Mit dem neuen Preis, der mit 2000 Franken dotiert ist, soll ein Werk ausgezeichnet werden, das sich durch besonderen narrativen oder visuellen Mut auszeichnet, schreiben die Festival-Organisatoren in ihrem Programm.

Der Peter-Liechti-Preis erinnert an den gleichnamigen Schweizer Regisseur, der 2014 verstorben ist. Er gewann im Jahr seines Todes für «Vaters Garten - Die Liebe meiner Eltern» den Zürcher und den Schweizer Filmpreis.

Im Rennen um den Hauptpreis für den besten Film des internationalen Wettbewerbs «Cutting Edge» sind Filme aus elf verschiedenen Ländern; Schweizer Kandidat ist keiner darunter. Die Hälfte aller Filme stammen von Frauen.

Weibliche Experimente mit sexueller Anziehung

So experimentiert etwa die schwedische Regisseurin Anna Odell in ihrem dokumentarischen Selbstversuch «X&Y» mit sexueller Anziehung. In «Ich war zuhause, aber» zeichnet die Deutsche Angela Schanelec das Porträt einer trauernden Frau, die sich nach dem Tod ihres Mannes alleine um ihre beiden Kinder kümmern muss.

Das Schweizer Filmschaffen steht im Zentrum des Spezialprogramms «Nachhall: Mit Reni Mertens und Walter Marti». 20 Jahre nach dem Tod des Autorenpaars, das etwa gemeinsam «Ursula oder das unwerte Leben» (1966) drehte, diskutieren ehemalige Weggefährten wie Rolf Lyssy oder Fredi M. Murer über die Bedeutung und Botschaft der Werke von Mertens und Marti.

Das Bildrausch-Filmfest endet am 23. Juni mit der Vergabe der Auszeichnungen. Der Hauptpreis ist mit 5000 Franken dotiert.