Fifa

Die Gremien der Greise

Hüter über die Sportarten sind die Alten: Der alte und neue Fifa-Präsident Sepp Blatter ist bereits 79-jährig.

Hüter über die Sportarten sind die Alten: Der alte und neue Fifa-Präsident Sepp Blatter ist bereits 79-jährig.

Sie sind die Hüter der Sportarten. Die jungen Sportler? Von wegen! Es sind die alten Sesselsitzer, welche die Zügel in der Hand haben. Grotesk! Die Fifa hat ein Nachwuchsproblem. Schlimmer sieht es sogar im Internationalen Olympischen Komitee aus.

Grotesk: An Fussball-Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen rennen junge Sportler dem Ball nach oder messen sich im Hürdensprint. Hüter über die Sportarten aber sind alte Herren. Wer gestern gesehen hat, wie die Vertreter von 209 Verbänden im Zürcher Hallenstadion nach vorne schritten, um Sepp Blatter als Fifa-Präsident zu bestätigen, konnte das Nachwuchsproblem des Weltfussballverbands live ansehen. 

Noch schlimmer sieht es im 101-köpfigen Internationalen Olympischen Komitee aus. Auch die fünf Schweizer vermögen den Altersschnitt nicht zu senken – vier haben das Rentenalter bereits erreicht. Daran wird sich nicht viel ändern, wenn Blatter (79) nächstes Jahr altershalber abtreten muss. Eine Alters- oder Amtszeitbeschränkung kennt die Fifa nicht. Blatter kann solange Präsident bleiben, wie er will (wenn er nicht ins Gefängnis gesteckt oder abgewählt wird). Den Allzeit-Rekord der Sesselsitzer wird auch Blatter kaum knacken: Er müsste bis ins greise Alter von 109 Jahren (2045) im Amt bleiben, um mit Marc Hodler (2006†) gleichzuziehen. Der Schweizer präsidierte den Ski-Weltverband während 47 Jahren.

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