Alexandra Fly ist selbst ein lebendiges Kunstwerk. Jedes Jahr schneidert die in Berlin lebende Polin ein aufwändiges Kostüm und reist damit an Kunstmessen in ganz Europa. Das diesjährige Kleid soll auf die Rückschritte bei den Frauenrechten aufmerksam machen. Denn die bunten Pajass-Glöckchen sind von näher gesehen lauter Vaginas. «Die Globalisierung geht einher mit einer stärkeren Unterdrückung der Frau», sagt Fly. Das habe viel mit dem Erstarken der Religion zu tun.

Alexandra Fly:

Alexandra Fly ist selbst ein lebendiges Kunstwerk. Jedes Jahr schneidert die in Berlin lebende Polin ein aufwändiges Kostüm und reist damit an Kunstmessen in ganz Europa. Das diesjährige Kleid soll auf die Rückschritte bei den Frauenrechten aufmerksam machen. Denn die bunten Pajass-Glöckchen sind von näher gesehen lauter Vaginas. «Die Globalisierung geht einher mit einer stärkeren Unterdrückung der Frau», sagt Fly. Das habe viel mit dem Erstarken der Religion zu tun.

«Kunst heisst atmen», sagt Emi Yamaguchi. Und in Basel bekommt sie genug Luft. Die Stadt sei klein, sagt sie, aber die Kunst darin umso dichter gesät. Seit vier Jahren lebt sie in Basel als Photographin. «Der Himmel ist schön hier, ich kann oft Regenbogen sehen.» Die zierliche Frau trägt etwas zwischen Mantel und Kimono aus elegantem, schwarzen Stoff; der goldene Lidschatten passt perfekt zur ihren Ohrringen. Der Sinn für Ästhetik ist ihr auf den Leib geschrieben, vielleicht dank ihren japanischen Wurzeln.

Emi Yamahuchi:

«Kunst heisst atmen», sagt Emi Yamaguchi. Und in Basel bekommt sie genug Luft. Die Stadt sei klein, sagt sie, aber die Kunst darin umso dichter gesät. Seit vier Jahren lebt sie in Basel als Photographin. «Der Himmel ist schön hier, ich kann oft Regenbogen sehen.» Die zierliche Frau trägt etwas zwischen Mantel und Kimono aus elegantem, schwarzen Stoff; der goldene Lidschatten passt perfekt zur ihren Ohrringen. Der Sinn für Ästhetik ist ihr auf den Leib geschrieben, vielleicht dank ihren japanischen Wurzeln.

Gitarrist Angus Young von AC/DC betritt so die Bühne, Performance-Künstler Gregory Hari die Art Unlimited: im Anzug mit kurzen Hosen. Aber Hari zieht die kleinen Kunsträume den grossen Bühnen vor. Im Kleinhüninger «Artachment» ist er kürzlich aufgetreten, in Zürich betreibt er den Off-Space «Well». Daneben betreut er das «Artists in Residence»-Programm der Stadt Zürich. Nicht zufällig durchstreift er die Art Unlimited: «Ich liebe grosse Sachen, bei denen grosse Gesten ausgelebt werden», sagt er. Er sei «attraktionsgeil». Die diesjährige Art scheint ihm jedoch «verhaltener» als sonst.

Gregory Hari:

Gitarrist Angus Young von AC/DC betritt so die Bühne, Performance-Künstler Gregory Hari die Art Unlimited: im Anzug mit kurzen Hosen. Aber Hari zieht die kleinen Kunsträume den grossen Bühnen vor. Im Kleinhüninger «Artachment» ist er kürzlich aufgetreten, in Zürich betreibt er den Off-Space «Well». Daneben betreut er das «Artists in Residence»-Programm der Stadt Zürich. Nicht zufällig durchstreift er die Art Unlimited: «Ich liebe grosse Sachen, bei denen grosse Gesten ausgelebt werden», sagt er. Er sei «attraktionsgeil». Die diesjährige Art scheint ihm jedoch «verhaltener» als sonst.

Der indische Künstler Sujit Mallik aus Neu Delhi ist derzeit dank eines Künstleraustausch-Programms des iaab hier in Basel. Er hat eine wunderbare Kunstidee entwickelt: Schleckstengel auf denen Pflanzen wachsen. In Zusammenarbeit mit den Merian Gärten hat er 350 solcher Lollipops kreiert. Die Basis ist aus Erde, sie repräsentiere «unsere Kunst- und Kulturwelt». Der Stiel sei unsere menschliche Einstellung: «Wir glauben, alles unter Kontrolle zu haben.» Und die Pflanze, die wir wie eine Schleckware aufessen, «stehe dafür, wie wir die ganze Struktur konsumieren und ausbeuten. Wir haben vergessen, diese Welt mit anderen Spezies, auch Pflanzen, zu teilen.»

Sujit Mallik:

Der indische Künstler Sujit Mallik aus Neu Delhi ist derzeit dank eines Künstleraustausch-Programms des iaab hier in Basel. Er hat eine wunderbare Kunstidee entwickelt: Schleckstengel auf denen Pflanzen wachsen. In Zusammenarbeit mit den Merian Gärten hat er 350 solcher Lollipops kreiert. Die Basis ist aus Erde, sie repräsentiere «unsere Kunst- und Kulturwelt». Der Stiel sei unsere menschliche Einstellung: «Wir glauben, alles unter Kontrolle zu haben.» Und die Pflanze, die wir wie eine Schleckware aufessen, «stehe dafür, wie wir die ganze Struktur konsumieren und ausbeuten. Wir haben vergessen, diese Welt mit anderen Spezies, auch Pflanzen, zu teilen.»

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