Ostschweizer Kultur-Ticker
Ostschweizer Kultur-Ticker vom 2.-20. Mai 2022

Die Ostschweizer Kulturszene ist lebendig und vielfältig. In unserem Kultur-Ticker informieren wir Sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.

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Rückmeldungen und Infos an: ostschweizerkultur@chmedia.ch

Das Atelier Amden wird zum Gewächshaus

Das Atelier Amden hoch über dem Walensee beherbergt jeden Sommer Kunst.

Das Atelier Amden hoch über dem Walensee beherbergt jeden Sommer Kunst.

Bild: Benjamin Manser

Seit über zwanzig Jahren lädt der Basler Kurator Roman Kurzmeyer jeden Sommer Kunstschaffende nach Amden ein. Das hoch über dem Walensee gelegene Dorf war schon Anfang des 20. Jahrhunderts ein Ort der gesellschaftlichen und künstlerischen Experimente. In diesem Jahr bespielt die US-amerikanische Künstlerin Polly Apfelbaum bereits zum zweiten Mal. das Atelier Amden – eine abgelegene Scheune – mit einer ortsspezifischen Arbeit.

Apfelbaums Installation «The Greenhouse» besteht aus vergrösserten Fotografien von Blumen und Gemüse, die auf alten Saatgutpackungen abgebildet waren. Die Bilder entstammen einem 1959 in Vaduz erschienenen Saatgutkatalog, den die Künstlerin von ihrem Vater geerbt hat. Dieser war im Saatguthandel tätig. Zu ihrer Installation schreibt die Apfelbaum: «Die Seiten werden in der gesamten Scheune aufgehängt, so dass ein Gewächshaus entsteht.»

Reproduktionen aus dem Katalog «Bildsortiment für den Samenhandel», Vaduz 1959.

Reproduktionen aus dem Katalog «Bildsortiment für den Samenhandel», Vaduz 1959.

Bild: PD

Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, 21. Mai, von 14 bis 17 Uhr statt, die Ausstellung dauert bis 26. Juni. Das Atelier Amden ist von der Busstation Lehni (Parkplatz) in Amden zu Fuss auf einem Wanderweg in ungefähr zwanzig Minuten erreichbar. (pd/gen)

Noch bis 19. Juni 2022 sind ausserdem Arbeiten von Polly Apfelbaum im Kunstmuseum Luzern zu sehen.

Sofalesung in Speicherschwendi

Samira El-Maawi

Samira El-Maawi

Bild: PD

Am Sonntag, 29. Mai, machen die Sofalesungen in Speicherschwendi im Appenzell Ausserrhoden Halt. Der Verein organisiert regelmässig öffentliche Lesungen in privaten Räumen, also etwa in WGs, Wohnungen oder Ateliers.

Buchcover.

Buchcover.

Bild: PD

In Speicherschwendi zu Gast ist die Zürcher Schriftstellerin Samira El-Maawi. Sie liest aus ihrem Erstlingswerk: «In der Heimat meines Vaters riecht die Erde wie der Himmel». Der Vater der zehnjährigen Erzählerin stammt aus Sansibar und ist Koch. Nur in der Küche fühlt er sich der Heimat nahe und lässt andere über das Essen daran teilhaben. Dann verliert er die Arbeit.

Der Roman zeigt poetisch-pointiert, was Alltagsrassismus bedeutet und wie es ist, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen. Die Sofalesung findet im kleinen, privaten Rahmen statt. Der Ort wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. (pd/aye)

Auffahrtskonzerte in der Klosterkirche Münsterlingen

Die Stiftung für Konzerte in der Klosterkirche Münsterlingen lädt zu einem vollen Auffahrtsprogramm ein.

Die Stiftung für Konzerte in der Klosterkirche Münsterlingen lädt zu einem vollen Auffahrtsprogramm ein.

Bild: Andrea Stalder

Die Klosterkirche Münsterlingen hat für die kommenden Auffahrtstage einige klassische Konzerte geplant. Am Mittwoch, 25. Mai, tritt etwa das Vokalensemble Cantus Cölln in seiner Abschiedstournée unter der Leitung von Konrad Junghänel auf. Ab 19.30 Uhr singen sie die sechs Motteten von Johann Sebastian Bach. Am Donnerstag, 26. Mai, spielt der Viloloncellist Benedikt Kloeckner um 15 Uhr, 17 Uhr und 19 Uhr ausserdem Bachs sechs Cellosuiten.

An demselben Tag um 11 Uhr und am Freitag, 27. Mai, um 19.30 Uhr bietet dann das Ensemble Spark - Die klassische Band ein bunt gemischtes Programm, während der bekannte Schweizer Bariton Manuel Walser mit dem Jonathan Ware Lieder von Franz Schubert zum Thema «Natur», dem diesjährigen Generalthema des Bodenseefestivals, darbieten wird. Die Stiftung für Konzerte in der Klosterkirche Münsterlingen veranstaltet die Konzerte bei freiem Eintritt mit Kollekte. Platzreservationen sind via Mail an info@hochuli-konzert.ch möglich. (pd/aye)

Kartause Ittingen wird zum Kino

Das Kunstmuseum Thurgau verwandelt am Dienstag, 24. Mai, seinen grossen Museumskeller in der Kartause Ittingen in ein Kino. Um 19 Uhr wird der Film «Tod.Sein» von Micha Stuhlmann und Raphael Zürcher aufgeführt.

Im Film treffen unterschiedliche Charaktere an einer festlichen Tafel zusammen und verhandeln Fragen rund um das Da-Sein und seine Endlichkeit. Die bereits im Jahr 2018 begonnenen Tischgespräche greifen lange vor der Pandemie fragwürdige gesellschaftliche Entwicklungen auf. Etwa, dass alles, was auf unsere Sterblichkeit verweisen könnte – Alter(n), körperliche, kognitive und psychische Beeinträchtigung – unsichtbar gehalten werden soll.

Ausschnitt aus dem Film «Tod.Sein».

Ausschnitt aus dem Film «Tod.Sein».

Bild: PD/ Kunstmuseum Thurgau

Gespielt werden die Charaktere vom Thurgauer Ensemble «Laboratorium für Artenschutz», welches Micha Stuhlmann 2012 ins Leben rief. Das Ensemble besteht aktuell aus 11 Menschen zwischen 25 und 85 Jahren, mit und ohne Beeinträchtigung. Das Ensemble versteht seit Jahrzehnten die Verschiedenheit von Menschen als Inspirationsquelle für ihre Bühnen- und Filmprojekte.

Anmeldungen zur Filmvorstellung können via www.kunstmuseum.tg.ch vorgenommen werden.

Mit Appenzeller Volksliedern Weiblichkeit und Männlichkeit erkunden

«Wiibli und Mandli» nennt sich das Programm von Melanie Dörig und Meinrad Koch, das sie am Mittwoch, 25. Mai, um 20 Uhr im St.Galler Kleintheater Kellerbühne aufführen werden. Als Duo erkundet mit alten Appenzeller Volksliedern aus dem 18. bid 20. Jahrhundert die Themen Weiblichkeit und Männlichkeit.

Meinrad Koch und Melanie Dörig gehörten jahrelang zum «Hitzigen Appenzeller Chor».

Meinrad Koch und Melanie Dörig gehörten jahrelang zum «Hitzigen Appenzeller Chor».

Bild: PD

Dörig hat die Lieder im Archiv des Roothuus Gonten ausgegraben, Texte transkribiert und analysiert und nach Melodien geforscht. Fündig geworden ist sie unter anderem im Liederbüchlein von Maria Josepha Barbara Brogerin (1730), im Nachlass der Böhlmeedle (um 1850) und in der Liedersammlung Albertina Broger (um 1870).

Gemeinsam mit Meinrad Koch hat sie mit diesem Material eine musikalisch bewegte Performance entwickelt, in der sie Traditionelles präsentieren, Überliefertes demontieren und Neues kreieren. (pd/aye)

Mehr Informationen und Tickets unter www.kellerbuehne.ch.

«Ententraum» im Palace in St.Gallen

International Music besteht aus Peter Rubel (Gitarre, Keyboard und Gesang), Pedro Goncalves Crescenti (Bass und Gesang) und Joel Roters (Schlagzeug).

International Music besteht aus Peter Rubel (Gitarre, Keyboard und Gesang), Pedro Goncalves Crescenti (Bass und Gesang) und Joel Roters (Schlagzeug).

Bild: PD/ Palace

Am Freitag, 20. Mai, ist die Deutsche Psychedelic-Rockband International Music zu Gast im Palace in St.Gallen. Das Trio aus aus Essen hat 2021 ihr neues Album «Ententraum» herausgebracht, in welchem sie sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch verschiedene Genres mischen. Zu hören sind etwa Einflüsse von Sixties-Pop und 80er-Jahre-Postpunk.Das Konzert beginnt um 21 Uhr. Türöffnung ist um 20 Uhr. (pd/aye)

Was einen Kriegsfotografen antreibt

Dominic Nahr 2018 bei seiner Fotoausstellung in Basel.

Dominic Nahr 2018 bei seiner Fotoausstellung in Basel.

Bild: Roland Schmid

Am Montag, 23. Mai, ist der im Appenzell aufgewachsene Fotograf Dominic Nahr bei Radio SRF 3 um 20.03 Uhr zu Gast in der Sendung «Focus». Der 38-Jährige gehört zu den erfolgreichsten Kriegsfotografen der Gegenwart. Seine Fotografien erscheinen in den renommiertesten Zeitungen und Magazinen der Welt wie «Time Magazine», «New York Times», «National Geographic» oder «Le Monde». 2013 erhielt Nahr gar den «World Press Photo Award».

Dieses Bild der 11-jährigen Amal, deren Familie von Syrien in den Libanon floh, schoss Dominic Nahr 2018.

Dieses Bild der 11-jährigen Amal, deren Familie von Syrien in den Libanon floh, schoss Dominic Nahr 2018.

Bild: Dominic Nahr / Save The Children

Der Fotojournalist dokumentiert die Krisenherde der ganzen Welt, egal, ob in Somalia, Haiti, Afghanistan, oder bis vor kurzem eben auch in der Ukraine. In der SRF-Sendung spricht Nahr mit Yves Bossart über seine Erlebnisse in 15 Jahren Kriegs- und Krisenfotografie, was ihn antreibt und was das Elend dieser Welt mit ihm macht. (pd/aye)

Sommeratelier Weinfeldern öffnet seine Türen

Katharina Henking hat ihre künstlerischen Wurzeln in der Zeichnung und war früher bekannt für ihre grossformatigen Papierschnitte.

Katharina Henking hat ihre künstlerischen Wurzeln in der Zeichnung und war früher bekannt für ihre grossformatigen Papierschnitte.

Bild: Coralie Wenger (2011)

Am Samstag, 21. Mai, kann erstmals in diesem Jahr dem Thurgauer Künstler Guido von Stürler und der Winterthurer Künstlerin Katharina Henking im Weinfelder Sommeratelier über die Schulter geschaut werden. Die Remise des Hauses zum Komitee wird seit 1992 für kulturelle Zwecke genutzt. Mit dem sogenannten Sommeratelier haben Künstler und Künstlerinnen Gelegenheit in den Sommermonaten ein längerfristig angelegtes Kunstprojekt zu realisieren.

Ausschnitt aus einem Werk von Guido von Stürler - der Künstler ist bekannt für seine innovative Digitalkunst.

Ausschnitt aus einem Werk von Guido von Stürler - der Künstler ist bekannt für seine innovative Digitalkunst.

Bild: PD

Die Gestaltung des gesamten Hauses ist Henkings und von Stürlers erste künstlerische Zusammenarbeit. Beide arbeiten medial vielseitig und installativ, beide eint das grosse Interesse an zugefallenem Material aus Natur, Alltag und Industrie. Geplant sind je individuelle räumliche Inszenierungen, die in einen spannenden Dialog treten.

Ein erster Einblick in die Installationen der beiden Kunstschaffenden in der geschichtsträchtigen Remise in Weinfelden.

Ein erster Einblick in die Installationen der beiden Kunstschaffenden in der geschichtsträchtigen Remise in Weinfelden.

Bild: PD/ Sommeratelier

Bevor am 18. Juni zur Vernissage der Remise eingeladen wird und die unterschiedlich ausgestalteten Räume bis zum 11. September besichtigt werden können, öffnet das Sommeratelier kommenden Samstag von 12 bis 18 Uhr seine Türen. Besucherinnen und Besucher erhalten so Einblick in die Arbeitsprozesse von Henking und von Stürler. (pd/aye)

79. Poetry Slam in der St.Galler Grabenhalle: Ein verbales Feuerwerk vor der grossen Sommerpause

Am Samstag, 21. Mai, um 20.30 Uhr steht in der St.Galler Grabenhalle nochmals Poetry Slam auf dem Programm. Auch beim grossen Saisonfinale wird das Publikum die Beiträge bewerten und den Sieger oder die Siegerin küren. Am 79. Poetry Slam St.Gallen treten neun Wortakrobatinnen und Geschichtenerzähler mit ihren Texten gegeneinander an. Dabei ist vieles möglich, vom Kurzgedicht über grosse Lyrik, von Rap bis Comedy. Allerdings darf jede und jeder nur sechs Minuten auftreten. Hilfsmittel wie Instrumente, Requisiten, Schwiegermütter oder Ähnliches sind verboten.

Der St.Galler Kabarettist und Slam Poet Jan Rutishauser wird am Samstag in der Grabenhalle auftreten.

Der St.Galler Kabarettist und Slam Poet Jan Rutishauser wird am Samstag in der Grabenhalle auftreten.

Bild: Ralph Ribi

Im Programm figurieren der deutschsprachige Poetry-Slam-Meister Sebastian 23 aus Bochum, die Slam-Legende Sushi da Slamfish aus Düsseldorf, der St.Galler Kabarettist Jan Rutishauser, die Comedienne Caroline Knaack, die Schweizer Senkrechtstarterin Moët Liechti aus Bern, der Zürcher Slam-Master Lukas Becker, Storyteller Philipp Stroh aus Offenburg, Newcomerin Leva Sidler aus Speicher und die mehrfache Poetry-Slam-Meisterin Victoria Helene Bergemann aus Hamburg. (pd/vre)

Komponistinnen im Fokus am Theater St.Gallen

Die Mezzosopranistin Jennifer Panara ist seit der Saison 2019/20 Mitglied des Ensembles des Theaters St.Gallen.

Die Mezzosopranistin Jennifer Panara ist seit der Saison 2019/20 Mitglied des Ensembles des Theaters St.Gallen.

Bild: PD

Das Spielzeitmotto der Musiktheatersparte am Theater St.Gallen lautet «Herstory». Die Ensemblemitglieder Jennifer Panara (Mezzosopran) und Roxana Ionescu-Beck (Klavier) weiten es an ihrer Liedmatinee vom Sonntag, 22. Mai, um 11 Uhr im Foyer des Theaterprovisoriums aus: Unter dem Titel «Herstory – her songs» präsentieren sie Werke der Komponistinnen Pauline Viardot (1821-1910), Alma Mahler (1879-1964), Lili (1893-1918) und Nadia Boulanger (1887-1979), Rebecca Clarke (1886-1979) und Lori Laitman (*1955).

Roxana Ionescu-Beck ist seit der Spielzeit 2012/13 Korrepetitorin am Theater St.Gallen.

Roxana Ionescu-Beck ist seit der Spielzeit 2012/13 Korrepetitorin am Theater St.Gallen.

Bild: PD

Das von der Dramaturgin Christina Schmidl moderierte Programm widerlegt die in der Musikgeschichte lange Zeit vorherrschende Meinung, dass das kompositorische Schaffen rein in Männerhand liege und, schlimmer noch, dass Frauen überhaupt fürs Komponieren nicht geschaffen seien. Mit Werken vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart möchten die beiden Interpretinnen zeigen, wie vielfältig die Bandbreite von Frauen geschaffener Werke allein im Genre Kunstlied ist. Der Eintritt zur Liedmatinee ist frei. (pd/aye)

Ein ganzer Sonntag voller Mozart

Ausschnitt aus dem Film Amadeus von Milos Forman.

Ausschnitt aus dem Film Amadeus von Milos Forman.

Bild: PD/ Kino Passerelle

Am Sonntag, 22. Mai, lädt das Kino Passerelle in Wattwil und das Ring Theaters Mosnang zum dritten Kinotheater ganz im Zeichen des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart ein.

Matthias Peter bei einem Auftritt auf der Kellerbühne St.Gallen.

Matthias Peter bei einem Auftritt auf der Kellerbühne St.Gallen.

Bild: Hanspeter Schiess

Den «Kultursonntag», wie die Veranstalter das Ganztagesprogramm nennen, eröffnet ein Mini-Brunch im Theater Passerelle, bevor die Theaterinszenierung «Schikaneder & Mozart. Die Zauberflöten-Macher» von Matthias Peter, Schauspieler und Leiter der Kellerbühne St.Gallen, aufgeführt wird. Er lässt den legendären Impresario (Opernhausleiter) Emanuel Schikaneder aufleben, der in einem spritzigen Dialog dem Komponisten Mozart 1791 ein gemeinsames Zauberoper-Projekt schmackhaft machen will und sich dabei in seiner ganzen Widersprüchlichkeit offenbart.

Auf das Theaterstück folgt eine Gespräch mit dem Schauspieler und schliesslich eine Pause mit Zmittag. Passend zum Thema wird im Kino um 17 Uhr schliesslich die berühmte Mozart-Verfilmung «Amadeus» von Milos Forman aus dem Jahr 1984 aufgeführt. (pd/aye)

Weitere Informationen unter www.

St.Galler Festspiele: Aufbauarbeiten auf dem Klosterplatz gestartet

Vom 24. Juni bis 8. Juli finden die St.Galler Festspiele statt. Im Zentrum steht wie immer die Oper auf der Freiluftbühne auf dem Klosterplatz. In diesem Jahr ist dort «Giovanna d’Arco» von Giuseppe Verdi. Dies nachdem sich die Festspielleitung aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine dazu entschlossen hatte, die Oper «Die Jungfrau von Orléans» von Pjotr I. Tschaikowski abzusetzen durch «die italienische Version» der Geschichte vom Bauernmädchen, das das französische Heer zum Sieg über die englischen Eroberer führt, zu ersetzen.

Bereits nach zwei Tagen Aufbauarbeit nimmt die Infrastruktur für die Festspiele auf dem Klosterplatz Gestalt an.

Bereits nach zwei Tagen Aufbauarbeit nimmt die Infrastruktur für die Festspiele auf dem Klosterplatz Gestalt an.

Bild: Sandro Büchler (17.5.2022)

Nachdem die Wiese vor der Kathedrale Ende der vergangenen Woche noch im Zentrum einer Kontroverse um das vor dem Cupfinal aufgemalte Logo des FC St.Gallen stand, haben Anfang dieser Woche auf dem Klosterplatz die Aufbauarbeiten für die grosse Freiluftbühne begonnen. Sie sind in den ersten Tagen auch schon planmässig fortgeschritten; so ist etwa die Tribüne bereits als solche zu erkennen. (vre)

Informationen und Tickets zu den St.Galler Festspielen gibt’s unter www.stgaller-festspiele.ch.

Russland- und Belarus-Kritiker zu Gast in Gottlieben

Am Donnerstag, 19. Mai, spannen das Literaturhaus Thurgau Bodmanhaus und das St.Galler Literaturhaus Wyborada für eine Lesung des belarussischen Autoren Sasha Filipenko zusammen. Auf Anfrage der beiden Institutionen liest er im Bodmanhaus in Gottlieben aus seinem im Februar 2022 erschienenen Roman «Die Jagd». Das Buch handelt von einem idealistischen Journalisten, der sich mit einem Oligarchen anlegt.

Während der russischen Invasion auf die Ukraine im Februar veröffentlichte die britische Tageszeitung «The Guardian» Sasha Filipenkos viel diskutierten Artikel über die Hintergründe des laufenden Krieges und die «dysfunktionale Familienangelegenheit» zwischen Belarus, Russland und der Ukraine.

Während der russischen Invasion auf die Ukraine im Februar veröffentlichte die britische Tageszeitung «The Guardian» Sasha Filipenkos viel diskutierten Artikel über die Hintergründe des laufenden Krieges und die «dysfunktionale Familienangelegenheit» zwischen Belarus, Russland und der Ukraine.

Bild: Lukas Lienhard/ Diogenes Verlag

Filipenko wurde 1984 in der belarussischen Hauptstadt Minsk geboren und schreibt auf Russisch. Er studierte Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. Sein Stück «Der Ex-Sohn» wurde 2021 in Belarus verboten und stattdessen in Kiew uraufgeführt. Für seine offene Opposition gegen Alexander Lukaschenko und seine Unterstützung für Maria Kalesnikawa kann Filipenko strafrechtlich verfolgt werden. Deshalb hält er sich seit 2020 an wechselnden Wohnorten in Westeuropa auf.

Ulrich Schmid, Professor für Kultur und Gesellschaft Russlands an der Universität St. Gallen mit Schwerpunkt Politik und Medien in Russland sowie Nationalismus in Osteuropa wird das Gespräch mit dem Autor auf Russisch führen und für das Publikum übersetzen. Anya Schutzbach übernimmt die Lesung des deutschen Texts. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr. Eine Anmeldung muss via Mail an literaturhaus@wyborada.ch vorgenommen werden. (pd/aye)

Roy Oppenheim zu Gast in St.Gallen: Ein Buch über 50 Jahre Mummenschanz

Der Aargauer Roy Oppenheim gilt als Fernseh-Pionier, Künstler und Pubizist.

Der Aargauer Roy Oppenheim gilt als Fernseh-Pionier, Künstler und Pubizist.

Bild: Sandra Ardizzone

Am kommenden Sonntag, 22. Mai, um 11 Uhr, ist Roy Oppenheim zu Gast im Historischen und Völkerkundemuseum (HVM) im St.Galler Stadtpark. Der Kulturpublizist ist Autor des Jubiläumsbuchs «50 Jahre on Tour – Die Erfolgsgeschichte von Mummenschanz». Derzeit ist im Museum die Ausstellung zum 50-Jahr-Jubiläum der ungewöhnlichen Theatertruppe zu sehen.

Das Cover Roy Oppenheims Buch über die Kult-Theatertruppe Mummenschanz.

Das Cover Roy Oppenheims Buch über die Kult-Theatertruppe Mummenschanz.

Bild: PD

Hinter dem Band über Mummenschanz steckt viel Arbeit. Roy Oppenheim hatte dafür Kontakt mit 32 Zeitzeugen und sammelte eine Unmenge Material aus Zeitungen sowie Radio- und TV-Sendungen rund um den Erdball. Das Buch ist eine ideale Ergänzung zur Ausstellung im HVM. Am Sonntag erzählt der Autor von seiner ungebrochenen Begeisterung für die «Virtuosen der Stille», die in einer lauten und überdrehten Welt Theater ganz ohne Worte machen. (pd/vre)

Trettmann kommt nicht ans OpenAir St.Gallen

Aus gesundheitlichen Gründen muss der Hip-Hop-Sänger und Deutschrapper Trettmann bis auf weiteres alle Festivalauftritte absagen. Das betrifft auch das OpenAir St.Gallen, wo Trettmann am Freitag auf der Sternenbühne hätte auftreten sollen. Das Festival bedauert auf Facebook den Ausfall. Man sei daran, einen Ersatz zu finden.

Trettmann bei einem Auftritt 2019.

Trettmann bei einem Auftritt 2019.

Bild: PD

Auch Trettmann kommuniziert mit seinen Fans per Facebook: Der Verzicht auf Festivalauftritte sei hart und falle schwer, schreibt er: «Nach zwei Jahren Zwangspause habe ich mich, genauso wie ihr wahrscheinlich, sehr darauf gefreut. Ich hoffe, ich bin bald wieder fit und gebe alles, dass wir uns asap auf einem meiner Konzerte wiedersehen.»

Der Hip-Hop-, RnB- und Dancehall-Sänger Trettmann wurde 1973 als Stefan Richter in Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, in der DDR geboren. Weithin bekannt wurde er ab 2016 mit deutschsprachigem Trap und Cloud Rap, wobei er seine Texte in einem Stil zwischen Rap und moduliertem Gesang vorträgt. Trettmann arbeitet mit dem Produzententeam Kitsch-Krieg zusammen. (pd/vre)

Neue Co-Leitung für das Phönix-Theater Steckborn

Julia Sattler  (links) und Carina Neumer übernehmen als neue Co-Leiterinnen das Phönix-Theater in Steckborn.

Julia Sattler  (links) und Carina Neumer übernehmen als neue Co-Leiterinnen das Phönix-Theater in Steckborn.

Bild: PD

Carina Neumer und Julia A. Sattler übernehmen ab dem 1. Januar 2023 die Leitung des Phönix-Theaters in Steckborn. Sie treten die Nachfolge des langjährigen Leiters und Mitbegründers Philippe Wacker an und werden das Theater in Co-Leitung führen. Die Übergabe erfolgt fliessend und wird am 31. Dezember 2022 abgeschlossen sein. Wie das Phönix-Theater in einer Mitteilung schreibt, möchte die neue Co-Leitung die Arbeit der letzten 40 Jahre fortführen und weiterentwickeln. Das Motto «Theater, Tanz und Töne» werde bewahrt und somit die Kulturvielfalt mit Schwerpunkt Tanz weiterverfolgt.

Das Theater ist Gastspielort für das renommierte Tanzfestivals Steps. Es werden dort aber auch lokale Produktionen aufgeführt. Dies trage einen  wichtigen Teil zur lokalen Kulturförderung bei. Diese Förderung solle künftig durch Residenzen im Phönix-Theater weiter intensiviert werden. Ausserdem wird der neue Fokus auf Vermittlung weiter gestärkt und ausgebaut.

Carina Neumer und Julia A. Sattler sind selbst professionelle Tänzerinnen und absolvierten gemeinsam das Masterstudium in Kulturmanagement in Winterthur. Sie kennen sich seit vielen Jahren, stehen durch unterschiedlichste Projekte in regem Austausch und haben bereits während ihrem Studium diverse Arbeiten und Arbeitsaufträge gemeinsam bestritten.

Carina Neumer wohnt in Schaffhausen, ist ausgebildete Tänzerin und leitet gemeinsam mit vier weiteren Tänzerinnen ihre eigene Tanzkompanie DOXS. Sie ist Fachexpertin Tanz im Kanton Thurgau. Durch ein Engagement an der Operette Sirnach wurde die lokale Vernetzung im Kanton Thurgau gestärkt und um den Bereich Theater erweitert. Aufgewachsen ist Carina Neumer in München. Seit 2019 arbeitete sie im Kulturamt der Stadt Schaffhausen. Ab September wird sie dort ihre Stelle auf die Projektleitung des Festivals «Schaffhauser Kulturtage» reduzieren.

Julia A. Sattler wohnt in Zürich und arbeitet seit 2019 im Kaufleuten Zürich, wo die 32-Jährige mittlerweile verantwortlich für das Konzertprogramm von Kaufleuten Kultur ist. In ihrer Zeit als aktive Bühnentänzerin hat sie in verschiedenen Kompanien und in projektbezogenen Tanzgruppen im In- und Ausland getanzt. Aktuell managt sie das Kammerorchester Resonart. Ausserdem steht sie mit dem Kinderstück «Es Kamel im Zirkus» des Cirque de Loin selbst auf der Bühne und tourt damit vor allem durch die Ostschweiz. (pd/gen)

Der Frauenfelder Dichterstauffer tritt mit dem verstorbenen Hans Krüsi in Dialog

Michael Stauffer ist seit 1999 freier Schriftsteller und lebt heute in Biel.

Michael Stauffer ist seit 1999 freier Schriftsteller und lebt heute in Biel.

Bild: PD

Der Frauenfelder Schriftsteller Michael Stauffer führt am Samstag, 21. Mai, um 17.30 Uhr und am Sonntag, 22. Mai, um 11 Uhr eine Spoken-Word-Performance im Museum im Lagerhaus in St.Gallen auf. Im Zentrum der Vorstellung steht der verstorbene Appenzeller Künstler Hans Krüsi, welchem das Museum bis zum 10. Juli eine ganze Ausstellung gewidmet hat.

Fotos von Hans Krüsi in der Ausstellung «Krüsi am Zug» im Museum im Lagerhaus.

Fotos von Hans Krüsi in der Ausstellung «Krüsi am Zug» im Museum im Lagerhaus.

Bild: Michel Canonica

Am Wochenende taucht Dichterstauffer - wie der Frauenfelder Autor auch genannt wird - in Hans Krüsis Tagebücher mit seinen krummen Reimen ein und beginnt einen Dialog. Begleitet wird Stauffer bei seiner 50-minütigen Text-Performance vom Musiker Adrien Oggier. Die Veranstaltung kann ohne Voranmeldung innerhalb der Ausstellung «Krüsi am Zug» besucht werden. Türöffnung ist jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn. (pd/aye)

Dodo und Rita Roof spielen in Casino Herisau

Dominik Jud, alias Dodo,  startete seine Karriere 1999 mit einer Teilnahme an der Reality-Show «Expedition Robinson» auf dem Fernsehsender TV3.

Dominik Jud, alias Dodo,  startete seine Karriere 1999 mit einer Teilnahme an der Reality-Show «Expedition Robinson» auf dem Fernsehsender TV3.

Bild: PD/ Dominoevent

Am Freitag, 20. Mai, sorgt Dodo im Casino Herisau für gute Stimmung. Der Produzent von preisgekrönten Alben von Stars wie Lo&Leduc, James Gruntz, Nemo oder Steff La Cheffe, erlangte 2015 mit «Hippie-Bus» nationale Bekanntheit. Der 45-Jährige wird neben seinen bekannten Hits vor allem auch neue Songs aus seinem sechsten Album «Pass» zum Besten geben. Aufgenommen wurden die Lieder im Februar 2021 in einem mobilen Container-Studio in den Alpen.

Rita Roof vermischt Reggae und Mundart-Pop in ihren Songs.

Rita Roof vermischt Reggae und Mundart-Pop in ihren Songs.

Bild: PD/ Dominoevent

Den Abend in Herisau eröffnen wird die Zürcher Sängerin Rita Roof um 20 Uhr mit Songs ihres Debutalbum «Stimm i mir». Das gesamte Konzert wurde wegen der Pandemie vom 5. November 2021 auf das aktuelle Datum verschoben. (pd/aye)

Tickets und mehr Informationen unter www.dominoevent.ch

Das Porträt eines grossen Pantomimen: St.Galler Premiere mit Regisseur am Mittwoch im Kinok

Im Kinok läuft am Mittwoch das Porträt des berühmten französischen Pantomimen Marcel Marceau an.

Im Kinok läuft am Mittwoch das Porträt des berühmten französischen Pantomimen Marcel Marceau an.

Bild: PD/ Kinok

Am Mittwoch, 20 Uhr, hat der Film «L’art du silcence» St.Galler Premiere im Kinok. Der Dokumentarfilm porträtiert den berühmten, vor 15 Jahren verstorbenen französischen Pantomimen Marcel Marceau. Erstmals im Kinok gezeigt wird der Streifen in Anwesenheit des Schweizer Regisseurs Maurizius Staerkle Drux. Das Gespräch nach dem Film moderiert Psychotherapeut Bruno Wiederkehr. Dieses und die Fragen aus dem Publikum werden von Gebärdendolmetscherin Sabrina Schuler übersetzt. Der Film ist in einer Fassung mit deutschen Untertiteln für Hörbeeinträchtige zu sehen.

Initialzündung, um einen Film über den grossen Pantomimen Marcel Marceau zu drehen, war für Regisseuer Staerkle Drux eine Begegnung in New York. Er hatte dort eine ältere jüdische Dame kennengelernt, die ihm erzählte, ein Pantomime habe ihr einst das Leben gerettet. Marcel Marceau war einer der grossen Pantomimen, einer, der die stumme Darstellungskunst revolutionierte und auch Künstler anderer Gattungen wie etwa Rudolf Nurejew oder Michael Jackson in ihren Choreografien beeinflusste.

Weniger bekannt ist, dass der 1923 in Strasbourg als Marcel Mangel geborene Künstler aus einer jüdischen Familie stammte und während des zweiten Weltkriegs in der Résistance aktiv war. Er half unter anderem mit, jüdische Kinder in die Schweiz zu schmuggeln. Ausserdem ist der Vater des Regisseurs gehörlos und hat durch Pantomime für sich selbst ein Sprachrohr gefunden. «L’Art du silence» wirft mit seltenen Archivdokumenten ein neues Licht auf eine Jahrhundertfigur. Der Film zeigt auch, wie die Pantomime Kulturen verbindet und Sprachbarrieren abbaut. (pd/vre)

Kulturfestival St.Gallen findet statt: 26 Konzerte vom 29. Juni bis 23. Juli

Nach zwei Jahren Ungewissheit undAbsagen kehrt diesen Sommer auch das Kulturfestival in den St.Galler Stadtpark zurück. Es präsentiert vom 29. Juni bis 23. Juli 26 Konzerte mit Interpreten und Gruppen aus zwölf verschiedenen Ländern im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums.

Das Kulturfestival findet «in einem der schönsten Innenhöfe der Stadt St.Gallen» statt - in jenem des Historischen und Völkerkundemuseums.

Das Kulturfestival findet «in einem der schönsten Innenhöfe der Stadt St.Gallen» statt - in jenem des Historischen und Völkerkundemuseums.

Bild: Urs Bucher

Das Programm des Sommerfestivals ist jetzt online. Ebenfalls gestartet ist der Vorverkauf für Vier- und für Sieben-Tages-Pässe sowie für einzelne Konzertabende im Internet. Bereits ausverkauft ist der erste Abend vom 29. Juni mit The Death South aus Kanada. (pd/vre)

Frauen in Gefahrensituationen

Am Mittwoch, 18. Mai, findet im St.Galler Literaturhaus Wyborada die neunte «Artist's Choice» statt. In der Veranstaltungsreihe lädt die Bibliothek Kunstschaffende ein, sich mit den Beständen der Wyborada zu beschäftigen. Das Resultat ihrer künstlerischen Auseinandersetzung präsentieren sie dann jeweils an einer öffentlichen Veranstaltung.

Diesen Mittwoch wird die St.Galler Künstlerin Beatrice Dörig inspiriert durch Franziska Schutzbachs Buch «Die Erschöpfung der Frauen» ihre Reflexionen zur Frau in unserer Gesellschaft präsentieren. Im Zentrum ihrer Überlegungen wird der von Schutzbach geprägte Begriff «Fawing» stehen.

Beatrice Dörig stellte 2010 in der Galerie vor der Klostermauer aus.

Beatrice Dörig stellte 2010 in der Galerie vor der Klostermauer aus.

Bild: Hanspeter Schiess

«Sie schreibt über den Begriff ‹Fawning›, den es in der englischsprachigen Traumaforschung für ‹nettes Verhalten in Gefahrensituationen› gibt und sinngemäss heisst, sich wie ein süsses Rehkitz zu geben. Es wird der Versuch beschreiben ‹einer Person zu gefallen, um einen Konflikt oder Übergriff zu vermeiden›», begründete die Künstlerin gegenüber des Kulturmagazins Saiten ihre Bücherwahl.

Bei Bier und Brezeli wird Dörig ab 19 Uhr in der Studio Bibliothek Wyborada eine kleine Serie mit Zeichnungen präsentieren, die durch die Auseinandersetzung mit Schutzbachs Werk entstanden. (pd/aye)

Sonderausstellung in Winterthur für das Literaturhaus Wyborada

Für Samstag, 21. Mai, hat das Literaturhaus Wyborada in St.Gallen eine Sonderführung durch die von Tilda Swinton kuratierte Fotoausstellung «Orlando» organisiert, die derzeit im Fotomuseum Winterthur zu sehen ist. Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen 1928 erschienenen Roman der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf. Er erzählt die Geschichte eines jungen, adligen Menschen zur Zeit von Königin Elisabeth I., welcher über Jahrhunderte lang lebte und dabei auf mysteriöse Weise imstande war, sein Geschlecht zu wechseln.

Tilda Swinton ist regelmässig auf den Kinoleinwänden zu sehen, etwa bei Marvels Superhelden-Film «Avengers: Endgame» oder «The French Dispatch» 2021 unter der Regie von Wes Anderson.

Tilda Swinton ist regelmässig auf den Kinoleinwänden zu sehen, etwa bei Marvels Superhelden-Film «Avengers: Endgame» oder «The French Dispatch» 2021 unter der Regie von Wes Anderson.

Bild: Hannah Mckay / EPA

Diese Geschlechterfluidität greift die Schauspielerin Tilda Swinton, die 1992 die Hauptrolle bei der Verfilmung des Romans durch Sally Potter übernahm, in der Ausstellung auf. Die Kunsthistorikerin Astrid Näff wird am Samstag durch die Ausstellung führen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Mittagessen über das Thema und die Ausstellung in Winterthur auszutauschen. (pd/aye)

«Prinzessinnen-Scheiss» in der reformierten Kirche Heiden

Am Sonntag, 22. Mai, um 17 Uhr tritt das Frauentrio Care Bells mit ihrem musikalischen Kabarett «Prinzessinnen-Scheiss» in der reformierten Kirche Heiden auf. Das Stück wird im Anschluss auf das Referat mit der Ökonomin, Politikwissenschaftlerin und Soziologin Feline Tecklenburg über das Thema «Wirtschaft ist Care» aufgeführt. Tecklenburg ist Mitglied im Leitungsteam der siebten Schweizer Frauen*synode 2021 in Sursee.

Das Kabarett-Trio Care Bells besteht aus den Spielerinnen Kathrin Bolt, Andrea Scherrer und Bernadette Mock.

Das Kabarett-Trio Care Bells besteht aus den Spielerinnen Kathrin Bolt, Andrea Scherrer und Bernadette Mock.

Bild: PD

Mit Liedern und Szenen zeigen die Spielerinnen auf, wie Frauen vielerorts wirtschaftlich benachteiligt werden - obschon gerade sie oftmals diejenigen sind, welche unverzichtbare Care-Arbeit unbezahlt verrichten. «Prinzessinnen-Scheiss» möchte sich lustvoll mit einem ernsten, oft auch tragischen Thema auseinandersetzen und zum Um- und Weiterdenken anregen. Im Anschluss auf den Auftritt findet ein Apéro statt. (pd/aye)

Schönes Wetter zog viele Leute ans Tanzfest St.Gallen

Von Freitag bis Sonntag wurde überall in St.Gallen getanzt.

Von Freitag bis Sonntag wurde überall in St.Gallen getanzt.

Bild: Ralph Ribi

Tanz sichtbarer machen, das war das Ziel des Tanzfestes St.Gallen. «Das ist uns gelungen», sagt Co-Koordinatorin Marula Eugster. Rund 2’500 Personen nahmen am Wochenende an Kursen teil oder schauten sich die Auftritte an den verschiedenen Standorten in der Stadt an. Von Freitag bis Sonntag gab es 32 Programmpunkte verteilt in der Innenstadt. (dh)

Chlyklass rappt in Rorschach

Chlyklass ist ein Zusammenschluss Berner Hip-Hop-Bands.

Chlyklass ist ein Zusammenschluss Berner Hip-Hop-Bands.

Bild: Peter Pfistner

Am Freitag, 20. Mai, tritt Chlyklass in der Eventhalle Industrie36 in Rorschach auf. Die Tonträger der 1999 gegründeten Berner Crew gelten als Meilensteine im Mundart-Rap. «Ke Summer» - ihr erstes gemeinsames Album - erschien 2005. Zehn Jahre später folgte dann ihr zweites Album. «Wieso immer mir?» stieg direkt auf Platz 1 der Album-Charts ein. Nun ist die Crew mit ihrem dritten Album «Deitinge Nord», das Anfang 2020 erschienen, auf Tour.

Rapture Boy heisst mit richtigem Namen Shaquille Bernhard und kommt aus St.Gallen.

Rapture Boy heisst mit richtigem Namen Shaquille Bernhard und kommt aus St.Gallen.

Bild: Tobias Garcia

In Rorschach geben die Mundart-Rapper neue und alte Hits zum Besten. Den Abend um 20.30 Uhr eröffnen wird Rapture Boy. Der Rapper holte sich 2020 den ersten Platz beim «Band X Ost» Contest. Chlyklass wird um 21.15 Uhr auftreten. Türöffnung ist um 19.30 Uhr. (pd/aye)

Mehr Informationen zum Event unter www.treppenhaus.ch

KIK-Festival in Kreuzlingen endet mit den Auftritten von Tina Teuber, Uta Köbernick und Christine Prayon

Das KIK-Festival des Kulturvereins Kabarett in Kreuzlingen (KIK) neigt sich diesen Monat seinem Ende zu. Die letzten zwei Vorstellungen im Rahmen des Kabarett-Festivals im Thurgau geben drei Frauen.

Tina Teubners Programm «Ohne Dich war es immer so schön» beschreibt eine Zeit, in der die Welt Kopf steht.

Tina Teubners Programm «Ohne Dich war es immer so schön» beschreibt eine Zeit, in der die Welt Kopf steht.

Bild: PD/ KIK-Festival

Den Anfang macht die deutsche Kabarettistin, Autorin und Chansonsängerin Tina Teubner am Donnerstag, 19. Mai, im Theater an der Grenze. Dort bringt sie in Begleitung von Ben Süverkrüp am Klavier ihr 2021 entstandenes Programm «Ohne Dich war es immer so schön» auf die Bühne. Teubner wirft im Stück die Frage in den Raum wie es denn wäre, ein Leben zu führen, das den Titel Leben verdient.

Ausschnitt aus Uta Köbernicks Programm «Ich bin noch nicht fertig».

Ausschnitt aus Uta Köbernicks Programm «Ich bin noch nicht fertig».

Bild: Carole Lauener

Am Sonntag, 22. Mai, laden dann die Liedermacherin Uta Köbernick und die Kabarettistin Christine Prayon zum gemeinsamen Doppelabend im Sport- und Kulturzentrum Dreispitz in Kreuzlingen ein. Köbernick wird mit ihrem Soloprogramm «Ich bin noch nicht fertig» auftreten.

Christine Prayon erhielt 2019 den Dieter-Hildebrandt-Preis, welcher Kabarettistinnen und Kabarettisten auszeichnet, die sich mit ihren politischen oder gesellschaftlichen Programmen profilieren können.

Christine Prayon erhielt 2019 den Dieter-Hildebrandt-Preis, welcher Kabarettistinnen und Kabarettisten auszeichnet, die sich mit ihren politischen oder gesellschaftlichen Programmen profilieren können.

Bild: PD

Prayon, die regelmässig in deutschen Satiresendungen wie «Die Anstalt» oder «Die Heuteshow» auftritt, wird Auszüge aus «Abschiedstour» zum Besten geben. Beide Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr. Türöffnung ist jeweils um 19.30 Uhr. (pd/aye)

Tickets und mehr Informationen unter www.kik-kreuzlingen.ch

Vorlesetag mit Tranquillo Barnetta und Gabriela Manser

Am Mittwoch, 18. Mai, findet der fünfte Schweizer Vorlesetag statt. Über 5000 Vorleserinnen und Vorleser werden in Schulen, Museen, Bibliotheken, zu Hause und an vielen weiteren Orten Kindern und Jugendlichen Geschichten vorlesen. Als Botschafterinnen und Botschafter des Vorlesetags werden auch zwei St.Galler Promis an den Veranstaltungen teilnehmen.

St. Galler Ex-Profifussballer Tranquillo Barnetta wirkt schon seit einigen Jahren als Botschafter für den Vorlesetag.

St. Galler Ex-Profifussballer Tranquillo Barnetta wirkt schon seit einigen Jahren als Botschafter für den Vorlesetag.

Bild: PD
Gabriela Manser ist Geschäftsführerin der Firma Goba AG, die vor allem für die Flauder-Limonade bekannt ist.

Gabriela Manser ist Geschäftsführerin der Firma Goba AG, die vor allem für die Flauder-Limonade bekannt ist.

Bild: Ralph Ribi

Der ehemalige Fussballprofi Tranquillo Barnetta wird am Mittwoch in St.Gallen, die St.Galler Unternehmerin Gabriela Manser in Gonten Primarschülerinnen und Primarschülern vorlesen. Der Schweizer Vorlesetag ist eine Initiative des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien SIKJM. (pd/aye)

Das ganze Programm des Vorlesetags ist unter www.schweizervorlesetag.ch/de/veranstaltungen/ einsehbar.

Elisabeth Sobotka wird 2024 Intendantin der Berliner Staatsoper

Derzeit ist Elisabeth Sobotka Intendantin der Bregenzer Festspiele. Diesen Sommer feiert Puccinis «Madame Butterfly» Premiere auf der Seebühne.

Derzeit ist Elisabeth Sobotka Intendantin der Bregenzer Festspiele. Diesen Sommer feiert Puccinis «Madame Butterfly» Premiere auf der Seebühne.

Bild: Anja Köhler

Die Bregenzer Festspielintendantin Elisabeth Sobotka wechselt im Herbst 2024 nach Berlin. Sie übernimmt mit der Intendanz der Staatsoper Unter den Linden eines der weltweit führenden Opernhäuser. Sobotka wird die Nachfolge von Matthias Schulz antreten, dessen Vertrag 2024 ausläuft und der ab der Saison 2025/26 Andreas Homoki am Opernhaus Zürich ablöst. Ihren Vertrag mit den Bregenzer Festspielen wird Elisabeth Sobotka bis zum Ende der Laufzeit nach dem Sommer 2024 erfüllen. Die aus Wien stammende Kulturmanagerin leitet seit 2015 das Sommerfestival am Bodensee. An der Berliner Staatsoper war sie bereits zwischen 2002 und 2007 Operndirektorin.

Sobotka gilt in Berlin als Wunschkandidatin des umstrittenen Generalmusikdirektors Daniel Barenboim, dem eine autokratische Führungsstruktur vorgeworfen wird. Auf die Entscheidung des Beratungsgremiums reagierte Barenboim euphorisch; eine Mitteilung der Bregenzer Festspiele zitiert den Dirigenten wie folgt: «Elisabeth Sobotka ist engagiert, kenntnisreich, begeisterungsfähig und äusserst vielseitig in ihrem künstlerischen Denken. Darüber hinaus schätze ich ihre kollegiale Art und ihren Führungsstil sehr. Sie brennt für die Oper und die Musik und ist als Intendantin ein Glücksfall für die Staatsoper.»

Die Bregenzer Festspiele lassen die 57-Jährige nicht gern ziehen. «Elisabeth Sobotka hat nicht nur auf der Seebühne grosse Erfolge erschaffen, sondern auch die weiteren Spielorte des Festivals künstlerisch profiliert», würdigt Festspielpräsident Klaus-Peter Metzler ihre Verdienste. Auch Sobotka räumt ein, sie werde in Berlin «die Bregenzer Festspiele als einen aussergewöhnlichen Ort mit einer aussergewöhnlichen Magie vermissen.»

In Bregenz wird Elisabeth Sobotka noch zwei Premieren auf der Seebühne verantworten: Puccinis «Madame Butterfly» unter der Regie von Andreas Homoki in den Spielzeiten 2022 und 2023 sowie Carl Maria von Webers «Der Freischütz» im Sommer 2024, unter der Regie von Philpp Stölzl, der in Bregenz zuletzt «Rigoletto» inszenierte.

Die frei werdende Position in Bregenz soll nach dem kommenden Festspielsommer zur Neubesetzung ausgeschrieben werden. (pd/bk.)

Die Weinfelder Pianistin Simone Keller erhält den Thurgauer Kulturpreis

Simone Keller erhält 2022 nicht nur einen Schweizer Musikpreis, sondern auch den Thurgauer Kulturpreis.

Simone Keller erhält 2022 nicht nur einen Schweizer Musikpreis, sondern auch den Thurgauer Kulturpreis.

Bild: Reto Martin

Der diesjährige Kulturpreis des Kantons Thurgau geht an die Musikerin Simone Keller. Mit dem Preis, der mit 20’000 Franken dotiert ist, würdigt der Regierungsrat das langjährige Schaffen der Pianistin, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt.

Die gebürtige Weinfelderin zeichne sich durch herausragende Virtuosität, grosse Spielfreude und soziales Engagement aus. Keller pflege ein breites Repertoire in der klassischen und modernen Musik bis hin zu experimentellen und interdisziplinären Formaten und übe eine äusserst aktive und intensive Konzerttätigkeit im In- und Ausland aus. Zudem sei sie Mitglied zahlreicher experimenteller Ensemble und initiiere immer wieder eigene Projekte.

Für ihr Schaffen hat Simone Keller bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, unter anderem den IBK-Förderpreis 2019, den Conrad Ferdinand Meyer-Preis 2021 und den Schweizer Musikpreis 2022. Neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit widmet sich Simone Keller verschiedenen soziokulturellen Vermittlungsprojekten: unter anderem in Zusammenarbeit mit Schulklassen, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, Erwerbslosen, Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund.

Der Thurgauer Kulturpreis wird am Mittwoch, 24. August 2022, um 19.30 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Feier im Eisenwerk in Frauenfeld durch Regierungsrätin Monika Knill, Chefin des Departements für Erziehung und Kultur, übergeben. Die Laudatio hält die Musikjournalistin Theresa Beyer. (pd/gen)

Cony Sutter und Fredy Schär im Kinotheater Madlen

Am Mittwoch, 18. Mai, spielen die beiden Comedian Cony Sutter und Fredy Schär im Kinotheater Madlen in Heerbrugg. Der Zürcher Cony Sutter hat sich in der Rolle des Kultbauern bei Hösli & Sturzenegger im SRF-Samschtig- und Donnschtig-Jass einen Namen gemacht. Der Baselbieter Schär ist seit den neunzigern als Troubadour und Kabarettist auf den Bühnen der Schweiz unterwegs.

Sutter und Schär haben sich für ihr Comedy-Programm «Ohalätz» zusammengetan.

Sutter und Schär haben sich für ihr Comedy-Programm «Ohalätz» zusammengetan.

Bild: PD

In ihrem Bühnenprogramm «Ohalätz», das sie nächste Woche einmalig im Rheintal spielen, treten die beiden zwar nicht zusammen, dafür hintereinander auf. Der eine bestreitet den ersten Teil des Comedy-Programms, der andere den zweiten. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. (pd/aye)

Tickets unter Eventfrog.

Lesung im Festsaal St.Katharinen: Biografischer Roman über den St.Galler Parapsychologen Alex Schneider

Diesen Freitag, 13. Mai, 19 Uhr, stellt Autorin Christine Picciolo-Schneider zusammen mit Hans-Peter Studer das Buch «Stelldichein mit einer anderen Welt» im Festsaal St.Katharinen vor. Der Eintritt kostet zehn Franken. Im Zentrum der Geschichte steht Alex Schneider. Der 2012 im Alter von 85 Jahren verstorbene St.Galler Kantilehrer war der berühmteste Parapsychologe der Schweiz. Er suchte den Kontakt zu Verstorbenen, Wahrsagerinnen und Gurus. Mit teils erstaunlichen Resultaten.

Christine Picciolo-Schneider mit dem biografischen Roman über ihren Mann Alex Schneider. Der St.Galler war einer der bekanntesten Parapsychologen der Schweiz.

Christine Picciolo-Schneider mit dem biografischen Roman über ihren Mann Alex Schneider. Der St.Galler war einer der bekanntesten Parapsychologen der Schweiz.

Bild: Benjamin Manser (28.2.2022)

Im biografischen Roman «Stelldichein mit einer anderen Welt» erzählt die Frau von Schneider Anekdoten aus seiner Kindheit bis zu,  seinen letzten Jahren. Es geht in der Geschichte ums alte St.Gallen, um den zweiten Weltkrieg, um schöne Erinnerungen in der Studentenverbindung, um aufregende Bergabenteuer beim SAC, dem Leben als Kantilehrer und Vater von fünf Kindern. Auf Schritt und Tritt begegnet man den Überzeugungen und Erfahrungen von Alex Schneider als Parapsychologe. (pd/vre)

Restaurant Eintracht in Appenzell wird zum Ausstellungsraum

Der Appenzeller Künstler Stefan Inauen lanciert das neue Ausstellungs- und Veranstaltungsformat «Night Collection».

Der Appenzeller Künstler Stefan Inauen lanciert das neue Ausstellungs- und Veranstaltungsformat «Night Collection».

Bild: Michel Canonica

Night Collection heisst das neue Ausstellungs- und Veranstaltungsformat, das der Appenzeller Künstler Stefan Inauen am Samstag, 14. Mai, um 16 Uhr lanciert. Den Auftakt macht er mit einer Ausstellung im ehemaligen Restaurant Eintracht in Appenzell mit Kunstschaffenden aus seinem Freundeskreis. Mit dabei ist der gebürtige Appenzeller und weltbekannte Bildhauer Roman Signer, seine Tochter Barbara Signer, Michael Bodenmann, Vittorio Brodmann, Armen Eloyan und Fabian Marti. Während der Dauer der Ausstellung (bis 26. Juni) gibt es jeden Samstag ab 21 Uhr ein Musikprogramm unter dem Titel «Nie gehörte Musik». (pd/gen)

Tanzfestival Steps widmet sich der Frage: Wie würde eine ideale Welt aussehen?

Im Rahmen des Tanzfestivals Steps, das in diesem Jahr in St.Gallen stattfindet, gastiert am Montag, 16. Mai, die US-amerikanische Tänzerin und Choreografin Annie Hanauer. Bekannt wurde Hanauer durch ihren steilen Karrierestart 2008 mit ihren Auftritten mit der britischen Candoco Dance Company, durch welche der Tänzerin mit Behinderung der Sprung in die Mainstream-Tanzwelt gelang.

Annie Hanauer kommt aus dem Bundesstaat Minesota im Norden der USA.

Annie Hanauer kommt aus dem Bundesstaat Minesota im Norden der USA.

Bild: PD/ Steps

Am Montag führt Hanauer um 20 Uhr das Stück «A Space For All Our Tomorrows» in der Lokremise auf. Gemeinsam mit Giuseppe Comuniello und Laila White und der Musikerin Deborah Lennie geht die 35-Jährige dem Thema Utopien nach und der Frage, wie eine ideale Welt aussehen würde. (pd/aye)

Palace St.Gallen: Franca Mock und Lorik Visoka neu in der Betriebsleitung

Das St. Galler Musik- und Diskussionslokal Palace.

Das St. Galler Musik- und Diskussionslokal Palace.

Bild: Michel Canonica

Die Betriebsleitung des St.Galler Kulturlokals Palace besteht neu aus einem Dreierteam: Franca Mock und Lorik Visoka werden ab kommender Saison zusammen mit Johannes Rickli für die Programmgestaltung verantwortlich sein. Mock und Visoka übernehmen die Stelle von Fabian Mösch, der Ende Juni das Haus nach fünfeinhalb Jahren verlässt.

Der Vorstand der Association Palace (des Betriebsvereins) hat zusammen mit Johannes Rickli, der ab 2018 mit Mösch gemeinsam im Palacebüro arbeitet, den Ausschreibungsprozess in Angriff genommen und am Schluss zahlreiche Bewerbungsgespräche geführt. «Es war ein intensiver und erfreulicher Prozess, weil durch die guten Bewerbungen auch die eine oder andere strategische Entscheidung getroffen werden konnte», schreibt Rickli.

Die bisherigen Programmchefs: Fabian Mösch, links, und Johannes Rickli.

Die bisherigen Programmchefs: Fabian Mösch, links, und Johannes Rickli.

Bild: Benjamin Manser

Mit Mock und Visoka heuern zwei neugierige Menschen an, die laut Rickli «ihre Antennen in unterschiedliche popkulturelle und künstlerische Gefilde ausgestreckt haben». Franca Mock beispielsweise als Bassistin bei der Band Velvet Two Stripes und auch als Veranstalterin eines kleines Festivals. Zudem pflegt die ausgebildete Italienischlehrerin Kontakte und Interessen im musikalischen Süden. Lorik Visoka wiederum sammelte bereits Anfang der 2010er-Jahre Erfahrung im Palacebüro und verfügt über ein breites Wissen in popmusikalischen Nischen und popkulturellen Diskursen. (pd/wec)

Zwei Ostschweizer Musikschaffende erhalten einen Schweizer Musikpreis

Die gebürtige Weinfelderin Simone Keller erhält einen Schweizer Musikpreis.

Die gebürtige Weinfelderin Simone Keller erhält einen Schweizer Musikpreis.

Bild: Reto Martin

Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat zum neunten Mal Schweizer Musikerinnen und Musiker mit dem «Schweizer Musikpreis» für ihr herausragendes und innovatives Musikschaffen ausgezeichnet. Unter den Gewinnerinnen und Gewinnern des mit 25'000 Franken dotierten Preises befinden sich auch zwei aus der Ostschweiz: die Weinfelder Pianistin Simone Keller und der Ausserrhoder Komponist Daniel Ott.

Der Ausserrhoder Komponist Daniel Ott.

Der Ausserrhoder Komponist Daniel Ott.

Bild: Manu Theobald

Keller ist als Interpretin und Performerin in der zeitgenössischen Musik, im Musiktheater und in der Improvisation sowie in experimentellen und partizipativen Formaten zu Hause. Ott tritt schon seit längerem immer wieder mit neuen und interdisziplinären Kompositions- und Darbietungsformen im Bereich des Musiktheaters in Erscheinung. Mit dem Schweizer Musikpreis erhalten die beiden auch je 25'000 Franken Preisgeld.

Den höchsten Preis, der mit 100'000 Franken dotierte «Schweizer Grand Prix Musik» geht an das Duo Yello von Dieter Meier und Boris Blank. Gewürdigt wird es «für seine Ori­ginalität, seine Ausstrahlung und seinen bedeutenden Einfluss auf die elektroni­sche Musik», heisst des seitens des BAK. Nach der Buchveröffentlichung zum 40-jährigen Bestehen im 2021 laufen derzeit Dreharbeiten mit dem US-Dokumentarfilmregisseur Nick Canfield.

Daneben vergab das Bundesamt auch erstmals drei «Spezialpreise Musik» an Organisationen oder Kulturschaffende für Ihren Beitrag zur Schweizer und internationalen Musikszene.

Die Preisverleihung wird am 16. September 2022 im Theater L’Octogone in Pully bei Lausanne in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset stattfinden. Sie ist Teil des Festivals «Label Suisse», das Formationen und Musikschaffenden aus allen Musiksparten präsentiert. (pd/aye)

Olivia El Sayed mit erstem Bühnenprogramm zu Gast in Herisau

Die Winterthurerin Olivia El Sayed macht ihre Familiengeschichte zum Thema ihres ersten Bühnenprogramms «flowery words».

Die Winterthurerin Olivia El Sayed macht ihre Familiengeschichte zum Thema ihres ersten Bühnenprogramms «flowery words».

Bild: Matthis Kleeb

Olivia El Sayeds Eltern sind die Primarlehrerin Maja aus Pfungen und der ägyptische Saisonnier Mohamed. Die Autorin, die auch für das NZZ Magazin schreibt, macht ihre teils komplizierte Familie zum Thema ihres ersten Bühnenprogramms «flowery wordis». So nannte ihr Vater seine ganz eigene Sprache, eine Mischung aus Englisch, Deutsch und Arabisch, die manchmal ausser ihm niemand verstand.

Die 40-jährige Winterthurerin tritt im Rahmen ihrer Schweiz-Tournee am Samstag um 20 Uhr in der Alten Stuhlfabrik Herisau auf (Türöffnung 19 Uhr). Regie führt der Spoken-Word-Künstler und Autor Reeto von Gunten, mit welchem El Sayed in Zürich eine Textwerkstatt betreibt. (pd/gen)

Usama Al Shamani und Zsuzsanna Gahse eröffnen das Frauenfelder Bücherfest

Am Donnerstag, 19. Mai, sind der Autor Usama Al Shamani und die Autorin Zsuzsanna Gahse zu Gast im Frauenfelder Bücherladen Marianne Sax. Sie werden mit einer Lesung und eines anschliessenden Gesprächs unter dem Titel «Bleib doch, komm wieder» das Frauenfelder Bücherfest eröffnen. Dies, weil die beiden mit ihrer Herkunft und Geisteswelt die Kantosgrenzen sprengen würden, heisst es Seitens der Organisatoren, der Frauenfelder Lesegesellschaft.

Usama Al Shamani brachte 2020 sein zweites Buch «Im Fallen lernt die Feder fliegen» heraus.

Usama Al Shamani brachte 2020 sein zweites Buch «Im Fallen lernt die Feder fliegen» heraus.

Bild: Andrea Stalder

Usama Al Shamani wurde 1971 in Bagdad geboren und lebt seit vielen Jahren in Frauenfeld. Neben deinem Werk als Schriftsteller, ist er auch in den Medien regelmässig präsent durch seine Arbeit in der Kritikerrunde des SRF-Literaturclubs. Zsuzsanna Gahse kam 1946 in Budapest zur Welt und lebt in Müllheim. Sie erhielt 2019 den Grand Prix Literatur des Bundesamtes für Kultur.

Zsuzsanna Gahse erhielt für ihren Debüt-Roman «Zero» 1983 den Aspekte-Literaturpreis.

Zsuzsanna Gahse erhielt für ihren Debüt-Roman «Zero» 1983 den Aspekte-Literaturpreis.

Bild: PD

Das Festival findet vom 19. bis 22. Mai in der Kantonshauptstadt statt. Thurgauer Autoren, Illustratorinnen, Slam Poeten und Musikerinnen lesen, spielen und diskutieren an diesen Tagen an verschiedenen Standorten in Frauenfeld. (pd/aye)

Das Programm und weitere Informationen sind unter www.buecherfest.ch zu finden.

Dreissig Comics und Mangas gratis zum Mitnehmen in St.Gallen

Am Samstag, 14. Mai 2022, findet in Comic und Manga spezialisierten Buchhandlungen in der Schweiz, Deutschland und Österreich der Gratis-Comic-Tag statt. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaftsmarketingaktion von Comicverlagen und -händlern, die seit 2010 jährlich jeden zweiten Samstag im Mai stattfindet - jeweils eine Woche nach dem US-amerikanischen Vorbild, dem «Free Comic Book Day», der seit 2002 veranstaltet wird. Für diesen Tag produzieren viele Comic-Verlage in den drei Ländern eigens über dreissig Hefte.

Die Genossenschaftsbuchhandlung Comedia in der Katharinengasse 20 in St.Gallen entstand 1982 aus dem zweitältesten Comicladen der Deutschschweiz.

Die Genossenschaftsbuchhandlung Comedia in der Katharinengasse 20 in St.Gallen entstand 1982 aus dem zweitältesten Comicladen der Deutschschweiz.

Bild: Ralph Ribi

In der Ostschweiz nehmen die beiden St.Galler Buchhandlungen Comedia und Orell Füssli Thalia daran teil. Zu ihren regulären Öffnungszeiten können in ihren Läden bis zu dreissig ausgewählte Comics und Mangas gratis mitgenommen werden. Die Auswahl reicht von Mangas über Superhelden, frankobelgische Abenteuer, Disney bis hin zu Independent Comics. (pd/aye)

Welche Hefte kostenlos ausgelegt sind, kann man unter www.gratiscomictag.de herausfinden.

Forum Würth Rorschach und Arenenberg gemeinsam für Gärten

Am Samstag, 14. Mai, lädt das Forum Würth Rorschach um 16 Uhr zu einem Vortrag über Bodenseegärten ein. Dominik Gügel, Gartenhistoriker, Autor und Direktor des Napoleonmuseums Arenenberg wird dabei sein jüngst erschienenes Buch «Die schönsten Bodenseegärten und ihre Geschichte» präsentieren. Darin und nimmt Gügel das Publikum mit auf eine Zeitreise durch historische Gärten der Bodenseeregion von Arenenberg über Bischofszell bis nach Rorschach.

Dominik Gügel setzt sich schon seit vielen Jahren für die gesellschaftliche Bedeutung von Gärten als Kulturgut ein.

Dominik Gügel setzt sich schon seit vielen Jahren für die gesellschaftliche Bedeutung von Gärten als Kulturgut ein.

Bild: Reto Martin

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Verein Bodenseegärten statt und dauert etwa 90 Minuten. Eine Anmeldung muss via Mail an rorschach@forum-wuerth.ch mindestens zwei Tage vor dem Vortrag vorgenommen werden. Der Eintritt ist frei. (pd/aye)

Noche Cubano mit El Nene in St.Gallen und Rorschach

Dieses Wochenende, am 13. und 14. Mai, lädt das St.Galler Gambrinus Jazz Plus zu einer Noche Latina ein. Auftreten wird an beiden Abenden der Son-Cubano-Sänger Pedro Lugo Martínez mit seiner Band «Son del Nene».

El Nene wird an der Gitarre von Carlos Infante, am Bass von Deivys Berroa, an den Congas von Rigoberto Gonzalez, an der Trompete von Ernesto Reyes, an den Bongos von Yoendry Ferrer und an der Tres-Cubano-Gitarre von Arjadi Sanchez begleitet (von links nach rechts).

El Nene wird an der Gitarre von Carlos Infante, am Bass von Deivys Berroa, an den Congas von Rigoberto Gonzalez, an der Trompete von Ernesto Reyes, an den Bongos von Yoendry Ferrer und an der Tres-Cubano-Gitarre von Arjadi Sanchez begleitet (von links nach rechts).

Bild: PD/ Gambrinus Jazz Plus

Der Kubaner, der besser unter seinem Künstlernamen El Nene (spanisch: Das Baby) bekannt ist, wird mit seinem Septett typischen Son Cubano wiedergeben. Gelernt hat er diesen von der kubanischen Grösse Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club) höchstpersönlich, mit dem er einst auch auf Tournee ging. Am Freitag, 13. Mai, findet das Konzert um 19 Uhr im St.Galler Bistro Einstein statt, am Samstag, 14. Mai, um 21 Uhr im Industrie36 in Rorschach. (pd/aye)

Mehr Informationen und Tickets unter www.gambrinus.ch

Das Stradivari Quartett im Kloster Fischingen

Die Cellistin Maja Weber rief 2007 das «Stradivari Quartett» ins Leben, dessen Mitglieder bis 2019 allesamt auf Instrumenten des gleichnamigen legendären Geigenbauers spielten.

Die Cellistin Maja Weber rief 2007 das «Stradivari Quartett» ins Leben, dessen Mitglieder bis 2019 allesamt auf Instrumenten des gleichnamigen legendären Geigenbauers spielten.

Bild: Zvg/ Marco Borggreve

Am Donnerstag, 12. Mai, tritt im Kloster Fischingen das Stradivari Quartett von Maja Weber auf. Lisa Schatzman an der Violine, Lech Antonio Uszynski an der Viola, Maja Weber am Violoncello und Benjamin Engeli am Klavier spielen in der Bibliothek des Klosters im Rahmen der Konzertreihe «Klangwelle Ostschweiz». Eröffnet wird der Abend vom CH-Media Kulturredaktor Christian Berzins.

Die «Klangwellen», ein Konzertformat des Stradivari Quartetts, widmen sich in dieser Saison ganz dem Werk des Komponisten Johannes Brahms. Konzerte finden in fünf Regionen der Schweiz statt: Zürichsee, Rhein, Aare, Ostschweiz, Innerschweiz. Nach dem Konzert offeriert das Kloster Fischingen einen Apéro, bei dem die Musizierenden mit ihrem Publikum in Kontakt kommen können. (pd/aye)

Sonntagsmatinee im St.Galler Studiokino: «Für immer Sonntag» mit dem Regisseur und seinen Eltern

Die Pensionierung ist nichts für Feiglinge: Was es heisst, aus dem Berufs- in den Rentneralltag zu wechseln, zeigt der Film von Steven Vit. Er begleitet seinen Vater Rudy mit der Kamera beim schwierigen Schritt. Er wählt diesen Moment der Krise und der Zerbrechlichkeit, um einen Menschen zu entdecken, von dem er viel zu wenig weiss. Vater und Sohn gehen gemeinsam auf die letzte Geschäftsreise nach Asien.

Rudy Vit steht vor der Pensionierung, die sein Leben grundlegend auf den Kopf stellen wird.

Rudy Vit steht vor der Pensionierung, die sein Leben grundlegend auf den Kopf stellen wird.

Bild: PD/ Kinok

Rudy Vit war 43 Jahre lang für das gleiche Unternehmen tätig. Nun steht er kurz vor der Pensionierung. Damit fällt der durch die Arbeit bestimmte tägliche Rahmen weg. Mit Folgen furs eheliche Zusammenleben. Auf einmal gibt es viel Zeit zum Nachdenken, Gärtnern, Golf spielen, Einkaufen und Kochen. Was Reibungsflächen erzeugt, denn Einkaufen und Kochen waren bis anhin die Domäne von Ehefrau Käthi. Für Rudy wird der neue Lebensabschnitt zur emotionalen Achterbahn.

«Für immer Sonntag» feierte seine Premiere kürzlich am Festival Visions du Réel in Nyon. Am kommenden Sonntag, 11 Uhr, ist der Streifen nun erstmals in St.Gallen zu sehen. Im Kinok in der Lokremise St.Gallen werden nach dem Film Regisseur Steven Vit und seine Protagonisten und Eltern, Rudy und Käthi Vit, anwesend sein. Das Gespräch mit ihnen führt der Filmjournalist Alan Mattli. (pd/vre)

Ticketreservation unter www.kinok.ch

Gedichte zu E-Bass im Frauenfelder Orell Füssli

Simone Lappert war 2019 mit ihrem Roman «Der Sprung» für den Schweizer Buchpreis nominiert.

Simone Lappert war 2019 mit ihrem Roman «Der Sprung» für den Schweizer Buchpreis nominiert.

Bild: Ennio Leanza

Am Donnerstag, 12. Mai, lädt die Orell Füssli Buchhandlung in Frauenfeld zu einer Poetry Performance ein. Die Aarauer Schriftstellerin Simone Lappert liest ab 20 Uhr aus ihrem Lyrikband «Lang fällige Verwilderung». Ihre Gedichte handeln von Aufbrüchen, Sehnsüchten, Selbstbestimmung und der fragilen Gegenwart.

An der Spoken Poetry Performance wird Lapperts Wort von von der Musikerin Martina Berther am E-Bass musikalisch aufgegriffen. Sie ist auch mit der Schweizer Sängerin Sophie Hunger bereits auf Tour gewesen. (pd/aye)

Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt via Mail an frauenfeld@orellfüssli.ch.

Schundliteratur bei Vollmond

Schwerelos mondwärts: Jeden Monat bei Vollmond findet am Theater Konstanz ein experimentelles Latenight-Programm statt. Diesmal in der Werkstatt Inselgasse.

Schwerelos mondwärts: Jeden Monat bei Vollmond findet am Theater Konstanz ein experimentelles Latenight-Programm statt. Diesmal in der Werkstatt Inselgasse.

Bild: Theater Konstanz

Das Theater Konstanz lädt am 16. Mai um 22 Uhr wieder zur Late-Night-Veranstaltung vollMond – dieses Mal wird sie nicht im Foyer der Spiegelhalle, sondern in der Werkstatt Inselgasse stattfinden. Unter dem Titel «Wo mein Herz zuhause ist…» werden Mitglieder des Schauspielensembles tief in der Gefühlskiste wühlen, Groschenromane und Schlager rehabilitieren.

Patrick O. Beck, Odo Jergitsch, Kristina Lotta Kahlert, Jana Alexia Rödiger und Rudolf Hartmann am Akkordeon bringen so manches dichterische Kleinod der Schundliteratur ans Bühnenlicht und sind den wahren musikalischen Kostbarkeiten auf der Spur. Der Abend verspricht, wieder einmal «die Herzen zum Klingen zu bringen»: mit tiefem Feeling und subtilem Augenzwinkern. (pd/bk.)

Tickets im Webshop des Theaters Konstanz.

Miss C-Line im Eisenwerk Frauenfeld

Carolina Müller alias Miss C-Line fällt in der männerdominierten Rapszene nur schon aufgrund ihrer Repräsentatinnenrolle regelmässig an Rap-Events wie dem «Virus Bounce Cypher» auf.

Carolina Müller alias Miss C-Line fällt in der männerdominierten Rapszene nur schon aufgrund ihrer Repräsentatinnenrolle regelmässig an Rap-Events wie dem «Virus Bounce Cypher» auf.

Bild: PD/ Eisenwerk Frauenfeld

Am Mittwoch, 11. Mai, tritt Miss C-Line im Eisenwerk Frauenfeld auf. Die Vocalistin und Poduzentin lässt in ihren Eigenkompositionen Rap, Jazz, Electronica und Soul zu einem ganz eigenen Sound verschmelzen. Erst kürzlich hat Carolina Müller, wie MISS C-LINE mit bürgerlichem Namen heisst, ihren Bachelor in Vocal Jazz abgeschlossen.

Geprägt in der Jugend von Wu Tang Clan, Nas und Biggie, begann Carolina Müller bereits mit 14 Jahren in ihrem Zimmer Songs zu schreiben und releaste mit 17 ihr erstes eigenes Album. Obwohl die Bernerin mehrere klassische Instrumente erlernt hat fühlte sie sich stets intensiv zur Rapmusik hingezogen. Ihre lyrischen Texte sind meist direkt aus ihrem Leben, eine Achterbahn aus Emotionen und Erfahrungen und oftmals auch gesellschaftskritisch. Miss C-Lines Konzert im Eisenwerk beginnt um 20.15 Uhr. Türöffnung ist um 19.45 Uhr. (pd/aye)

Tickets unter Ticketino.

Rumorende Kunst in Oberuzwil

André Ribi und Richard Albertin bilden das Künstlerduo RAAR und stellen in Oberuzwil in der Galerie Fafou aus.

André Ribi und Richard Albertin bilden das Künstlerduo RAAR und stellen in Oberuzwil in der Galerie Fafou aus.

Bild: PD

Die Ausstellung des Zürcher Künstlerduos RAAR in den Räumen der Galerie Fafou in Oberuzwil vom 7. bis 15. Mai trägt den Titel «Rumor». Ein vielschichtiges Wort - denn Rumor kann doch sowohl als Lärm, Gerücht oder unterdrückte Unruhe verstanden werden. Die ausgestellten Installationen, Objekte, Cyanotypien und Projektionen nehmen alle Bezug auf diesen Begriff.

Die Installation «Rumor 1» etwa besteht aus mehreren, scheinbar schwebenden Stahltafeln unterschiedlicher Dimensionen, die mit mechanischen Mitteln zum Vibrieren gebracht werden.

Zu RAAR gehören Richard Albertin und André Ribi. Neben ihrer Zusammenarbeit arbeiten sie auch an individuellen Projekten. Beide haben ihre Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste absolviert. (pd/gen)

Vernissage Samstag, 7. Mai, ab 17 Uhr www.fafou.ch

Tango-Oper zum Spezialpreis für unter 30-Jährige am Theater St.Gallen

Ástor Piazzollas Oper«María de Buenos Aires» ist eine Liebeserklärung an seine Hauptstadt.

Ástor Piazzollas Oper«María de Buenos Aires» ist eine Liebeserklärung an seine Hauptstadt.

Bild: Edyta Dufaj

Die Reihe der monatlichen Spezialangebote für unter 30-Jährige am Theater St.Gallen geht in die nächste Runde. Für die Vorstellung der Tango-Oper «María de Buenos Aires» am Mittwoch, 11. Mai, 19.30 Uhr im Theaterprovisorium erhalten Menschen unter 30 Jahren Tickets zum attraktiven Einheitspreis von 25 Franken. Nach der Vorstellung sind sie zu einem Gespräch mit Mitwirkenden der Produktion eingeladen – inklusive Gratisdrink an der Bar im Foyer.

Ástor Piazzolla erzählt in «María de Buenos Aires» die Geschichte vom schwierigen Leben und mythischen Tod Marías. Seine einzige Oper ist auch eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt. (pd/gen)

Aktionstickets können unter 071 242 06 06 oder per Mail an kasse@theatersg.ch gebucht werden. Sie sind auch erhältlich an der Theaterkasse in der Tonhalle, Museumstrasse 25 (Montag-Freitag 10-19 Uhr, Samstag 10-14 Uhr).

Kunstmuseen St.Gallen, Bregenz, Chur und Liechtenstein treffen sich in der Lokremise

Welche Zukunft wünschen wir uns für die Kunst? Für die Künstlerinnen und Künstler, die Institutionen und die Vermittlung von Kunst? Für den Kunstmarkt? Für die Rolle der Kunst in der Gesellschaft? Diesen Fragen gehen die bildende Künstlerin Martina Morger, der Gründer der Kunstgiesserei und Mitbegründer der Stiftung Sitterwerk in St.Gallen, Felix Lehner, und Anette Schönholzer, Beraterin mit Schwerpunkt Kulturinstitutionen, diesen Samstag, 7. Mai, in der Lokremise in St.Gallen nach.

Der Kunsthistoriker Gianni Jetzer wird ab dem 1. November Direktor des Kunstmuseums St.Gallen.

Der Kunsthistoriker Gianni Jetzer wird ab dem 1. November Direktor des Kunstmuseums St.Gallen.

Bild: Gabor Jéss

Das Gesprächsforum ist die erste Veranstaltung des Forums Kunstachse, welche vom Büdner Kunstmuseum, dem Kunsthaus Bregenz, Kunstmuseum Liechtenstein und dem Kunstmuseum St.Gallen ins Leben gerufen wurde. Im Anschluss auf das Gespräch werden die künstlerischen Verantwortlichen der «Kunstachse»-Institutionen in einem Podium über die Zukunft der Kunst diskutieren. Darüber hinaus wird auch der designierte Direktor des Kunstmuseums St.Gallen, Gianni Jetzer, einen kurzen Input geben. Die Veranstaltung findet von 14 bis 17 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. (pd/aye)

Anmeldung via Mail an info@kunstmuseumsg.ch

Klangwelten am Rand des Abgrunds: Konzert von MJ Soundwalker in der St.Galler Grabenhalle

Drei unermüdliche Klangforscher (v.r.): Marc Jenny, Werner Hasler, Simon Grab.

Drei unermüdliche Klangforscher (v.r.): Marc Jenny, Werner Hasler, Simon Grab.

Bild: PD

Gemeinsam mit dem Zürcher Elektronik-Soundkünstler Simon Grab und dem Berner Trompeter Werner Hasler präsentiert der St.Galler Soundtüftler Marc Jenny aka MJ Soundwalker heute Donnerstag, 5. Mai, um 20.30 Uhr in der Grabenhalle St.Gallen «improvisierte Live-Musik aus der Elektronik-Kiste». Mit dabei ist der «Soundwalker», Jennys selbst entwickeltes elektronisches Musikinstrument. Aus Umgebungsgeräuschen, Feedbacks und anderen Audioquellen entstehen damit Klangwelten am Rand vom Abgrund: knorzige Beats, struppige Pads, wabbernde Bässe, Flimmern, Fiepsen. Dazu kreiert der Videokünstler Raphael Zürcher analoge Live-Visuals in einem fortlaufenden Prozess.(pd/wec)

Video: Youtube

Tag der Performance in der Kunsthalle Arbon

In der Kunsthalle Arbon sind normalerweise grossformatige Kunstinstallationen ausgestellt. Diesen Samstag, 7. Mai, steht der Raum allerdings ganz unter dem Motto Performance. Unter dem Titel «Aktion(s)raum ‒ ein Tag(t)raum für performatives» öffnet die Kunsthalle ihre Tore für Klang- und Tanzperformances.

Zu Gast werden am Performance Tag in der Kunsthalle Arbon auch die St.Galler Künstlerzwillinge Frank und Patrik Riklin sein

Zu Gast werden am Performance Tag in der Kunsthalle Arbon auch die St.Galler Künstlerzwillinge Frank und Patrik Riklin sein

Bild: Belinda Schmid

Kunstschaffende aus der ganzen Ostschweiz und ausgewählte Gäste aus anderen Regionen werden den Raum von 13 bis 18 Uhr mit ihren Aktionen als «offenes Gefäss» für physische und zeitliche Erfahrungen ganz unterschiedlicher Art nutzen. Das Publikum wird am Samstag ins Geschehen einbezogen. (pd/aye)

Das ganze Programm ist unter www.kunsthallearbon.ch einsehbar.

Kunstraum Kreuzlingen eröffnet zwei Ausstellungen Basler Künstlerinnen

In einer Kohlezeichnung Ana Vujićs bricht ein Karussellpferd aus.

In einer Kohlezeichnung Ana Vujićs bricht ein Karussellpferd aus.

Bild: PD/ Kunstraum Kreuzlingen

Am Freitag, 6. Mai, eröffnen im Kunstraum Kreuzlingen gleich zwei Ausstellungen. Um 19.30 Uhr führt Kurator Richard Tisserand im Kunstraum in die Ausstellung «New Horizons». Gezeigt werden grossformatige Kohlezeichnungen und Toninstallationen der Basler Künstlerin Ana Vujić. Ihre Werke in Schwarzweiss thematisieren Situationen des Umbruchs, die Fragilität des gesellschaftlichen Konstrukts und hinterfragen unsere Rolle als Individuum.

Ausschnitt aus Dorota Gawedas und Eglé Kulbokaités Video «Mouthless I».

Ausschnitt aus Dorota Gawedas und Eglé Kulbokaités Video «Mouthless I».

Bild: PD/ Kunstraum Kreuzlingen

Im Tiefparterre eröffnet die Ausstellung «Mouthless I» des Künstlerinnenduos bestehend aus Dorota Gaweda und Eglé Kulbokaité. Im Kunstraum Kreuzlingen befassen sie sich mit dem Wissen und der Geschichte der Hexerei und Magie als einen Teil des kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Wandels in verschiedenen Ländern und Kulturen. Ihr Video «Moutless I» ist eine folkloristische Erzählung, die unser Verhältnis zur Natur durch Mythen, Theorien und historische Entwicklungen in den Blick nimmt. 2021 wurde das Duo mit dem Swiss Art Award ausgezeichnet. In diesem Jahr sind sie für den Prix Mobilière 2022 nominiert. Beide Ausstellungen können bis zum 3. Juli besichtigt werden. (pd/aye)

Marianne Künzle liest im Literaturhaus Thurgau

Schriftstellerin Marianne Künzle (49) koordinierte viele Jahre Greenpeace-Kampagnen für eine ökologische Landwirtschaft.

Schriftstellerin Marianne Künzle (49) koordinierte viele Jahre Greenpeace-Kampagnen für eine ökologische Landwirtschaft.

Bild: PD/ Urs Hürzeler

Die Berner Autorin Marianne Künzle ist am Donnerstag, 5. Mai im Literaturhaus Thurgau zu Gast. Die 49-Jährige fand erst nach ihrer langen Karriere bei Greenpeace zur Literatur. Ihr Debüt mit «Uns Menschen in den Weg gestreut» feierte sie 2017. 2019 gewann Künzle den Oberwalliser Literaturpreis. Sie wohnt heute im Wallis.

Künzle liest aus ihrem neusten Roman «Da hinauf». Die dramatische Geschichte handelt von zwei Frauen, deren Wege sich kreuzen, die sich aber nie kennenlernen. Die Lesung im Bodmanhaus beginnt am Donnerstag um 19.30 Uhr. Moderiert wird sie vom St.Galler Literaturvermittler Gallus Frei. (pd/aye)

Schauergeschichten im «Pulpokosmos» in der Kunsthalle Wil

In der Kunsthalle Wil hat das Künstlerduo M. S. Bastian und Isabelle L. seit dem 10. April den ganzen Raum in ihren eigenen «Pulpokosmos» verwandelt - eine Mischung aus Wimmelbild, Popkultur, Horror und Bizarrem. Am Donnerstag, 5. Mai, um 19 Uhr nutzen die Wiler Schriftstellerin Bettina Scheiflinger und die Kuratorin Sonja Rüegg diese Kulisse für eine Abendführung mit Schauergeschichten.

Ein Ausschnitt aus der Ausstellung «Pulpokosmos» in der Kunsthalle Wil.

Ein Ausschnitt aus der Ausstellung «Pulpokosmos» in der Kunsthalle Wil.

Bild: PD/ Kunsthalle Wil

Am Samstag, 14. Mai, um 10 Uhr findet ausserdem eine Kinderführung mit Schauergeschichten statt. Die Ausstellung kann noch bis zum 10. Juli besucht werden. Zur Finissage werden die beiden M.S. Bastian und Isabelle L. vor Ort sein und durch die Ausstellung führen. (pd/aye)

SRF-Sendung «Kulturplatz» zu Besuch im St.Galler Dorf Schänis

Schänis aus der Vogelperspektive im Jahr 2003: Das St.Galler Dorf in der Linthebene zählt heute gut 3500 Einwohnerinnen und Einwohner.

Schänis aus der Vogelperspektive im Jahr 2003: Das St.Galler Dorf in der Linthebene zählt heute gut 3500 Einwohnerinnen und Einwohner.

Bild: Herbert Haltmeier

In der heute ausgestrahlten SRF-Sendung «Kulturplatz», werden sich die beiden Moderatorinnen Eva Wannenmacher und Nina Mavis Brunner auf die Suche nach der Bedeutung von Heimat machen. Zu Besuch sind sie dafür im kleinen St. Galler Dorf Schänis das – wohl durch eine List – für die Gründung der heutigen Schweiz ausschlaggebend war.

Um die Geburtsstunde der Eidgenossenschaft ranken sich zahlreiche Anekdoten, die mit einer denkwürdigen Landsgemeinde in Schänis ihren Anfang nahm. Ein Theaterstück der Commedia Adebar Uznach erzählt vom 2. bis 22. Mai die letzten 24 Stunden vor der legendenumrankten Wahl an der Landsgemeinde Schänis 1847. «Kulturplatz» zeigt seine Eindrücke des Theaterstücks und dessen Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat heute auf SRF 1 um 22.25 Uhr. (pd/aye)

Mehr Informationen zum Theaterstück unter www.commediaadebar.ch

Arno Sterns Biografie im Cinewil

Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war Arno Stern 95 Jahre alt und arbeitete noch immer mit Kindern in seinem Atelier.

Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war Arno Stern 95 Jahre alt und arbeitete noch immer mit Kindern in seinem Atelier.

Bild: PD/ Cinewil

Morgen, um 13 Uhr, sowie am kommenden Wochenende ist im Kino Cinewil in Wil «Spuren des Erlebens - Arno Stern» zu sehen. Der Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte des deutschen Pädagogen und Forschers Arno Stern, die stark mit der Schweiz verflochten ist. Nachdem er die Schweiz als jüdischer Flüchtling nach dem zweiten Weltkrieg verlassen hatte, gründet er das erste Kindermalatelier in Paris.

Seither setzt er sich für das Malen und die natürliche Kreativität der Kinder ein. Das Malen unter Sterns Aufsicht verfolgt dabei keinen therapeutischen Zweck und ist deshalb keine Kunsttherapie. Der Schwerpunkt des Malens liegt bei ihm auf der praktischen Betätigung. Seine Entdeckung der Universalität des natürlichen Ausdrucks über das Bild, traf auf ebenfalls auf grosses Interesse. (pd/aye)

Die nächsten Kinovorstellungen finden am 4.5. um 13 Uhr und am 7. und 8.5 um jeweils 10.15 Uhr statt. Mehr Informationen unter www.cinewil.ch.

St.Galler Jugendtheaterclub mit neuem Stück: «10» feiert in einer Woche Uraufführung

Der Jugendtheaterclub St.Gallen hat nach drei Jahren Pause ein neues Stück entwickelt. Die künstlerische Leitung hatte dabei Boglárka Horváth. Das Stück heisst «10» und feiert am Mittwoch, 11. Mai, 20 Uhr, im Theater Parfin de siècle am St.Galler Mühlensteg seine Uraufführung. Weitere Aufführungen sind geplant für 13., 14., 17. Und 19 Mai, je 20 Uhr.

Im Jugendtheaterclub treffen sich Theaterbegeisterte zwischen 16 und 20 Jahren, um sich mit Texten und Spielweisen zu beschäftigen. Nach der coronabedingten Zwangspause war es dieses Jahr endlich wieder möglich, gemeinsam ein Theaterstück zu erarbeiten. Eine Gruppe von zehn jungen Leuten hat in den vergangenen Monaten das Stück «10» entwickelt.

Mitglieder des Jugendtheaterclubs St.Gallen: Sie haben gemeinsam das Stück «10» entwickelt und führen es jetzt auch auf.

Mitglieder des Jugendtheaterclubs St.Gallen: Sie haben gemeinsam das Stück «10» entwickelt und führen es jetzt auch auf.

Bild: PD/
Liliana Renzetti-Paron

Das Stück handelt von zehn jungen Leuten, die in einer emotionsarmen, funktionalen Zukunft leben. Sie finden einen vergessenen Ort, der ihnen ungeahnte Erfahrungen ermöglicht. Dadurch gerät ihr bisheriges Leben ins Wanken. Möglicherweise bringen sich die Jugendlichen auf der Suche nach sich selbst in Gefahr; sie müssen abwägen, wieviel sie riskieren wollen.

«10» ist eine Koproduktion des Theaters St.Gallen und des Theaters parfin de siècle. Jugendliche bis 20 oder mit Ausbildungsausweis bis 30 erhalten 50 Prozent Rabatt auf Tickes im Vorverkauf. Eintrittskarten gibt es online oder an der Theaterkasse in der Tonhalle. (pd/vre)

60 Jahre Ostschweizer Leseförderungsaktion - «Literatur aus erster Hand» feiert an der PH St.Gallen

Gestern starteten «Literatur aus erster Hand», die grösste und älteste Leseförderungsaktion für Kinder und Jugendliche der Ostschweiz. So sind dieses Jahr vom 2. Mai bis 3. Juni insgesamt 39 Autorinnen und Autoren, Comic-Zeichner und Illustratorinnen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich im Rahmen von mehr als 630 Veranstaltungen an den Schulen unterwegs, um den Kindern und Jugendlichen von ihrer Arbeit zu erzählen und aus ihren Werken vorzulesen.

In diesem Jahr feiert die Veranstaltungsreihe ihren 60. Geburtstag. Zum Jubiläum lädt das kklick in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule St.Gallen (PHSG) am Mittwoch, 4. Mai, ab 19 Uhr ins Hochschulgebäude Hadwig der PHSG ein. Unter dem Titel «Autor*innen im Gespräch» geben dort die drei Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren Sunil Mann, Michael Petrowitz und Tania Witte einen Blick hinter die Kulissen der Lesungen und in ihre Arbeitsweise.

Sunil Mann erhielt 2020 die Literarische Auszeichnung des Kantons Bern für seinen Kriminalroman «Der Schwur».

Sunil Mann erhielt 2020 die Literarische Auszeichnung des Kantons Bern für seinen Kriminalroman «Der Schwur».

Bild: Britta Gut

Die St.Galler Regierungsrätin Laura Bucher wird den Anlass eröffnen. Organisiert werden die Lesungen an Schulen in sechs Ostschweizer Kantonen (AI, AR, TG, SG, SH, GL) heute durch die Kulturvermittlungsplattform kklick im Auftrag der Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen. (pd/aye)

Das umfassende Programm der Veranstaltungsreihe ist unter www.kklick.ch zu finden.

Junge Trogener Musiktalente im St.Galler Pfalzkeller

Nach der Corona-Zwangspause nimmt das Appenzeller Kammerorchester unter dem Titel «Tutti Soli» die Tradition der gemeinsamen Konzerte mit jungen Solistinnen und Solisten der Talentklasse der Kantonsschule Trogen wieder auf. Das nächste dieser Konzerte findet am kommenden Samstag, 7. Mai, um 19.30 Uhr, in der reformierten Kirche Rehetobel und am kommenden Sonntag, 8. Mai, um 17 Uhr, im Pfalzkeller in St.Gallen statt. Der Eintritt ist frei; es wird eine Kollekte eingesammelt.

Jürg Surber leitet das Appenzeller Kammerorchester, welches die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Trogen am kommenden Wochenende begleiten wird.

Jürg Surber leitet das Appenzeller Kammerorchester, welches die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Trogen am kommenden Wochenende begleiten wird.

Bild: Hanspeter Schiess

Das Programm hat zwei Schwerpunkte: Einerseits werden Stücke aus Opern von Georg Friedrich Händel, anderseits symphonische Werke der Romantik aufgeführt. Bei Letzteren reicht der Bogen von einem Violinkonzert von Henryk Wieniawski sowie einem Konzert für Saxophon und Streicher von Alexander Glasunow bis hin zum bekannten Klavierkonzert von Edvard Grieg. (pd/vre)

Am Mittwoch beginnt der Vorverkauf zum Tägerwiler OpenAir «Krach am Bach»

Mit dem OpenAir «Krach am Bach» startet nach zwei langen Jahren pandemiebedingter Pause endlich wieder die Festivalsaison. Am 10. und 11. Juni bietet das kleine Festival Live-Musik, Essen und Drinks am Ufer des Seerheins in der Badi Tägerwilen. In diesem Jahr steht die Bühne, die regionalen Künstlerinnen und Künstlern eine Möglichkeit bietet, vor einem grösseren Publikum zu spielen, erstmals direkt am Wasser.

So sah es am «Krach am Bach» 2018 aus. In diesem Jahr wird die Bühne noch nächer am Wasser sein, als in den Jahren davor.

So sah es am «Krach am Bach» 2018 aus. In diesem Jahr wird die Bühne noch nächer am Wasser sein, als in den Jahren davor.

Bild:
Rudi Eiermann v/o Pascha

Der Ticketvorverkauf findet diesen Mittwoch, 4. Mai, auf www.krachambach.ch oder in den Raiffeisenfilialen in Tägerwilen, Kreuzlingen, Ermatingen, Siegershausen und Hefenhausen stattDas «Krach am Bach» wird am Freitagabend eröffnet bei freiem Eintritt von der Solokünstlerin Helen Ribi aus Triboltingen mit ihren Electroklängen eröffnet.

Am Samstag spielen dann die beiden Kreuzlinger Brüder von Gallery of Noise, die Kreuzlinger Funk-Band domesticfuel, die Thuner Band Stay Illusion mit alternativ Rock, 80er-Sounds von Alex Nauva, Rap aus St. Gallen mit Janus Christus und Dubstep des Aargauer Trios Moonshaped. (pd/aye)

Mehr Informationen unter www.krachambach.ch

Georgische Regisseurin Elene Naveriani zur Premiere von «Wet Sand» zu Gast in St. Gallen

Ausschnitt aus Elene Naverianis Film «Wet Sand».

Ausschnitt aus Elene Naverianis Film «Wet Sand».

Bild: PD/ Kinok

Am Mittwoch, 4. Mai, um 20 Uhr, findet im St. Galler Programmkino Kinok in der Lokremise die Premiere des Kinofilms «Wet Sand» in Anwesenheit der Regisseurin Elene Naveriani statt. Der zweite Spielfilm der in Genf lebenden Georgierin ist ein bildstarkes, atmosphärisches Plädoyer für Diversität und gelebte Toleranz in einer vergessenen Gegend am Rande Europas.

Die Handlung spielt in einer kleinen, heruntergekommenen Strandbar «Wet Sand» in einer kleinen Ortschaft an der georgischen Schwarzmeerküste. Hier arbeiten die Barangestellte Fleshka, eine rebellische junge Frau, die eigentlich nichts als weg will aus dieser gottverlassenen Gegend, und der wortkarge Barbesitzer Amnon. Als eines Tages der Aussenseiter Eliko, einer von Amnons besten Freunden, Selbstmord begeht und seine punkige Enkelin Moe für das Begräbnis aus Tiflis anreist, wird allmählich ein Netz aus Lügen, Intoleranz und Heuchelei sichtbar.

Seine Weltpremiere hatte «Wet Sand» am letzten Filmfestival Locarno, an dem Gia Agumava für seine Rolle als Barbesitzer Amnon den Darstellerpreis des internationalen Nachwuchswettbewerbs erhielt. An den diesjährigen Solothurner Filmtagen wurde der Film mit dem Prix de Soleure ausgezeichnet. An der Premiere im Kinok wird die Filmwissenschaftlerin Clea Wanner das Gespräch mit der Regisseurin Elene Naveriani führen. (pd/aye)

Tickets und mehr Informationen zur Premiere unter www.kinok.ch

St. Galler Autorin Laura Vogt liest für «Wartsab»

Am Dienstag, 3. Mai, lädt der Kulturverein «Wartsab» im Bistro «1733» in St. Gallen zur Abendveranstaltung unter dem Titel «Ein Abend voller Texte» ein. Um 20 Uhr liest die St. Galler Schriftstellerin Laura Vogt aus ihren Texten, in denen sie das unausgesprochene Thema der Schweizer Frauenrolle zwischen Beruf und Familie aufgreift.

Laura Vogt (33) erhielt im vergangenen Jahr den zweiten Werkbeitrag der Ausserrhodischen Kulturstiftung.

Laura Vogt (33) erhielt im vergangenen Jahr den zweiten Werkbeitrag der Ausserrhodischen Kulturstiftung.

Bild: PD/ Wartsap

Volgt schreibt schon seit 2017 Kolumnen zum Thema Autorinnenschaft und Mutterschaft. Einmal im Quartal berichtet sie in der Zeitschrift Literarischer Monat aus ihrem Leben als Autorin, Leserin und Mutter. Türöffnung ist um 16 Uhr. (pd/aye)

Reservationen können via Mail an info@1733.ch gemacht werden.