Allstar-Team
"Bade, ehr händ de Groove"

Der Verein Inox trommelte für den «Baden Allstars»-Event im Ventil fast alle «alten Hasen» der Badener Musikszene zusammen. Trotz dem attraktiven Line-up und Adrian Stern als Überraschungsgast fanden sich nur rund 50 Besucher ein.

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"Bade, ehr hände de Groove"

"Bade, ehr hände de Groove"

Fabienne Huber

Fabienne Huber

Das Scheinwerferlicht beleuchtet die noch leere Bühne. Leise Musik spielt aus den Boxen. Im Publikum, dass zahlenmässig etwas zu klein geraten ist, finden sich Vertreter aller Altersklassen. Viele sind wegen der Musiker gekommen und die meisten auch, weil es ein Treffpunkt für ehemalige Inox-Stammgäste ist. Doch zum Reden bleibt erst einmal keine Zeit: Begleitet von einem Applaus betreten Peter Finc, Max Lässer, Philippe Kuhn, Simon Kistler und Plamen Blagoev die Bühne.

(Zu) wenig Zuschauer

Die sensationelle Stimmung machte die geringe Anzahl an Zuschauern wieder wett. Wer den Text kannte, sang lautstark mit, alle anderen schwangen zur Musik die Hüften. Sänger und Gitarrist Peter Finc zeigte sich davon begeistert: «Bade, ehr händ de Groove!» rief er nach dem dritten Song ins Mikrofon.

Den Groove hatten natürlich ebenso sehr die Musiker. «Jeder hier hat mit jedem schon einmal Musik gemacht», so Keyboarder Philippe Kuhn. Diese Konstellation sei jedoch neu. Trotzdem wirkten sie wie eine eingeschweisste Band. Jeder Ton sass, jedes Solo, jeder Refrain wirkte wie tausendmal gespielt. Dass sie eigentlich kaum geübt haben, wie Adrian Stern zugab, merkte man nur an den unauffällig zugeworfenen Blicken oder kurzen Handbewegungen, die das jeweilige Ende eines Gitarrensolos oder Jam-Parts signalisierten. Hier waren eindeutig Profis am Werk. Doch einer fehlte noch in der «Allstars»-Runde: «Hendrix Ackle war leider verhindert», so Kuhn. Klar wäre er sonst mit dabei gewesen.

Mit den Koveranstaltungen im Ventil will der Inox-Verein den Spirit vom Inox weiterleben lassen. Die «Allstars» selbst haben viele Erinnerungen an den ehemaligen Musikschuppen in der Unteren Gasse. «Vor allem mit Adrian Stern habe ich dort früher oft stundenlang gejammt», erzählt Kuhn. So mussten sie keine Sekunde überlegen, als der Inox-Verein sie für diesen Abend angefragt hatte.

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