Programm
Theaterfestival Basel zeigt das Shakespeare-Gesamtwerk in 36 Stunden

"Bereit sein ist alles" lautet das Motto des diesjährigen Theaterfestivals Basel. Und alles scheint bereit, zumindest was das Programm betrifft: Dieses sieht zwischen dem 30. August und dem 11. September 20 Produktionen aus 17 Ländern vor - darunter das Shakespeare-Gesamtwerk.

Drucken
Theaterfestival Basel 2016
13 Bilder
Während ich wartete Didier Nadeau
The Cardinals Graeme Braidwood
Sound of Music Pierre Planchenault
MDLSX Ilenia Caleo
Have A Good Day! Rugile Barzdiukaite
Die Möglichkeit, die angesichts der Landschaft verschwindet Ainara Pardal
Face Nord Milan Szypura
Aerobics Laurent Philippe
Needcompagny Els De Nil
Jaguar Uupi Tirronen/Zodiak – Center for New Dance
Boom Bodies Theresa Rauter
Acceso Pablo Larraín

Theaterfestival Basel 2016

Zur Verfügung gestellt

Während den 13 Festivaltagen kommt das Publikum an acht Spielorten in Basel, Birsfelden und Dornach in den Genuss von insgesamt 100 Veranstaltungen, wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten. Das Spektrum reicht von Tanz und Theater über Performances und Nouveau Cirque bis hin zu Installationen und Filmen.

Das alle zwei Jahre stattfindende Theaterfestival Basel steht zum dritten Mal unter der künstlerischen Leitung von Carena Schlewitt. Eröffnet wird es am 30. August mit dem als "grössenwahnsinnig" apostrophierten Musical "Sound of Music" von Yan Duyvendak.

Seine Uraufführung hatte dieses Musical vor bald zwei Jahren im Forum-Theater in Meyrin GE. Es spielt ein paar Jahrtausende vor dem Weltuntergang. Während die Welt in der Krise versinkt, wird das Publikum von der umwerfenden Schönheit auf der Bühne geblendet, wie es in einem Text zu "Sound of Music" heisst.

Zu den weiteren Highlights des Festivals zählen die Organisatoren auch die mehrsprachige belgische Produktion" The blind poet" von Jan Lauwers mit der Theatergruppe Needcompany oder das Stück "Während ich wartete" des syrischen Theatermachers Omar Abusaada. Der chilenische Regisseur Pablo Larraín präsentiert zudem einen "schonungslos offenen Monolog".

Shakespeare total

Zu Ehren kommen am Theaterfestival aber auch Klassiker der Weltliteratur - so William Shakespeare, welcher der diesjährigen Ausgabe auch zum Motto "Bereit sein ist alles" verholfen hatte. Gewissermassen als Festival im Festival bringt die englische Performancegruppe Forced Entertainement alle 36 Dramen ihres Landsmannes auf die Bühne.

Die Produktion "Complete Works: Table Top Shakespeare" erstreckt sich über neun Abende, an denen jeweils vier Dramen auf Englisch nacherzählt werden - pro Stück jeweils innerhalb von 45 bis 60 Minuten. Das Shakespeare-Gesamtwerk wird gleichzeitig per Livestream in die ganze Welt übertragen.

Den Abschluss des Festivals bildet ab dem 11. September das Stück "Face Nord" der französischen Artistengruppe "Un loup pour l'homme". Laut den Veranstaltern handelt es sich dabei um ein Nouveau Cirque-Spektakel für die ganze Familie.

Festivalzentrum ist auch dieses Jahr das Kasernenareal in Basel, das von Studierenden des Instituts Innenarchitektur und Szenografie der Hochschule für Gestaltung und Kunst der Fachhochschule NWCH für den Event gestaltet wird. Neben den Aufführungen gibt es auch Workshops, Einführungen und Nachbesprechungen.

10'000 Tickets - höheres Budget

Vor zwei Jahren hatte das Festival mit rund 6000 verkauften Tickets eine Auslastung von 86 Prozent verzeichnet. Für dieses Jahr wurden die Kapazitäten auf rund 10'000 Tickets erhöht. Ein beschränktes Kontingent geht bereits jetzt bis zum 30. Juni in den Verkauf.

Sein Budget konnte das Festival gegenüber der letzten Auflage von 1,3 auf 1,46 Millionen Franken steigern. Die Swisslos-Fonds beider Basel steuern daran 850'000 Franken bei.

Aktuelle Nachrichten