüllte Wünsche hat, für den könnte sich heute Nacht ein Blick in den Himmel lohnen. Unzählige Sternschnuppen, die sogenannten Perseiden, werden über das nächtliche Firmament flitzen.

Auf viel Schlaf können Beobachter aber nicht hoffen. Das kosmische Spektakel lässt sich nämlich erst richtig nach Mitternacht beobachten, wenn der Mond untergegangen ist und den Himmel nicht mehr erhellt.

Die beste Sicht hat man in den frühen Morgenstunden zwischen zwei und vier Uhr. Denn dann steht das Sternenbild «Perseus» hoch am Himmel, welches, vom Erdboden aus betrachtet, der Ursprungsort der Sternschnuppen zu sein scheint. Daher auch die Bezeichnung «Perseiden» in Anlehnung an das Sternbild.

Im Volksmund werden diese Sternschnuppen auch «Laurentiustränen» genannt, da der Schauer mit dem Feiertag des römischen Erzdiakons Laurentius zusammenfällt. Dieser erlitt 258 n. Chr. auf einem Feuerrost in Rom den Märtyrertod und wird von einigen christlichen Kirchen als Heiliger verehrt.

Dank Jupiter mehr Perseiden

Der Perseidenschauer besteht aus kleinen Stücken des Kometen «Swift-Tuttle». Dieser kreist alle 133 Jahre einmal um die Sonne und hinterlässt dabei eine Spur von Trümmerprodukten.

Jedes Jahr im August kreuzt die Erde auf ihrer Umlaufbahn diese Kometenspur, was zur Folge hat, dass die Partikel des Kometen auf die Atmosphäre der Erde treffen.

Mit einer Geschwindigkeit von über 200'000 km/h verglühen sie beim Eindringen in die Atmosphäre und bringen die Luftmoleküle zum Leuchten. Dieses kosmische Phänomen führt dann zu der Himmelserscheinung einer Sternschnuppe.

Normalerweise kann man ungefähr 100 Perseiden pro Stunde beobachten. In diesem Jahr soll der Perseidenschauer aber besonders stark fallen.

Laut Nasa werden deshalb bis zu 160 Perseiden pro Stunde über den Himmel streifen. Grund dafür ist die Anziehungskraft des Jupiter, welche sich alle zwölf Jahre auf die Kometenspur auswirkt und diese näher in die Laufbahn der Erde rückt.

Fernrohr zu Hause lassen

Ein Fernrohr bringt bei der Beobachtung der Perseiden nicht viel. Dementsprechend lohnt sich auch der Besuch einer Sternwarte nicht. «Einzelne Sternschnuppen sind jeweils nur für wenige Sekunden sichtbar, und sie bewegen sich am Himmel sehr schnell», sagt Ronald Citterio von der Sternwarte Uitikon.

Da das Blickfeld eines Fernrohrs statisch ist, würden einem so eher Sternschnuppen entgehen. «Die Beobachtung der Perseiden ist überall möglich, es werden dazu auch keine Hilfsmittel benötigt».

Empfehlenswert sei es, einen Ort zu suchen, an dem die Strassenbeleuchtung nicht allzu stark stört. Damit sich das Auge an die Dunkelheit gewöhnen kann, sollte man zusätzliche 40 Minuten einrechnen.

Die Wetterprognose von Freitag auf Samstag verspricht einen klaren Himmel. Wer trotzdem keine Lust hat, sich ausserhalb der eigenen vier Wände die Nacht um die Ohren zu schlagen, kann sich auf der Nasa-Homepage ab 4 Uhr MEZ einen Livestream anschauen.

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