1 Virus – 100 Schicksale
«Ich durfte Menschen unterstützen, die fast nichts besitzen»: Stefan Previti (32), half in Ecuador, aus Sarnen

Stefan Previti verbringt die Winter gerne in Ecuador. Er fand in der Küstenstadt Olón sein zweites Daheim. Als der Virus kam, verlängerte er seinen Aufenthalt und entschloss sich dazu, den Einheimischen zu helfen.

Florian Pfister
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Stefan Previti aus Sarnen.

Stefan Previti aus Sarnen.

Bild: PD

«Am 16. März 2020 erklärte der Präsident von Ecuador den Ausnahmezustand. Zu diesem Zeitpunkt war ich in meinem zweiten Zuhause Olón und leitete ein eigenständiges Café. Leider musste dies aufgrund von Corona geschlossen werden und situationsbedingt entstand ein neues Projekt vor Ort. Ich gründete mit meiner Deutschen Kollegin Jenny Bayer und Unterstützung einheimischer Freunde eine kleine Hilfsorganisation ‹Juntos Por Olón›.

Während zweieinhalb Monaten haben wir Olón mit 3500 Essenspaketen versorgt, wobei Spendengelder aus der ganzen Welt gesammelt wurden. Ich finde es grossartig, was mit der Organisation auf die Beine gestellt wurde. Es hat mich mehr geprägt als je eine andere Erfahrung zuvor. Ich durfte Menschen unterstützen, die fast nichts besitzen. Jenny und ich konnten nun sogar mit ‹Juntos Por Olón› einen Verein gründen, mit dem Ziel, die Lebensbedingungen in und um Olón langfristig und nachhaltig zu verbessern und die Bevölkerung unter Achtung und Einbezug ihrer kulturellen Werte solidarisch zu unterstützen.»

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