Ausstellung
Solothurner Künstler Cuno Amiet kommt in Tessiner Museum gross raus

Das Kunstmuseum Mendrisio eröffnet am 22. Oktober die Ausstellung «Das Paradies von Cuno Amiet». Zu sehen sind 60 Gemälde und 70 Werke auf Papier des Solothurner Malers, der die meiste Zeit seines Lebens in Oschwand BE lebte.

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Cuno Amiets Apfelbaum
12 Bilder
Cuno Amiets «Die gelben Mädchen», 1935 (Kopie der Urfassung 1901).
Cuno Amiet gewann 1900 die Silbermedaille an der Weltausstellung in Paris mit diesen fünf Trachtenfrauen. Sie symbolisieren «Richesse du soir».
Der «gelbe Hügel» 1904
Werke von Cuno Amiet
Der violette Hut», 1907. Amiet porträtierte Gertrud Dübi-Müller
Cuno Amiets «Chrysanthemen» 1909
Cuno Amiet: Drei Frauen am Meer, 1919 Ausstellung in der Fondation Saner Studen
Cuno Amiet, Blumenstilleben (Nelken auf Gelbem Tisch), 1943
«Dorflandschaft mit blühendem Baum» von Cuno Amiet (1905)
Cuno Amiet im Atelier vor zwei Entwürfen zur «Kunst».
Cuno Amiet malte seinen Freund, den Komponisten Richard Flury

Cuno Amiets Apfelbaum

Geboren wurde Cuno Amiet 1868 in Solothurn. Mit Unterbrüchen in Wien, Dresden, Rom, München und Paris lebte er ab 1898 bis zu seinem Tod 1961 in Oschwand. Sein Haus wurde zu einem Treffpunkt von Künstlern, Sammlern und Literaten, die für die modernen Strömungen in der Kunst eintraten.

Hier, im Berner Umland, malte Amiet seine farbenfrohen Figuren, Landschaften, Interieurs und Stillleben, wobei er - dies sein Beitrag zur Moderne - der Zentralperspektive und plattem Naturalismus eine leuchtende Absage erteilte.

"Eine Art Arkadien"

Das Kunstmuseum Mendrisio zeigt die erste umfassende Ausstellung im Tessin mit Werken von Cuno Amiet. Im Mittelpunkt stehen Bilder, die der Künstler in der intakten bäuerlichen Umgebung von Oschwand gemalt hat, etwa die Gemälde "Bretonin unter Bäumen" (1893), drei Versionen von "Paradies" (1894/95, 1900/01, 1958), "Apfelernte" (1907), "Liegender Frauenakt mit Blumen" (1912) oder "Liette" (1932).

Zu sehen sei "eine Art Arkadien", schreibt das Museum. Dieses "Paradies auf Erden" werde bestimmt "von menschlichen Beziehungen, der Feldarbeit, der Liebe zum Nächsten und zur Familie, dem Eingebettetsein des Menschen in die Natur".

Gegenüberstellungen

Zusammen mit Ferdinand Hodler gehört Cuno Amiet zu den bekanntesten Schweizer Künstlern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Um seine Bedeutung in der europäischen Kunstgeschichte zu dokumentieren, kommt es in der Ausstellung zu Gegenüberstellungen mit anderen Malern: mit Paul Gauguin, Henri Matisse, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Ernst Ludwig Kirchner, Alexej von Jawlensky, Marianne Werefkind, August Macke oder Gabriele Müntener.

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